Alltag, Gedankenchaos

ein Schatten meiner selbst

Schatten einer Glaseule

Manche Menschen wissen sehr genau wie sie mich treffen können, andere treffen unverhofft und nicht minder heftig. Eigentlich war ich der Meinung, ich könnte darüber stehen, aber dem ist nicht so. Es kommt ein Satz, ein Wort, ein Seitenhieb, manchmal reicht sogar ein Blick und ich bin ein Schatten meiner selbst. Ein Mensch tut mir weh und für eine ganze Weile liegt mein mühsam aufgebautes Selbstwertgefühl in Scherben. – Gut gemacht, Ziel erreicht! – Aber was hat der oder die Peinigerin davon? Hilft es ihr? Baut es ihr Selbstwertgefühl auf? Ich möchte diese Menschen bitten, mich zu ignorieren; sucht euch andere Opfer. Oder besser noch zieht erst einmal den Stachel aus eurem eigenen Auge.

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Heute Morgen habe ich um einiges länger gebraucht mein Bauchweh zu beruhigen. Statt zehn Zentimeter über der Erde schwebe ich nun nur noch fünf. Das macht’s nicht besser – aber ich falle nicht so tief!

Behinderung, Gedankenchaos

viel Schokolade

Schokolade

Viel zu viel und hilft auch nicht gegen zehn-Zentimeter-über-dem-Boden-schweben, schon gar nicht gegen undefinierbaren Bammel. Schmeckt gut. Dunkle Schokolade in heißen Kaffee getunkt, dazu ein Tomatenbrot ist einfach geil.

Viel Schokolade weckt auch Erinnerungen an Kindertage, als gute Schokolade Mangelware war. Nur die Tante Kleinsorge hatte immer welche. Sie forderte aber auch, dass man dann mindestens eine lange Weile bei ihr sitzen und ihren Zigarettendunst, die ollen Lieder und ihr immergleiches Gerede ertragen musste.

Schokolade ist meine Nervennahrung  – ersetzt dennoch keinen Gesprächspartner. Ein großes Manko pflegender Angehöriger. 

Gedankenchaos, Junioren

was für eine Nacht

Nachts ist es dunkel.

Nachteule und Lerche unter einem Dach – der Kerle hat um halb zwölf noch Rennen zu fahren, das Töchting singt um fünf fröhliche Kauderwelschlieder.  

Nachdem mein Sohn endlich in Morpheus Armen lag, war im anderen Zimmer Alarm angesagt: „Mama,“ klang es kläglich: „ich falle aus dem Bett!“ Es war ein Bild für die Götter, Füße und Oberkörper mit dem Leintuch zugedeckt, der Po splitterfasernackt hingt über der Bettkante. Sanft wollte ich mein Töchting wieder in die Mitte schieben, sie korrekt zudecken und endlich selbst schlafen gehen, da fing sie an zu erzählen: Ein kleiner Maulwurf hat ihr die Zudecke weggezogen und sie mit seinen Grabeschaufeln, wie ein Bagger, von der Matratze schieben wollen … STOP – ich wollte ins Bett!

Um halb zwei hing sie wieder halb aus dem Bett, diesmal tief und fest schlafend. Der Kerle grunzte nur und ließ sich bereitwillig umdrehen. 

Kaum war ich wieder im eigenen Bett, der Podcast mit Robin Gosens war allerdings so interessant, dass ich hellwach lauschte, kam aus Carstens Zimmer ein ohrenbetäubender Lärm. Spielautos flogen und es hörte sich nach einem Kampf an. Hast du nicht gesehen? Ich lief stolpernd die Treppe hoch und versuchte zu retten, was zu retten war. Die außerirdische Armee hat wieder zugeschlagen und wollte den Kerle entführen. Auch er wollte mir die ganze Geschichte erzählen … STOP – ich muss ins Bett!

Ja, und dann ist das Töchting freudestrahlend um fünf wach geworden, wollte aufs Klo, was zu trinken und Musik wollte sie auch hören. Den Kerle habe ich um zwanzig nach sieben aus dem Bett geschält. Komisch, wenn der wach ist, ist der wach – egal wie wenig er gepennt hat.

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So ganz außergewöhnlich ist das allerdings nicht – manche Nächte sind eben so!