Kuddelmuddel

Nieren & Co

Als ich Anfang des Jahres im Krankenhaus lag, hatte ich unter anderem auch Nierenversagen und musste dialysieren. Das war nicht besonders schön und ich möchte das auch nicht wiederholen. Jetzt habe ich seit einiger Zeit Rückenschmerzen und meine Vermutung, dass das etwas mit den Nieren zu tun hat, hat sich leider bestätigt.

Woher meine Müdigkeit kommt und mein Frieren, weiß ich jetzt auch. Ich war beim Hausarzt! Es besteht kein Grund zur Sorge, aber ich sollte ausreichend trinken, meinen unteren Rücken schön warm halten, mich nicht unbedingt schonen, sondern viel spazieren gehen und Antibiotikum darf ich auch nehmen. Mein Doc meint, dass ich demnächst (wann hat er nicht genau gesagt) zum  Nephrologen gehen soll. Ich werde es tun. Sicher, ganz bestimmt. Aber erst mal möchte ich hier ‘den Laden am Laufen erhalten’. Ich bin schon stolz auf mich, dass ich überhaupt beim Arzt war …

Gedanken

traurig

Einen Freund habe ich heute im Hospiz besucht. Er hat geschlafen, friedlich und ruhig. Im Zimmer war so etwas wie Heiligkeit, aber auch ein Anflug von Aufbruch. Ich habe erzählt und erzählt, habe geweint und war plötzlich sehr still. Unser Freund hängt irgendwo zwischen Himmel und Erde, ist nicht mehr hier und noch nicht dort! Er lebt sein Leben in wachsenden Ringen. Ein anderer Freund aus sehr alten Tagen, von ihm habe ich erfahren, dass er die letzte Stufe erreicht hat. Zum Schluss, so hat mir seine Frau erzählt – kaum war ich zehn Minuten aus dem Hospiz daheim – musste er beatmet werden. Seine Rippen waren alle mehrfach gebrochen. Er war es, der uns damals Mut machte, Carsten auf eine Freizeit mit nicht behinderten stürmischen Jugendlichen zu schicken. “Petra, auch mit Glasknochen kannst du deinen Sohn nicht in Watte packen. Schau mich an, ich habe mir im Leben schon so viel gebrochen und ich bin immer wieder aufgestanden. Knochen heilen, aber ein verschenktes Leben, nur weil mal etwas brechen kann, ist ein vergeudetes Leben. Lass ihn fahren!” Mit dreizehn habe ich meinen Sohn fahren lassen und er ist mit tausend Ideen zurückgekommen. Übersprudelnd und glücklich!  Am Samstag ist der Freund über den Styx gefahren. Wahrscheinlich mit wachen Augen und sehr neugierig…