schreiben

Wenn ich nicht schreiben könnte, würde ich vielleicht krank. Sicher ist: Ich brauche es. Und es braucht wohl auch mich …

Heute schreibe ich, weil ich schreiben will, einfach so. Wort für Wort drauflos. Ohne Sinn und Verstand.

Heute schreibe ich, um mir zu beweisen, dass ich es kann.  

Heute schreibe ich, weil ich gemerkt habe, dass meine Selbstzweifel überhand nehmen, weil ich denke, ich kann nicht mehr schreiben.

Heute schreibe ich, weil ich aufschreiben möchte, dass die letzte Zeit Scheiße war und mir das gar nicht gefällt. Drama ist nicht gut, aber Drama kann ich.

Heute schreibe ich, weil das völlig egal ist, denn an manchen Umständen kann ich nichts ändern. 

Ich schreibe auch, um mir ein Lächeln abzuringen, hatte ich doch in letzter Zeit wenig zu lachen. Wenigstens lächeln und dem Leben trotzen.

Heute schreibe ich, weil ich es kann. Vielleicht schreibe ich auch um es der Angst zu zeigen, der Unsicherheit entgegen und auch ein bisschen aus Langeweile heraus.

Heute schreibe ich auch, damit hier was steht. 

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11:55 Uhr – erklär mir einer WordPress und die Like-Button und den Reader!🐦‍⬛

ein willkommenes Mittagessen

Wenn’s auch kein Sonntagsessen war, ich brauchte mich nicht in die Küche stellen um zu kochen!
Zwei Tassen Kaffee und immer noch hundemüde.
An Schlaf habe ich gedacht, aber wer guckt nach und versorgt die Junioren?
Eis ist alle – und heute ist Sonntag. Hier im Dorf gibt es keine Eisdiele.
Der Fernseher flimmert, aber es guckt niemand. Alle zu träge, um die Fernbedienung zu suchen.

Morgen ist Montag. Der Kerle will in die Werkstatt!

nächtliches Warten

Seit 22:00 Uhr ist der Kerle mal wieder mit Freifahrtschein unterwegs. Diesmal ins heimische Krankenhaus und diesmal ist es mir nicht möglich, ihm hinterherzufahren, denn das Töchting hat noch nicht geschlafen. Als sie das endlich tat, haben meine Beine gezittert wie Espenlaub, ich habe mir verboten, Auto zu fahren. Wer weiß, welchen Zaun, Baum oder ähnliches ich umgefahren hätte. 

Der tapfere kleine Mann musste alleine in die Notaufnahme. Das gleiche Spiel wie am 2. Juni, die gleichen Symptome – Erbrechen, Brustschmerzen mit Stechen zwischen den Rippen und dem linken Schultergelenk. Die Notfallsanitäterin  vermutet (wie ich auch) ein Rezidiv. Carsten hat starke Schmerzen und er ist nun schon sehr lange weg. Meine Unruhe steigt ins Unermessliche. Ich habe keine Telefonnummer, an die ich mich wenden kann. Eigentlich warte ich darauf, dass sie Carsten wieder bringen, aber nichts geschieht. 

Inzwischen bin ich hundemüde, kann aber nicht schlafen. Das Kopfkino rattert. Wann hört das endlich auf? Wann ist mal genug? Wer will mich testen? Naja, der verliert! Wenn es um meine Kinder geht, werde ich Löwin. Die Ungewissheit macht mir dennoch Angst. Dass ich nichts machen kann, lässt mich verzweifeln. Mein Käfig ist klein, ich renne an den Gitterstäben entlang. …

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09:04 am nächsten Morgen: der Kerle ist ca. 04:00 Uhr heimgebracht worden. In bester Laune, schäkernd mit den Sani-Fahrerin, aber auch mit einem Rippenbruch. 

Das Töchting ist hellwach, ich könnte im Stehen einschlafen, der Kerle liegt und pennt.

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