Behinderung, Kuddelmuddel

schlechtes Gewissen

Nein, es ist nicht logisch und auch nicht rational und schon gar nicht nicht notwendig, ich habe es trotzdem – das schlechte Gewissen!

Auch wenn mir jeder sagt, dass es völlig unnötig ist, eins zu haben. Wenn ihr auf mich einredet – egal wie – mein schlechtes Gewissen könnt ihr mir nicht ausreden. Versucht es erst gar nicht! Dieser bescheuerte Helfernotstand – mal einen ganzen Tag jemanden haben, wäre so schön, dann könnten wir einmal wieder schwimmen gehen – dieser Helfernotstand hat erheblich etwas mit meinem schlechten Gewissen zu tun…

Behinderung

Windelgeschichten

Carsten braucht Windeln. Ca. 4 Stück am Tag – mal mehr, mal weniger. Bislang habe ich die Windeln vom hiesigen Sanitätshaus bekommen. Die Qualität war mittelmäßig, aber ich brauchte mir keine Gedanken zu machen – wir hatten immer eine ausreichende Menge zu Verfügung. Jetzt hat dieses (viele ander übrigens auch) Sanitätshaus den Vertrag gekündigt und nebenbei wurde das Budget der Inkontinenzversorgung auf monatlich 24,50€ gekürzt. Da eigentlich niemand mit diesem Betrag auskommen kann, wenn er seine Windeln über die Apotheke oder ein Sanitätshaus bezieht und das Angebot in diesen Häusern auch eher schlecht, denn gut ist, war ich heute Morgen bei meiner zuständigen Krankenkasse. Mein Angebot, herkömmliche Kinderwindeln im Drogeriemarkt zu kaufen, stieß auf taube Ohren. Ich würde Qualitätswindeln zu einem Bruchteil dessen kaufen, was die Kasse in sogenannten Vertragsfachgeschäften bezahlt. Ich habe recherchiert, die Windeln wären fast 45% billiger, als die aus den Fachgeschäften. Damit käme ich ungefähr auf den Budgetpreis.

120 Windel kosten im Sanitätshaus ca, 87€  – 102 Pampers im Drogeriemarkt ca. 28€. Das wäre immer noch über der Pauschale.

Meine provokante Frage ist jetzt? Soll ich Carsten nur morgens und abends eine frische Windel anziehen und ihn ansonsten in der Pisse und Kacke sitzen lassen? Wo bleibt da die Menschenwürde?  Und was ist mit alten Menschen, die sich die Windeln selbstständig ausziehen und dadurch viel mehr Windeln gebrauchen. Sind Windeln jetzt Privatvergnügen? Und warum wird mir quasi vorgeschrieben – weil die Auswahl im Sanitätshaus keine ist – welche Sorte Windel ich Carsten anziehe? Ich habe ja noch nicht genug wegen der Behinderung meiner Junioren zu tun. Da kann ich mich doch auch noch mit dem Windelproblem herumschlagen! Aber ich werde kämpfen – es ist Lebensqualität, die ich Carsten erhalten möchte …

Familie, Gedanken

um Himmels Willen

Wenn jemand jetzt meine Gedanken lesen könnte – das wäre fatal, denn sie sind völlig ambivalent und manche sogar bitter. Es hat mich herumgewirbelt, heute Morgen, durch die Gegend geschleudert, ich bin im Netz hängen geblieben und fühle mich freischwebend in der Luft hängend.

Die Cousinentöchter haben eine WhatsApp-Gruppe ins Leben gerufen, meine mittlere Schwester ist dort auch dabei. Okay, alles gut und doch geht’s mir damit nicht gut. Mein Puls puscht in die Höhe, wenn ich von ihr etwas lese und ich stehe lange nicht so über den Dingen, wie ich es eigentlich möchte – hui, ist das blöd. Ich hätte so gerne Kontakt zu meiner Schwester, zu allen Geschwistern. Warum ist da diese Kluft? Warum geht das nicht?

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