Kuddelmuddel

gefallen

Ich möchte ja gefallen, aber so dann doch wieder nicht! Bin mit einer vollen Kiste Cola gestürzt, drübergestolpert und habe mir diverse Prellungen an den verschiedensten Körperstellen zugezogen und obendrein im Brustbereich eine Rippe angebrochen. Also, lachen und husten ist ziemlich kontraproduktiv – tut nämlich weh!

Familie, Gedanken, Junioren, Kuddelmuddel

achter Januar

Selbstliebe meint, das eigene Leben nicht nach anderen Menschen auszurichten, sondern zu fragen: Wer bin ich? Was macht mich glücklich?

Still ist es im Haus. Auf der Straße rauscht der Verkehr. Seit der Lebensmittelmarkt keine 100 Meter von uns aufgemacht hat, ist die morgendlichen Ruhe lauter geworden. Für mich ist dieser Laden ideal. Mit den vorbeifahrenden Autos kann ich leben.

Eigentlich wäre ich jetzt schon einkaufen, werde es auch gleich tun – vorher noch einen Kaffee! Ohne diesen beginnt kein Tag. Ohne diesen bin ich nicht wach.
Stimmt nicht! Sobald ich aus dem Bett bin, funktioniere ich. Maschinen tun das, ich bin keine Maschine. Möchte das auch nie sein! Wir sind Menschen mit Gefühlen und so hoffe ich, nehmen wir Rücksicht aufeinander.

Ich schweife ab, wollte doch vom Tagesstart erzählen und sollte mich nun langsam sputen, um Milch, Käse und andere Köstlichkeiten des täglichen Bedarfs zu holen. Das alles bevor hier der •normale• Alltag beginnt…

Gedanken, Kuddelmuddel

bis auf Weiteres

Bis auf Weiteres sind die Kommentare hier im Blog geschlossen.  Ich mag nicht mehr! Mich macht es mürbe, immer und immer wieder Hasskommentare von derselben oder sehr ähnlichen IP-Adresse löschen zu müssen. Ich mag sie auch nicht mehr lesen, denn leider ist es so, dass auch sogenannte normale Kommentare in Spamordner landen und diese möchte ich natürlich nicht löschen. Sicherlich gibt es Möglichkeiten, solche Menschen auszusperren. Mir persönlich ist das zu aufwendig. Es gäbe die Option sich hier anzumelden (im Blog), aber wer tut das schon? So lasse ich in nächster Zeit einfach keine Kommentare zu. Wer mir etwas schreiben oder sagen möchte, wird Wege finden. Vermutlich wird diese Wege auch der- oder diejenige finden und dann werde ich Konsequenzen ziehen und das Blog löschen.

Was habe ich nur getan, dass jemand so einen Hass auf mich hat? Kann mich dieser Mensch nicht einfach in Ruhe lassen? Ich habe, weiß Gott, andere Dinge zu tun, da möchte ich mich nicht auch noch über solche Hasssachen aufregen. Und aufregen tun sie mich. Ja, da trifft jeder Spamkommentar bei mir voll ins Schwarze – tut weh und nagt und nagt an meinen Selbstbewusstsein.

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Es ist sehr komplex! Mir scheint, autistische Menschen sind generell sehr komplex und wenig durchschaubar oder doch durchschaubar – aber vor allem leicht verletzbar. Nur ist es nicht immer klar zu sehen, was sie verletzt! Dabei ist es einfach! Autisten mögen Ehrlichkeit! Wirklich – Ehrlichkeit verletzt mich nicht, auch dann nicht, wenn ich angegriffen werde. Ich brauche aber auch Bestätigung und wenn ich sehe, wie manche Leser in anderen Blogs liken und bei mir nicht, dann denke ich, dass das, was ich schreibe, furchtbar schlecht ist. Wenn dann aber (sogenannte) Leser einfach durchklickend liken, dann kratzt das genauso an meinem Selbstwertgefühl!

Fortsetzung folgt …

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Nachtrag am Samstag um 9:23 Uhr: Wie lange ich durchhalten kann, dass die Kommentare geschlossen sind, weiß ich nicht. Sind diese doch das Salz in der Suppe. Aber man kann damit eben auch das Essen völlig ungenießbar machen. Vielleicht lasse ich sie morgen schon wieder moderiert zu!

Behinderung, Gedanken, Kuddelmuddel

PEG

Das muss ich erzählen, denn es ist schön. Noch lange kein Happy End, aber nicht mehr diese große Angst. Die Angst, dass mir der Kerle vor Augen verhungert! Diese Entscheidung, eine PEG-Sonde legen zu lassen, war richtig. Sie nimmt mir den Druck raus, wenn auch mit der PEG nicht alles gleich gut ist. Es gibt immer noch Phasen, in denen ich zittere – besonders, wenn der Kerle unvermittelt anfängt zu husten. Oder, wenn das Töchting weint, weil sie das eine oder andere nicht essen bzw. trinken mag. Unser Leben ist nicht normal, wird es nie sein! Essen wird immer ein Thema bleiben, schon deswegen, weil man essen muss. Dabei mögen beide Junioren gerne ausgefallene Sachen – nur kann ich im Voraus nicht sagen welche. Kann sein, dass ich genau das verkehrteste anbiete. Da unterscheiden sie sich nicht von Kindern. Sie sind nur keine Kinder mehr. Das macht es kompliziert. Ich will und darf nicht über ihre Köpfe hinaus bestimmen, muss und will respektieren, dass sie einen eigenen (starken) Willen haben, der berechtigt ist. Ich muss aber auch dafür sorgen, dass sie gut versorgt sind. Ich muss Entscheidungen treffen, die nicht immer Wohlwollen hervorrufen. Frust gibt es auf allen Seiten. Zumindest ist der Kerle ernährungsmäßig sicher. Er wird nicht verhungern.

Nicht genug Nahrung zu bekommen, schwächt nicht nur den Körper. Auch die kognitiven Fähigkeiten leiden. Der Kerle war geistig überhaupt nicht mehr fit, er war, gelinde gesagt, völlig von der Rolle. Jetzt fragt er wieder. Jetzt redet er wieder. Jetzt interessiert er sich wieder für Politik. Jetzt wird es wieder anders anstrengend. Die PEG legen zu lassen, war eine der besseren Entscheidungen, die ich im letzten Jahr getroffen hatte.