Gedanken, Kuddelmuddel, Musik

lazy sunday afternoon

Lazy – Ja, wir waren faul. Wir hatten Besuch von zwei skurrilen Männern aus dem Dorf. Sehr nette verschrobene Typen – einer mit Weihnachtsmannbart und einem sehr besonderen Humor, der meinem sehr ähnlich ist und den anderen hat er einfach mitgeschleift. Sehr rezent nach Gülle duftend, aber ein intelligenter Gesprächspartner. Ich habe einmal wieder feststellen können, dass Äußerlichkeiten völlig überbewertet werden. 

Übers Hornspielen, zu allgemein Musik machen und dabei Spaß haben sind wir zum Brexit gekommen, dadurch zur Schottischen Hochebene, auf die grüne Insel, zu Grönland, Trump, Alaska und zu den Bodenschätzen am Nordpol, zu den Wörtern der Inuit zu Schnee und schlussendlich zur heurigen Weinlese …

Kurzweilig schön – und mein Bauchweh ist viel weniger!

Behinderung, Familie, Gedanken

jede Überschrift wäre nichts wert

Und wenn du wüsstest,
dass du gesund werden könntest,
wenn du aufhörst,
dir Sorgen zu machen?

Würdest du es dann wagen,
diese Stimme in dir
zum Schweigen zu bringen?

Gestern Abend, als Carsten sich die Seele aus dem Leib gekotzt hat, da hätte ich mich gerne zu ihm gesetzt und ihm nicht nur den Kopf gehalten, sondern einfach mitgekotzt! Ich kann mir ungefähr vorstellen, wie es in seinem kleinen Magen zugeht. Meiner revoltiert genau so. Als ob ein großer Quirl ständig an die Magenwände stößt und danach wird die Maße um und um durchgeknetet. Unsanft, ohne Rücksicht darauf, dass das Behältnis viel zu klein ist und die Gärung, die dabei entsteht, sukzessive nach oben steigt und sich den Weg nach draußen bahnt. Mir ist übel. Ich habe verdammte Magenschmerzen. Auf den Magensäurehemmer reagiere ich allergisch. Meine Nase ist gleichzeitig verstopft und läuft. Ich habe tierische Kopfschmerzen. Vertrage keinen Kaffee, bin aber – weil ich die Nacht kaum geschlafen habe – hundemüde. Wenn ich schlucke, kommt der Brechreiz…

Wiebke klagt nun auch über Bauchweh, allerdings ist sie erstaunlich fröhlich und fit. Carsten hat gerade den Kopf hochgenommen und gleich wieder gewürgt. Wie wir die fünfstündige Fahrt in den Norden überstehen sollen, das weiß ich jetzt noch nicht. Ich zögere es hinaus. Doch zu spät möchte ich nicht fahren. Ich will in meiner Heimatstadt ankommen.

Nicht nur körperlich – und dazu brauche ich Zeit!