Gedanken

Wellen

Trauer kommt in Wellen, Angst auch!

Ich muss etwas planen, die Geburtstagsfeier der Junioren,  und dafür muss ich mit mir fremden Menschen sprechen. Davor habe ich einen Wahnsinnsbammel. Atmen. Einatmen. Ausatmen. Dazwischen immer die Luft anhalten. Ausatmen nicht vergessen. Sich nicht von der Angst verrückt machen lassen. Der Körper braucht Sauerstoff, um denken zu können. Denken hilft. Gegen die Angst. Aber auch für die Angst! Einatmen. Ausatmen.

Meine Knie sind wacklig. Ich telefoniere. Spannung fällt. Wenn auch nur ein bisschen. Alles wird gut! Ich gehe durch die Angst und vergesse das Atmen nicht.

Gedanken

mein erster Gedanke

… nachdem die Junioren heute aus dem Haus sind: Auweh ist meine Brille dreckig!

Während ich gerödelt (ich weiß, das ist kein schönes Wort) habe, ist mir das nicht aufgefallen. Da hatte ich keine Zeit auch nur ans Brille putzen zu denken. Das Töchting hatte Sonderwünsche und wollte dann doch lieber das blaue T-Shirt anziehen und der Kerle meinte: „Also Kakao mag ich nicht, gibt‘s auch Cola?“ Alles Kleinigkeiten! 

Eigentlich ist der ganze Morgen Routine und wie erzählt man Routine? Ein Handgriff greift in den nächsten und ich brauche nicht mehr darüber nachzudenken was gleich kommt. Klo, wickeln, waschen, anziehen, was zu trinken geben, ermahnen, dass sie auch trinken, auf den Rollstuhl setzen, diskutieren über Anorak und Mütze, ob Schuhe oder nicht, was für Vesper und ob das Raumschiff mitsoll, oder doch lieber die CD. Der nervige Plüschhamster wird ausgeschaltet, muss aber unbedingt mit …

Da bleibt keine Zeit an eine dreckige Brille zu denken – bis ich merke, dass der Nebel nicht draußen ist, sondern direkt vor meiner Nase!

Gedanken

der Kerle und ich

… wir sind manchmal monothematisch unterwegs. Oftmals geht es um Behinderung, manchmal auch ums große Weltgeschehen. Aber das, was im Iran passiert, das ist Carsten zu brutal und Grönland, Ukraine, Uganda, Venezuela – nee, das überfordert mich. Ich habe eine sehr dezidierte Meinung dazu, möchte aber dies Blog einigermaßen Politikfrei lassen.