Wladimir ist nicht mehr da und Godot kommt sowieso nicht. In meinen Fieberträumen kriechen einmal wieder die Ameisen die Wände hoch, kichern und das Schwarze unter meinen Fingernägeln glitzert mit Grafitistaub …
Autor: piri
Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Im Autismus-Spektrum bin ich obendrein.
In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder.
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zwei von zwei
Jeder Mensch steht an einer Stelle dieser Welt, an der noch nie ein anderer vor ihm stand. | Hannah Arendt
Reich ist die Welt, in der ich lebe, vor allem an Tod und besseren Möglichkeiten zu töten. | Dorothee Sölle
Der Himmel ist wolkenlos leicht verschleiert. „Huste noch mal!“, verabschiedet sich der Kerle (rechtzeitig) in die Werkstatt. Der Plapperhamster Frieder – na, was macht er? – er quakt es nach und von mir kommt ein peinliches: „Schlaf gut.“
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14:45 Uhr – Die großen Themen gibt es hier nicht, besonders dann nicht, wenn in meinem kleinen Kosmos unterschwellig ein Ratschlag im Raum hängt, den ich nicht hören will. Hier gibt‘s keine Drabbles und keine Reisegeschichten, nichts vom Kino und kochen mag ich grad überhaupt nicht. Das allgemeine Weltgeschehen nervt mich und Timmy (der Wal) – darf er nicht in Ruhe sterben?
Der Gärtnernachbar guckt sich meine Wiese an und schüttelt nicht nur innerlich mit dem Kopf. Jedem Kraut wird bei ihm der Garaus gemacht – klinisch rein. Da ist so ein verwilderter Garten natürlich ein Schandfleck.
