Vielleicht
verstecke ich mich,
nicht um allein zu sein.
Sondern weil ich hoffe,
dass jemand sich die Zeit nimmt,
mich zu finden –
so, wie ich bin.
© petra ulbrich
Vielleicht
verstecke ich mich,
nicht um allein zu sein.
Sondern weil ich hoffe,
dass jemand sich die Zeit nimmt,
mich zu finden –
so, wie ich bin.
© petra ulbrich
Es gibt eine Einsamkeit, die entsteht, obwohl man so selten allein ist. Oder gerade deswegen!
Mein Alltag dreht sich rund um Pflege, Termine und Verantwortung für zwei schwerstmehrfach behinderte Junioren – und dabei verliere ich mich selbst oft aus dem Blick. Ich trage mit meiner großen Liebe zwei Junioren durchs Leben und denke nur im Verborgenen still an meine Traurig- und Einsamkeit.
Liebe ist manchmal schwer!
Trotzdem stehe ich jeden Morgen immer wieder auf, pflege, ver- und umsorge den Kerle und das Töchting und kämpfe für sie. Dieser Mut, diese Kraftanstrengung – ich weiß darum – wird mit Liebe vergolten. Aber an manchen Tagen bin ich dennoch traurig und allein.
Ich höre Trauriges, damit die Traurigkeit ein Bushäuschen hat, in dem sie sich unterstellen kann.
Nein, nein, nein, mir geht es gut! Ich mag nur grad die momentane Musik nicht hören …
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