Gedicht

Atmen

Ich atme tief ein und wieder aus.
Ein die Hoffnung –
Aus die Angst!

Lange habe ich gewartet
und ich bin weiter gegangen
als ich glaubte, gehen zu können.
Und ich suche noch den Weg,
Meinen Weg!

Und ich atme tief ein und wieder aus.
Ein den Glauben –
Aus den Zweifel!

Ich habe sie erfahren,
kurze Momente vollkommenen Glücks,
aufgehoben sein, sich sicher fühlen.
Nur leider – sie bleiben nicht.

Und ich atme tief ein und wieder aus.
Ein die Liebe –
Aus das Alleinsein!

Ich verstehe es noch nicht –
wie weit muss ich noch gehen,
reisen, um endlich anzukommen?
Ist der Weg immer das Ziel?
Braucht man nur viel Geduld und Zeit?

Und ich atme tief ein und wieder aus.
Ein die Zuversicht –
Aus die Erschöpfung!

Gib mir die Kraft, zu atmen!

Wenn ihr wollt, könnt ihr uns gerne etwas in den imaginären Hut werfen! Wir träumen immer noch von einer Reise nach Paris oder an die Ostsee und hoffen auf eine Freizeitbegleitung. Carsten lernt jetzt Ukulele  – auch da hätte er gerne eine “richtig gute”!

 

Gedanken

Gedankenkreise

Meine Gedankenkreise ziehe ich heute lieber woanders. So, wie draußen der Bagger Erdschicht für Erdschicht abträgt, um ein gutes Fundament zu machen, will ich, um an die Ursache meiner Ängste zu kommen, auch den Seelenmüll ausgraben. Das, was gut ist, lege ich behutsam zur Seite – der Rest muss weggeworfen werden. Nur leider nützen mir dabei blaue Säcke nicht auch nur irgendetwas.

Gedanken, Kuddelmuddel

Pur

… klingt durchs Haus! Die Junioren sind voll Musik – mir geht es gut damit. Was sagt der Kölner Volksmund? Mer muss och jünne künne! Das kann ich gut. Wenn dann noch die Herrschaften nach Hause kommen und sind rundum glücklich – Herz, was willst du mehr? Vielleicht mitgegangen sein! Nicht wegen Pur, die interessieren mich nicht wirklich, es ist nicht unbedingt meine Musik. Auch wenn die Texte inhaltsreicher geworden sind.

Eins habe ich heute Nacht gelernt, als ich bei der Elternschule hängen geblieben bin. Es sind, in diesem Film, zwar kleine Kinder, die nicht essen, Trotzphasen haben und mehr, damit ihre Familien tyrannisieren – meine Junioren tun das nicht, aber eins ist hängen geblieben: Nur wenn es mir gut geht, kann es ihnen auch gut gehen. Nicht andersrum! Es gibt hier keinen Boss, wir sind ebenbürtig. Schlussendlich bin ich der Entscheider!

Heute Nacht ist mein Trauerprozess einen Schritt weiter gekommen – wie, was, wann, weshalb, wieso erzähle ich nicht. Aber es betrifft nicht nur MamS. Die Familie, die weit weg ist, ist weiter weggerückt und es fühlt sich ehrlich an …