Behinderung, Familie, Kuddelmuddel

Intermezzo

Auch wenn ich nicht über Carstens Esserei schreibe, so ist sie dennoch ein angstbeladenes Dauerthema. Momentan sogar noch verschärft, da Wiebke auch streikt und beide fast nichts trinken. Jeden Tropfen, wirklich jeden Tropfen rede ich meinen Kindern ein. Es darauf ankommen zu lassen, dass sie ja, wenn sie Durst hätten, bestimmt selber danach verlangen würden – das kann ich nicht riskieren, denn richtiges Durstgefühl haben sie nicht. Gestern hatte ich bei Wiebke vergessen, ständig zu motivieren und prompt war sie unleidlich, hatte sehr trockene Lippen und war sogar ein bisschen desorientiert. 

Heute hat Carsten auch Daheim gekotzt. Er hat viel zu schnell getrunken – der Schuss ist also nach hinten losgegangen. Denn zu dem, was er getrunken hat, kam auch noch das wenige was er vorher gegessen hat wieder raus.  

Eigentlich ist das mein täglicher Kleinkram. Jeden Tag von morgens an, immer in Habachtstellung mit den Ohren im Juniorenzimmer, wenn ich nicht von einem zum anderen flitze. Versteht mich nicht falsch, die Arbeit ist mir nicht zu viel – aber ich möchte es nur noch mal in Erinnerung rufen. Eltern unter euch kennen das – es ist so ähnlich, als sei das Kind drei Jahre alt – ständig und das über Jahre, ja sogar Jahrzehnte…

Behinderung, Familie, Gedanken, Kuddelmuddel

Warum?

Warum soll das neue Jahr immer besser werden als das alte? Diese Erwartungen kann es doch gar nicht erfüllen. Morgen ist doch auch nur ein nächster Tag, dass dann ein 1. 1. 2020 ist, dafür kann dieser Tag nichts.  Was ist mystisch an einem Jahreswechsel? Warum haben so viele Menschen ausgerechnet da große Vorsätze, die meistens gar nicht eingehalten werden können, weil sie übermäßig sind? 

Ich wünsche mir für das Jahr, dass ich gesund werde, nicht mehr huste und soweit fit bin. Für meine Junioren wünsche ich mir, dass sie so fröhlich und lebensbejahend bleiben! Heute Nacht wird es bei uns still sein. Beziehungsweise es wird wahrscheinlich laut werden, weil sowohl Carsten, als auch Wiebke große Angst vor Feuerwerk und Böllerei haben und deswegen völlig aufgelöst sein werden. Inzwischen ist das in der Nachbarschaft bekannt und niemand wird uns nach draußen holen wollen, wie das in den letzten Jahren war – ich werde sie beide im Arm halten und versuchen ihnen die Angst zu nehmen. An solchen Tagen vermisse ich selber einen starken Arm …

… meinen ursprünglichen Beitrag habe ich gelöscht, er war noch viel nachdenklicher! Euch allen wünsche ich Frieden, ich wünsche mir für die ganze Welt Frieden und das niemand leiden muss. Aber das ist ein utopischer Wunsch – leider. Und schon wieder endet dieser Beitrag eher nachdenklich, denn optimistisch.