Behinderung, Familie, Gedankenchaos

manchmal muss man Hilfe annehmen

Es ist so, dass ich große Angst vor Behörden habe. Briefe zu öffnen fällt mir schwer, und noch größere Angst habe ich vor dem Telefonieren.

Heute habe ich mir Hilfe erbeten und auch bekommen: Eine junge, smarte Sozialarbeiterin hat für mich angerufen und tatsächlich auch alles klären können. Nennt es feige: Aber wer zugibt, feige zu sein, hat Mut!

Alltag, Behinderung

warum

Warum schreibe ich Beiträge, die nicht kommentiert werden können und doch jeder lesen kann?

Ich hätte schon sehr gerne Resonanz auf diese Artikel, aber ich scheue die Kommentare. Ehe etwas kommt, was mich zusätzlich triggert und ich mich rechtfertigen müsste, mache ich lieber dicht. Mehr und mehr ist mir das gesamte Internet ein Schaulaufen geworden, oft nichts-sagende Worthülsen. Sogar in Foren, in denen pflegende Angehörige sich austauschen können, ist der Konkurrenzkampf groß – jede*r hat das schwerste Schicksal zu tragen!

Mir liegt es fern Mitleid zu heischen (mag eine*r das so sehen), ich möchte nur aufzeigen, welche Kräfte manchmal auf mich einwirken. Wie ich alles schaffe ist nicht mal mein Geheimnis – weil ich es selber nicht weiß. Ich möchte meine Gedanken einfach nur loswerden! Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass mir meine Stärke – und ich sehe meine Kraft als Stärke – als Arroganz ausgelegt wird, ich angegriffen werde und ein Shitstorm aufkommt. Dabei möchte ich allgemein eine Lanze für pflegende Angehörige brechen und aufzeigen, dass die meisten von ihnen Bärenkräfte, einen irren Mut, wenig Unterstützung und kaum Selbstvertrauen haben, weil sie denken: Es müsste noch viel perfekter gehen! 

Behinderung, Gedankenchaos, Junioren, Kuddelmuddel

manchmal in eigener Sache

Manchmal bedeutet Freundschaft unangenehme Dinge zu sagen, sich Sorgen zu machen, einfühlsam sein, aber auch eben manchmal Grenzen zu setzen. Manchmal bedeutet Freundschaft Freude, manchmal Traurigkeit. Gemeinsamkeiten, oder auch Gegensätzlichkeiten. Manchmal ist man verletzt, manchmal versteht man nicht. Manchmal sieht man was, was der andere nicht sehen kann oder will. Manchmal muss es gesagt werden, manchmal auch nicht.

Aber Freundschaft bedeutet immer, das der andere einem wichtig ist. Egal was passiert! Ich wünsche dir alles Gute, von Herzen!❤️

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11:59 Uhr – Es ist Mittag und ich möchte wieder ins Bett. Der Kerle ist neuerlich krank und seine Schlafstatt sah dementsprechend aus und dem Töchting ihre war ebenso nass. Frühstück im Bett ist nichts für sie – Kakao allenthalben, Müsli verteilt etc. pp. Das heißt für mich: 2 Betten komplett ab- und wieder beziehen. In der Hektik ist mir meine Tasse heruntergefallen und – heil geblieben. Allerdings der Kaffee?! Überall und nirgends. Flüssigkeit findet ihren Weg bis in die unwegsamste Ritze.

12:25 Uhr – Mein Bedürfnis nach einem  erwachsenen Menschengespräch ist enorm. Kein Pipikram und bitte auch keine Sorgen! Freundschaft ohne zu hinterfragen mit den richtigen Fragen und Stille zur rechten Zeit. Ob das heute Abend wohl was wird mit dem Konzert?

13:30 Uhr – Ein Tag, an dem mir der Kopf überquillt. Habe gerade einen Radiobericht über Alzheimer gehört und plötzlich verstanden, warum die eine Freundin so ist, wie sie ist. Ob ich sie einmal darauf anspreche? Ich weiß nicht, ob ich mir das zutraue!

In der Nacht habe ich ein Dota-Kehr-Konzert gehört, in dem sie vertonte Gedichte von Mascha Kaléko sang – unterbrochen mit Interviewtexten. Das erinnerte mich an eine Studienkollegin, die mir diese Dichterin nahebrachte und die nun auch gestorben ist – sie hat sich das Hirn weggesoffen und meine Freundin verschwindet einfach so, ohne zu trinken, peu á peu. 

Dann sehen meine Fingernägel grauenhaft aus, zumindest ist das meine Betrachtung, der Kerle fährt Gokart-Rennen – volle Lautstärke – auf dem Tablet. Das Töchting fährt mit dem Rollstuhl sämtliche Türrahmen rund! Dass mein Bauch grummelt ist schon Normalität geworden. 

16:08 Uhr – Jetzt ist Wiebke auch noch krank – ich könnte KAKAO schreien.

21:15 Uhr – die kranke ‚Bagage‘ ist im warmen Bett. Beide sind eingekuschelt, mit trinken versorgt  und schlafen hoffentlich bald. Aber vielleicht doch lieber nicht, denn dann sind sie morgen viel zu früh wach!

Ich brauche jetzt einen Schlummertrunk und dann begebe ich mich in Morpheus Arme.

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Es geht weiter, immer weiter!