Kategorie: Junioren

Angst und Wut

Meine Gefühle fahren wieder Achterbahn. Der Kerle und das Töchting sind auf einer Freizeit mehrere hundert Kilometer entfernt. Es gibt Probleme mit dem Essen des Kerles. Sprich: Er isst nichts und seine Astronautennahrung erbricht er immer wieder.  Innerhalb von sechs Tagen haben die Betreuerinnen schon dreimal angerufen. Nur kann ich leider aus der Entfernung nichts machen, kann keine (guten oder schlechten) Ratschläge geben. Ich empfinde Panik, male mir aus, dass es eventuell nicht so schlimm, wie erzählt, oder dramatischer ist. Mir geht‘s elend, bin zum Nichtstun verdonnert und habe große Angst.  Aber ich habe auch Wut, weil sie mir die Verantwortung übergeben haben, obwohl sie ja wissen …

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Wie es wirklich in mir aussieht, geht hier im Blog niemanden etwas an – nicht böse gemeint, nur Selbstschutz!

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17:01 Uhr – und dann habe ich auch noch ne Macke ins Auto gefahren. 🚗

Osterbrunnen

Vorm Rathaus ist der Brunnen geschmückt!

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12:35 Uhr – dem Kerle geht es besser. Eine richtige Entwarnung habe ich nicht bekommen. Es ist zu weit, ihn abzuholen. Er will es nicht. Das Töchting sorgt sich, sagen sie und ich kann aus der Entfernung nichts machen. Nur warten. Unruhig zum Nichtstun verdonnert.

vierundzwanzig Stunden

Einmal hin und zurück! Eine Ad hoc Entscheidung. Mein Kopf sagte mir: Hirnrissig. Mein Bauch: mach‘s und denk nicht alles kaputt. Tasche packen. Ach, hätt ich gar nicht brauchen – Unterwäsche und Zahnbürste hätten auch gereicht. 

Zwei Stunden hin und genauso zurück. Dazwischen ein fremder Haushalt in den ich gekommen bin und in dessen Wohnzimmer mich die Bilder gefangen genommen haben. Zwei, leicht reservierte Frauen – auch deswegen, weil ich mal wieder überpünktlich zu früh war. Ich wollte schon das nächste Mauseloch nehmen. Dann ruft auch noch die Betreuerin der Junioren an; Carsten hätte noch nichts gegessen, seine PEG-Sonde ist ausgelaufen und gespuckt hätte er obendrein auch noch.

Meine innere Anspannung wuchs.

Abends waren wir in Erlangen essen. Nicht im urigen Pleitegeier, dafür im Hecht Pizza, Salat (echt, ich habe Salat gegessen!), danach Taschnudeln mit Birne, Käse und Salbeibutter. Einfach, ungekünstelt und so lecker.

Heute Vormittag mit Margrit noch im Buchladen. Ein Paradies ohne Schmotzetten und Liebesgedöns. Leider zu weit weg vom Dorf im wilden Süden …

… und dann zur Mittagszeit wieder Richtung Heimat – und jetzt merke ich erst, wie müde ich bin.

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Die Anspannung? Wann sie abgefallen ist, weiß ich nich. Sie war jedenfalls auf einmal weg.

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16:25 Uhr – keine Entwarnung an der Kerle-Front. Er kotzt weiterhin und isst nichts, nothing, niente, nada, nichts. Auf diesen Anruf habe ich schon mit Bangen gewartet. Ich bin schon drauf und dran in die Vulkaneifel zu fahren, um ihn abzuholen. Hoffentlich hilft meine Arzneiempfehlung und dem kleinen Mann geht‘s bald besser. Für alle Beteiligten eine blöde Situation! 

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