Als begnadete Brillenträgerin – weil ich sonst in der Nähe nur noch bunte Masse sehe – habe ich diese fast ständig auf dem Kopf. Manchmal auch auf der Nase. Heute Nachmittag habe ich doch tatsächlich Kopfschmerzen bekommen. Okay, hab ich gedacht, Erkältung kommt. Zumal meine Nase rinnt!
Aber dann habe ich doch mal das Designerstück abgenommen und gegen das Licht gehalten. Oh menno, muss ich mich jetzt schämen?
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Ohne meine Brille bin ich nichts. Tappe in jedes Fettnäpfchen. Sehe den Dreck nicht und auch nicht die Wasserlachen. Höre nur die Vögel singen. Und dann patscht auch noch die kleine Schokoladenhand darauf. So verschmiert kann ich die Welt ausblenden. Ich setze die Brille ab. Die Schlieren lichten sich, alles verblasst. Ich putze sie. Setze sie wieder auf die Nase. Bunt wird die Welt und hell und klar, so wie sie immer war. Ich seh nichts rosarot, aber auch nicht grau in grau. Ich seh das Leben – meins!
Diese Frage überraschte mich heute Morgen beim Bäcker: