Zwischen den Junioren aus dem Haus schicken, Betten abziehen, Frühstück machen, den Kerle baden und beide anziehen – ach ja, die Waschmaschine habe ich auch gefüllt – bleiben mir 5 Minuten! Gleich muss ich zur Krankenkasse, Getränke holen, einkaufen, Straße und Gehweg fegen, zur Physiotherapie und danach die Waschmaschine ausräumen. Die Betten beziehen, die Helferin abholen, und danach ist Spielnachmittag angesagt. Spielenachmittag fällt aus – Helferin verhindert!
Es war ein reines Kuddelmuddel heute Morgen. Das Töchting hatte in jedem Satz ein anderes Thema. Der Kerle wollte mir ein Flugzeug erklären. Er wollte mir erklären, wohin er damit fliegen wollte – nach Sylt. Dann wollte meine Tochter kein Vesper mitnehmen und dann doch wieder mit und dann doch wieder nicht mit. Der Kerl hat nichts getrunken. Mein Kaffee ist auch kalt …
Ich müsste mich dreiteilen: Ein Teil möchte sitzen bleiben, ein Teil geht aushäusig und macht den Behördenkram, und der dritte Teil macht im Haus KlarSchiff.
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Los ran, die Arbeit macht sich nicht von alleine! Fortsetzung folgt …
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13:25 Uhr – Die Sonne scheint, die Straße bekomme ich nicht sauber, weil der Sohn des Nachbarn mit dem klinisch reinen Garten mir die Blätter fein säuberlich an die Grundstücksgrenze geschoben hat und das Häufchen der Haufen zusammengepeppt ist. Mittelprächtig genervt bin ich ob der Tatsache. Jetzt machen die beiden Herren einen großen Bogen um mich – soll mir recht sein.
Ob ich noch schnell nebenbei meine Haare wasche? Vielleicht vorher was essen – übriggebliebene Kürbissuppe mit nem Würstchen drin!
13:59 Uhr – Es ist still, nur das Grundrauschen im Ohr. Ich gucke aus dem Fenster und sehe sie staubig. Wer ruft für mich den Fensterputzer an? Ich trau mich nicht. Stille ist nicht gleich Stille – obwohl das hier ein Dorf ist, ist‘s nie ruhig!
2 Sekunden später – Es ist schon komisch – oder bin ich es gar? Jedenfalls habe ich zu einigen Menschen ein positives Verhältnis, während andere, wenn ich sie nur sehe, mich granatenmäßig nerven. Die pingelige Nachbarin fegt ihren Gehsteig mit dem Stubenbesen.
15:47 Uhr – Eine Fontäne hat gesprudelt. Der Kerle hat gekotzt – aus Mund und Nase, im Auto, auf den Sitz, in den Fußraum – er selbst musste komplett umgezogen werden. Ob mein Puls heute noch mal unter hundert fällt?
18:07 Uhr – Carsten redet ohne Punkt und Komma als wäre nie etwas geschehen. Er fliegt immer noch einmotorig, jetzt aber nach Berlin!