Gedanken, Kuddelmuddel

so oder so

Es war Nacht. In der Enge der Höhle war es bitterkalt, da halfen auch die unzähligen Decken und Eisbärfelle wenig – sie wärmten einfach nicht! Der Mann, an den ich mich kuschelte, legte liebevoll den Arm um mich, denn er spürte, mich machte das Geheule der Wölfe nervös. Sehen konnte ich sie nicht, aber ihre Anwesenheit war spürbar in dieser unendlichen Weite, da draußen im Winter. Wie nah waren sie schon an uns herangekommen? Was haben sie vor?

Ich habe Angst – aber haben diese Tiere nicht auch Angst?

Da schaut eins vorsichtig durch die Öffnung in die Höhle hinein. – Ich schreie!!! Verschreckt springt die Wölfin zurück und rennt in der Dunkelheit davon. Es war Nacht und mir war bitterkalt.

Manchmal bin ich die Wölfin, manchmal die zu beschützende Frau. Aber immer bin ich die, die Sehnsucht nach Geborgenheit hat. Denn auch die Wölfin, die sich vorsichtig an die Höhle gewagt hat, hat dies nicht ohne Grund getan. Vielleicht war sie nur die Leitwölfin, die für ihr Rudel einen sicheren Platz in einer geschützten Umgebung gesucht hat.

Familie, Gedanken, Kuddelmuddel

Glühweineinsamkeit | und ich steh dazu

 

Ich möchte so gerne einmal wieder einen Glühwein trinken – überhaupt Alkohol. Nur traue ich mich nicht. Dabei habe ich ein großes Bedürfnis mich zu betrinken. Doch wer versorgt dann die Junioren?

Außerdem macht es alleine keinen Spaß. So, wie manche Menschen jeden Abend aus Einsamkeit – übrigens darf das jeder machen, wie er will – sich die Hucke wegsaufen, so verkrieche ich mich im Schneckenhaus.

Aber wie soll ich auch raus? Meine Junioren kann und will ich nicht alleine lassen.