Behinderung, Gedanken

Danke

Ja, es ist immer wieder notwendig, auch mal Dankeschön zu sagen! Gestern Abend ging es mir aus besonderen Gründen nicht sehr gut – beide Schultern schmerzten heftig und obendrein war ich etwas malade. Richtig gut gings mir also nicht! Aber was tun? Die Junioren mussten ins Bett! Die Pastorenfreundin kann mir nicht helfen, jemand professionelles auch nicht – viel zu kurzfristig! So habe ich kurzerhand eine Freundin aus dem übernächsten Nachbardorf angerufen und sie gefragt. Sie konnte kommen. Dafür bin ich ihr sehr dankbar. Es tut gut jemanden zu haben, der kommt, wenn man Hilfe braucht!

Gedicht, Kuddelmuddel

ich pfeif drauf

Auf das Mitgefühl pfeife ich, davon habe ich nichts und meine Junioren auch nicht!
Auf gute Ratschläge pfeife ich ebenso und
auf Dinge, die mir vorgelesen werden, aus Büchern, die mich nicht interessieren pfeife ich auf zwei Fingern.
Auf Maulereien, die ich mir anhören soll kann ich verzichten. Ob ich drauf pfeife? Sehr sogar!

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Rezept

Jage die Ängste fort
Und die Angst vor den Ängsten.
Für die paar Jahre
Wird wohl alles noch reichen.
Das Brot im Kasten
Und der Anzug im Schrank.

Sage nicht mein.
Es ist dir alles geliehen.
Lebe auf Zeit und sieh,
Wie wenig du brauchst.
Richte dich ein.
Und halte den Koffer bereit.

Es ist wahr, was sie sagen:
Was kommen muß, kommt.
Geh dem Leid nicht entgegen.
Und ist es da,
Sieh ihm still ins Gesicht.
Es ist vergänglich wie Glück.

Erwarte nichts.
Und hüte besorgt dein Geheimnis.
Auch der Bruder verrät,
Geht es um dich oder ihn.
Den eignen Schatten nimm
Zum Weggefährten.

Feg deine Stube wohl.
Und tausche den Gruß mit dem Nachbarn.
Flicke heiter den Zaun
Und auch die Glocke am Tor.
Die Wunde in dir halte wach
Unter dem Dach im Einstweilen.

Zerreiß deine Pläne. Sei klug
Und halte dich an Wunder.
Sie sind lang schon verzeichnet
Im grossen Plan.
Jage die Ängste fort
Und die Angst vor den Ängsten.

Mascha Kaléko aus: Die paar leuchtenden Jahre