Gedanken, Junioren

langsam gehen mir die Überschriften aus

Die Welt möchte dich so, wie du bist und nicht, wie du denkst, sein zu müssen.

Ich erfahre gerade sehr viele positive Rückmeldungen. Auch, und vielleicht sogar deswegen, weil ich mich nicht verbiege. Die wenigen Menschen um uns herum zeigen mir, dass sie mich und die Junioren mögen. Es tut gut! Weniger gut ist, dass meine Schmerzen von der angebrochenen Rippe kommend eher schlimmer, denn besser werden. Ausgebremst bin ich, ausgebremst habe ich mich selbst, indem ich blöderweise über einen kleinen Stein gestolpert und auf einer Getränkekiste gelandet bin. „Mama, das hättˋste auch lassen sollen!“ Weiß ich jetzt auch! 

Ich lese. Lese ein Buch mit einem Bandwurmtitel mit blauem Kleid und Fenster im Abendlicht. Der Roman gefällt mir. Dann lese ich vor. Nach wie vor Bücher von kleinen Hexen, aber auch welche von Detektiven und Onkel Einar. 

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Wiebke muss aufs Klo – das wird eine Herausforderung. Aber meistern werde ich auch das …

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achter Januar

Selbstliebe meint, das eigene Leben nicht nach anderen Menschen auszurichten, sondern zu fragen: Wer bin ich? Was macht mich glücklich?

Still ist es im Haus. Auf der Straße rauscht der Verkehr. Seit der Lebensmittelmarkt keine 100 Meter von uns aufgemacht hat, ist die morgendlichen Ruhe lauter geworden. Für mich ist dieser Laden ideal. Mit den vorbeifahrenden Autos kann ich leben.

Eigentlich wäre ich jetzt schon einkaufen, werde es auch gleich tun – vorher noch einen Kaffee! Ohne diesen beginnt kein Tag. Ohne diesen bin ich nicht wach.
Stimmt nicht! Sobald ich aus dem Bett bin, funktioniere ich. Maschinen tun das, ich bin keine Maschine. Möchte das auch nie sein! Wir sind Menschen mit Gefühlen und so hoffe ich, nehmen wir Rücksicht aufeinander.

Ich schweife ab, wollte doch vom Tagesstart erzählen und sollte mich nun langsam sputen, um Milch, Käse und andere Köstlichkeiten des täglichen Bedarfs zu holen. Das alles bevor hier der •normale• Alltag beginnt…

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ich

Ich habe mich dabei verloren, es jedem recht zu machen. Jetzt verliere ich Menschen, während ich versuche, mich wiederzufinden.

Es ist der zweite Weihnachtstag. Mein Resümee der vergangenen Tage ist ernüchternd. Einer meiner Fehler ist es, dass ich kein Selbstbewusstsein habe und mich und das was ich mache, ständig infrage stelle. Unterordnung. Natürlich ist das notwendig. Besonders, wenn man behinderte Menschen pflegt. Aber sich selbst verlieren? Auf der Strecke bleiben? Wie oft habe ich schon geschrieben und gedacht, dass ich das nicht will! Eins weiß ich, wenn ich mich nicht völlig verlieren will, dann muss ich mich von Menschen trennen …

Wir gehen heute in den Gottesdienst. „In echt?“, fragt der Kerle. „Ja, in eine richtige Kirche!“

… und wir treffen Menschen, die mich nicht verbiegen und manipulieren wollen. 

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Realität und Wunschdenken

Wir entwickeln uns immer mehr auseinander! Dabei meine ich nicht einmal die Menschen, die geimpft oder es nicht sind. Ich habe das schon viel früher beobachtet – auch in der eigenen Ursprungsfamilie und es hat nichts mit Corona zu tun. Scheinbar herrscht in unserer kleinen Familie Stillstand. Daran wollen meine Geschwister nicht teilhaben. Bei ihnen geht das Leben weiter! Den normalen Gang. Bei uns ist nichts so wie woanders – auch nicht ansatzweise. Ich wickle zum Beispiel seit mehr als 45 Jahren meinen Sohn. Ich freue mich darüber, dass meine Tochter mit über 40 Jahren, sich alleine ausziehen kann. Mit einer Helferin zusammen filzen wir kleine Bälle und ich bin stolz, dass der Kerle seine beiden Hände benutzt. Ich stehe jede Nacht um 2:00 Uhr auf, um meine Junioren umzulagern. Nicht erst seit 10 Jahren! Die einzige Antwort einer meiner Verwandten: „Bring deine Kinder in ein Heim!“

Wenn ich das täte, brechen gewachsene Strukturen auseinander. Nicht nur die der Junioren. Auch meine. Meine Geschwister haben ihr eigenes Leben. Lassen mich nicht teilhaben und nehmen an unserem nicht Anteil. Wir wissen nichts voneinander – es tut mir weh!

… und ich glaube, der Titel passt nicht so ganz. Manch einer wird es als jammern sehen. Dann ist das eben so.

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Nachtrag: Ihr merkt, Familie beschäftigt mich gerade auch. Zusätzlich zu den anderen Kleinigkeiten wie Weihnachten, was soll ich kochen, Corona und dem allgemeinen Weltgeschehen.