Familie, Gedanken

so ist es

So ist es eben das Leben seit jeher, alles gehört dazu: Leid und Trennung und Sehnsucht. Man muss es immer mit allem nehmen und alles gut und schön finden.

Rosa Luxemburg

Bis auf die Tatsache, dass ich mir die Ohren abtelefoniere – aus verschiedensten Gründen – passiert hier, außer Hustenattacken, nicht viel. Noch gewinne ich, aber die Junioren holen auf und können (fast) schon genauso bellen, wie ich. Was sagt Rosa Luxemburg? Man muss es immer mit allem nehmen und alles gut und schön finden.

Ich habe ein neues Festnetztelefon, habe unser WLan neu eingerichtet, mein Schlafdefizit ist gigantisch, auf dem Handy habe ich eine, mir einmal sehr wichtige, Familie komplett gesperrt – zusätzlich zu dem, ach so christlichen heiligen Freund – und ich fühle mich gut damit!

Behinderung, Familie, Kuddelmuddel

Intermezzo

Auch wenn ich nicht über Carstens Esserei schreibe, so ist sie dennoch ein angstbeladenes Dauerthema. Momentan sogar noch verschärft, da Wiebke auch streikt und beide fast nichts trinken. Jeden Tropfen, wirklich jeden Tropfen rede ich meinen Kindern ein. Es darauf ankommen zu lassen, dass sie ja, wenn sie Durst hätten, bestimmt selber danach verlangen würden – das kann ich nicht riskieren, denn richtiges Durstgefühl haben sie nicht. Gestern hatte ich bei Wiebke vergessen, ständig zu motivieren und prompt war sie unleidlich, hatte sehr trockene Lippen und war sogar ein bisschen desorientiert. 

Heute hat Carsten auch Daheim gekotzt. Er hat viel zu schnell getrunken – der Schuss ist also nach hinten losgegangen. Denn zu dem, was er getrunken hat, kam auch noch das wenige was er vorher gegessen hat wieder raus.  

Eigentlich ist das mein täglicher Kleinkram. Jeden Tag von morgens an, immer in Habachtstellung mit den Ohren im Juniorenzimmer, wenn ich nicht von einem zum anderen flitze. Versteht mich nicht falsch, die Arbeit ist mir nicht zu viel – aber ich möchte es nur noch mal in Erinnerung rufen. Eltern unter euch kennen das – es ist so ähnlich, als sei das Kind drei Jahre alt – ständig und das über Jahre, ja sogar Jahrzehnte…