Identifikation oder Zugehörigkeit

Identifikation bezeichnet das Erkennen, Zuordnen oder Sich-Verbunden-Fühlen mit einer Person, Gruppe, Idee oder Aufgabe. Das Wort stammt vom lateinischen identificare („gleichmachen“, „gleichsetzen“) und bedeutet sinngemäß, etwas oder jemanden mit sich selbst oder einer Vorstellung gleichzusetzen.

Zugehörigkeit ist das Gefühl, Teil einer Gruppe oder Gemeinschaft zu sein und dort Anerkennung und Akzeptanz zu finden. Sie stärkt Identität, Selbstwertgefühl und Wohlbefinden.

Als pflegende Angehörige suche ich eine Gruppe. Als Bloggerin suche ich eine Gruppe. Mein Nachteil – ich sehe es allerdings nicht so – ist, dass mein/unser Leben komplex ist. Miteinander verstrickt und nicht zu trennen. Schon ich, als einzelne Person bin für manche Menschen zu vielschichtig, nicht greifbar, nicht begreifbar. Dennoch habe ich das Bedürfnis irgendwo dazuzugehören. Zudem bin ich obendrein noch neurodivergent. Die Junioren haben eine sehr seltene Behinderung, aber es wäre im Blog völlig egal welche Behinderung sie haben, wir wären in jedem Fall Exoten. 

Gerade dem Kerle fehlt das Verbundenheitsgefühl. Ich kann es so nachvollziehen, war ich Zeit meines Lebens Außenseiter und habe mich die ganze Zeit bemüht Verständnis zu wecken. Auch, indem ich von mir/uns erzähle. Es ist bloß so, dass wenn man sich nicht gleich fühlt, keine Zugehörigkeit zu einer Gruppe erwirkt. Es frustriert immer am Rand zu stehen. Die Schuldfrage stellt sich nicht. Es ist eher eine Interessensfrage und auch etwas Neugier. Will ich wirklich was erfahren vom Blogbetreiber, oder will ich mich nur unterhalten lassen?

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Im Übrigen war das heute ein sehr anstrengender Tag …

was ich so tu, wenn ich nichts tu

Nebenbei mal eben das Töchting aufs Klo setzen. Schnell aus dem Bett heben – wirklich schnell, weil‘s eilig ist, um dann leider leicht tröpfeln im Bad anzukommen.
Ein Symphonykonzert hören – aber bitte nicht so laut, weil die Junioren noch schlafen wollen.
„Mama, ich brauche einen Kakao!“ Okay, geht ja schnell – währenddessen ist mein Kaffee kalt. Ich mag sowieso nicht mehr so gerne Kaffee!
Die Nagelfeile ist abgerieben, aber die Fingernägel haben es nötig.
Mein Blick geht nach rechts, da liegen die Ärmelbündchen für des Kerles Anorak. Notiz an mich: dringend annähen!
„Maaaama, ich habe den Kakao ausgeschüttet!“
„Könnt ihr nicht ein bisschen leiser sein, ich will noch schlafen!“
Die Freundin geht heute auf einen Brunch. „Komm doch mit.“ „Wie denn?“ „Ach so, ja …“
Kurz war ich traurig und dann kam die Vernunft wieder durch.

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Es gibt einen Satz, den hasst jede*r pflegende Angehörige: „Du musst auch mal an dich denken!“

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