Behinderung, Junioren

bescheuert

Ich glaube, ich bin bescheuert – ich will mich nicht verbiegen lassen und tue es trotzdem. Allein um nicht alleine zu sein. Wenn ich mir einen Rat geben sollte, dann den, dass ich doch endlich mal an mich denken sollte.

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Sonntag ist es, meine Junioren sind zufrieden und fröhlich, satt und beschäftigt, sauber und …  Kurzum, es geht beiden gut!  Meine Gedanken kreisen jetzt schon um den Nachmittag. Soll ich die Pastorenfreundin anrufen? Wollen will ich es nicht. Sie wird drauf warten und erwarten, dass ich mich melde.

Ich bin dumm! Nein, dumm bin ich eigentlich nicht, nur viel zu verkrustet in meinen Gedanken. Immer darauf bedacht es anderen Menschen recht zu machen. Ist das jetzt doch dumm? Oder eher bescheuert?

Behinderung, Junioren

Aufbruch und Suche

Mir ist heute Morgen etwas klar geworden. Ich will nicht mehr sitzen und warten, möchte mich nicht mehr abhängig von Menschen machen, die uns hemmen. Von Menschen, die übers Wetter reden und immer etwas finden warum man dies oder jenes nicht machen kann. Ich mag nicht mehr, wenn mir jemand Vorschriften machen möchte und mir dann auch noch seine/ihre Geschichte vornörgelt. Das Leben ist viel zu kurz, um Bauchschmerzenkompromisse zu machen. Wir – da nehme ich sehr bewusst meine Junioren mit ins Boot -wir wollen leben. Jetzt!

Deswegen suche ich Menschen, die Zeit haben, flexibel sind und keine Angst vorm kotzenden Kerle haben. Ich suche Menschen, die zupacken können nicht zimperlich sind – wir wollen wieder auf Konzerte gehen und nicht nur eineinhalb Stunden in der Umgebung spazieren! Ich möchte mit dem Kerle und dem Töchting unter Leute, auch mal in ein Kirchenkonzert oder ins Puppentheater. Wir haben nicht viel Geld, aber daran soll’s nicht scheitern. Vielleicht findet sich ja jemand, der/die mutig und fantasievoll genug ist, das Abenteuer auch mit wenig anzugehen.