Familie, Gedanken, Junioren

angedacht

Und dann lässt man etwas weg und gewinnt deswegen eine ganze Menge.

Wenn das Leben so einfach wäre? Meistens ist es viel komplizierter! Draußen weht ein starker Wind mir durch sämtliche Ritzen des Körpers. Der Kerle hat eisblaue Füße und das Töchting hat beschlossen jetzt endlich auch ne Mütze aufzusetzen.

Alltag, Familie, Gedanken

Geduld nur, Geduld

Manches gestaltet sich sehr schwierig – so auch meine Medikamenteneinstellung. Inzwischen habe ich schon vier Präparate bekommen und eins hat mehr Nebenwirkungen, als das andere. Zwischenzeitlich ging es mit verdammt mies.

Ich müsste Geduld haben und oft würden sich die Nebenwirkungen auch mit der Zeit bessern. Erstens habe ich kaum Geduld und zweitens kann ich es mir nicht erlauben Nebenwirkungen auszusitzen! Mein tägliches Geschäft, die Pflege und Versorgung der Junioren muss weiter funktionieren. Wenn ich nächtelang nicht schlafe, kann ich diesen auch tagsüber nicht nachholen… Jetzt habe ich, für mich, beschlossen vorläufig ohne Psychopharmakon zu bleiben. Denn andere Baustellen gibts ja auch noch und obwohl der Kerle einigermaßen gut isst, ganz weg sind die Sorgen um die Junioren bestimmt nicht!

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Heute Morgen war es schön, das möchte ich auch erzählen. Meine Freundin hat mich zum Frühstück eingeladen und obwohl wir grundverschiedene Charaktere sind – vielleicht gerade deswegen – können wir offen über alles reden und dafür bin ich unendlich dankbar!

Familie, Gedanken

den wievielten Beitrag

… ich jetzt schon privat im Blog geschrieben und nicht veröffentlicht habe, mag ich gar nicht sagen. Es sind auch einige Gedichte darunter, die mehr von mir preisgeben, als ich möchte. Unser Besuch hat sich gerade auf den Weg nach Hause gemacht. Ich vermisse meinen Bruder jetzt schon. Dabei hat er keinen Handschlag gemacht und kaum gesprochen. Ich habe allerdings auch keine Hilfe erbeten und Gedankenlesen kann noch niemand, schon gar nicht mein introvertierter jüngerer Bruder! Dennoch haben wir uns nicht, wie wir es als Kinder immer gemacht haben, gestritten. Es war sogar sehr harmonisch und zusammen Schweigen hat etwas Tröstliches.

Als Kinder waren wir uns viel zu gleich und doch zu unterschiedlich. Mein Bruder technisch begabt und beim Klettern mir immer 2 Meter voraus. Wenn ich nicht nachkam wurde er ungeduldig und ich verlor die Lust am Berg zu sein – jedenfalls mit ihm, mit anderen Vorsteigern machte es mir dann doch wieder Spaß. So bewahrheitete es sich, dass man nicht alles mit jedem machen kann. Dafür war er immer bereit mir dieses oder jenes zu reparieren. Meist mit leichtem Murren, aber trotzdem gerne. Er, der sehr spät die Lust am lesen entdeckt hat, hat mir desöfteren den einen oder anderen Buchtipp gegeben – andersrum war es ebenso. Manchmal habe ich ihn auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und manchmal hat er mich fliegen lassen. Wir können philosophische Kurzgespräche führen, müssen nicht einer Meinung sein und lassen uns gegenseitig so gelten wie er oder sie ist. Dieser Bruder ist mir, in seiner Eigenheit, der liebste. So wünschte ich es mir auch mit meinen anderen Brüdern. Mit meiner jüngsten Schwester verbindet mich ein ganz anderes Band. Wir streiten uns heftig und vertragen uns wieder und teilen auch Geheimnisse. Zur dritten Schwester habe ich ein schmerzhaftes Verhältnis und die Zwillinge, die Zwillinge haben sich!

Mit den Jahren haben wir uns alle weiterentwickelt. Nicht in die gleiche Richtung, das belastet mich. Ich würde zu gerne Kontakt zu allen Geschwistern haben, wenigstens Kontakt …

Nachtrag: Irgendwie passt Ringelnatz immer!