Behinderung, Kuddelmuddel

und jetzt?

Jetzt ist Mitternacht vorbei, die Gespenstergeschwister schlafen.

Bis ich Carsten im Bett drehe, vergeht noch über eine Stunde. Wiebke habe ich gerade zurück in ihrs geschoben – der Po hing schon wieder auf viertel nach drei! Wie man so schlafen kann ist mir ein ewiges Rätsel. 

Der Aggregat für die Kühlkammer springt immer dann an, wenn ich gerade kurz vor dem wegdrömmeln bin – ein Mordsgetöse. Das muss mitten in der Nacht nicht sein. Die eine Schaltuhr, die noch in der Kruschtelschublade liegt, werde ich gleich morgen früh dazwischenstecken. Stille ist gerade in schlaflosen Zeiten Gold wert. 

Ich klinge schon wie eine alte Frau.  Da ein Wehwehchen und hier nächtlicher Harndrang.

Früher war es (wirklich) besser, da bin ich aufgestanden, habe die Junioren gedreht und gewendet und war keine 2 Minuten nachdem ich wieder im Bett war, in Morpheus Arme gesunken und habe geschlafen. Heute könnte mir dieser Gott sanfte Liedchen trällern, ich wäre eher genervt, als dass ich sanfte Träume hätte.

…die nächste Nachrichtensendung möchte ich aber schon gerne verpassen. 

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Nachtrag am nächsten Morgen: Wiebke badet gerade und Carsten tut‘s gleich und heute ist Sonntag und außerdem Dreikönigstag (wir sind ev/luth.) und morgen geht’s wieder in die Werkstatt. Der Alltag hat uns wieder – was für ein Glück?

Veröffentlicht von piri ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein auch. ❤️ -*-*-*-*-*-*-*-*- In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

2 Gedanken zu „und jetzt?“

  1. Paula sagt:

    Was für ein Glück! Denn Ferien scheinen doch schwierigere Herausforderungen zu bringen als der Alltag.

    1. piri ulbrich sagt:

      Besonders im Winter. Weil wir enger aufeinanderhocken und nicht rauskommen.

      Nachtrag: es sind andere Herausforderungen – und außerdem habe ich eine dicke Augenentzündung auf beiden Augen mit Reispapierhaut drumherum.

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