nun denn

Mein Rattentattoo nimmt Gestalt an! Der Entwurf steht, die Unterschriften der Junioren stehen noch aus und für einen finalen Tätowierer habe ich mich auch noch nicht entschieden. 

Warum mache ich so ein Bohei daraus? Weil ich total aufgeregt bin. Hab ich keine anderen Probleme? Ganz viele, aber ich möchte meinen Fokus auf anderes lenken. Nicht immer nur Sorgen knabbern. ‚Normal‘ (in Anführungsstrichen) sein.

Heute Gleich lasse ich mir Lidstriche – oben und unten – tätowieren. Permanent-Make-Up! Wenn ich das aushalte, dann kann ich alles …

Stöckchen

1. Welches war dein erstes Stofftier und was verbindest du damit? 

Meine Teddiline – ich habe sie zu meinem ersten Weihnachten bekommen und ich besitze sie heute noch. Jahrelang konnte ich kein Weihnachten ohne sie feiern, sie musste immer dabei sein.

2. Wie stelltest du dir als Kind dein Erwachsenenleben vor?

Gar nicht! Jedenfalls habe ich daran keine Erinnerung. Dass es Arbeit ist, wusste ich. Hab es ja in meinem Umfeld gesehen …

3. Warst du ein eher leises oder eher lautes Kind?

Sowohl als auch. Ich konnte mich unsichtbar machen und war oft allein, war stundenlang im Wald zum Sinnieren. Als ich lesen konnte, oft in ein Buch vertieft …

4. Gab es etwas in deiner Kindheit, das du heute sehnsüchtig vermisst?

Die freien Stunden bevor ich mich um meine kleine Schwester kümmern musste. Zeit für mich ganz allein. Ich möchte noch einmal klettern in den Felsen, oben stehen und die Unendlichkeit spüren.

5. Welches Verhältnis hattest du als Kind zu Musik?

Kein großes, mein Vater konnte Radio spielen und meine Mutter hat gesungen wenn sie glücklich war. Ich habe auch gesungen, aber still!

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Dies Stöckchen kommt von der Kaltmamsell, aber gefunden habe ich es auch schon woanders, wo ich heimlich mitlese. Zum Beispiel hier oder hier oder da und dort.

5 Minuten Pause

Zwischen den Junioren aus dem Haus schicken, Betten abziehen, Frühstück machen, den Kerle baden und beide anziehen – ach ja, die Waschmaschine habe ich auch gefüllt – bleiben mir 5 Minuten! Gleich muss ich zur Krankenkasse, Getränke holen, einkaufen, Straße und Gehweg fegen, zur Physiotherapie und danach die Waschmaschine ausräumen. Die Betten beziehen, die Helferin abholen, und danach ist Spielnachmittag angesagt. Spielenachmittag fällt aus – Helferin verhindert!

Es war ein reines Kuddelmuddel heute Morgen. Das Töchting hatte in jedem Satz ein anderes Thema. Der Kerle wollte mir ein Flugzeug erklären. Er wollte mir erklären, wohin er damit fliegen wollte – nach Sylt. Dann wollte meine Tochter kein Vesper mitnehmen und dann doch wieder mit und dann doch wieder nicht mit. Der Kerl hat nichts getrunken. Mein Kaffee ist auch kalt …

Ich müsste mich dreiteilen: Ein Teil möchte sitzen bleiben, ein Teil geht aushäusig und macht den Behördenkram, und der dritte Teil macht im Haus KlarSchiff.

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Los ran, die Arbeit macht sich nicht von alleine! Fortsetzung folgt …

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13:25 Uhr – Die Sonne scheint, die Straße bekomme ich nicht sauber, weil der Sohn des Nachbarn mit dem klinisch reinen Garten mir die Blätter fein säuberlich an die Grundstücksgrenze geschoben hat und das Häufchen der Haufen zusammengepeppt ist.  Mittelprächtig genervt bin ich ob der Tatsache. Jetzt machen die beiden Herren einen großen Bogen um mich – soll mir recht sein.

Ob ich noch schnell nebenbei meine Haare wasche? Vielleicht vorher was essen – übriggebliebene Kürbissuppe mit nem Würstchen drin!

13:59 Uhr – Es ist still, nur das Grundrauschen im Ohr. Ich gucke aus dem Fenster und sehe sie staubig. Wer ruft für mich den Fensterputzer an? Ich trau mich nicht. Stille ist nicht gleich Stille – obwohl das hier ein Dorf ist, ist‘s nie ruhig!

2 Sekunden später – Es ist schon komisch – oder bin ich es gar? Jedenfalls habe ich zu einigen Menschen ein positives Verhältnis, während andere, wenn ich sie nur sehe, mich granatenmäßig nerven. Die pingelige Nachbarin fegt ihren Gehsteig mit dem Stubenbesen.

15:47 Uhr – Eine Fontäne hat gesprudelt. Der Kerle hat gekotzt – aus Mund und Nase, im Auto, auf den Sitz, in den Fußraum – er selbst musste komplett umgezogen werden. Ob mein Puls heute noch mal unter hundert fällt?

18:07 Uhr – Carsten redet ohne Punkt und Komma als wäre nie etwas geschehen. Er fliegt immer noch einmotorig, jetzt aber nach Berlin!

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