“Wie geht es dir?“ Tja, was soll ich da antworten? Mein Infekt fährt Aufzug: Von der Lunge (mit Hustenanfällen), über Halsweh in die Nasennebenhöhlen, rauf bis in die Stirn (mit Druckkopfschmerzen) zurück in die Lunge. Überall bleibt ein bisschen was hängen und nichts kuriert sich richtig aus. Ansonsten geht‘s mir gut und solange die Junioren morgens in der Werkstatt sind, habe ich (fast) alle Ruhe der Welt …
Kategorie: Alltag
Bücher und Kruscht
Ich habe es aufgegeben etwas zu planen und den Plan dann auch noch auszuführen. Denn während ich den ersten Plan noch nicht einmal vollständig durchdacht habe, reift der nächste schon im Hinterstübchen.
Auf dem Wohnzimmertischchen liegt nicht nur die Geburtstagspost und das Gästebuch, nein, auch noch ein Buchschuber, den ich mir gekauft habe, weil ich Narnia unbedingt noch einmal lesen möchte. Die alten Bücher habe ich nicht mehr gefunden.
Dafür bei meiner Aufräumaktion festgestellt, dass mich die Putzdame vom vergangenen Sommer beklaut hat. Ich schreibe das als blöde Erfahrung ab, denn jetzt erinnere ich mich weder an ihren Namen, noch kann ich ihr nachweisen, das sie eine Diebin ist.
Der Kerle guckt Olympische Winterspiele, das Töchting hat sich in ihr Zimmer verzogen und liest ihren Kuscheltieren Bilderbücher vor. Ich darf alleine Gemüse schneiden und habe deswegen beschlossen Dhal zu machen. Nebenbei habe ich Gelegenheit in Fantasiewelten abzutauchen.
Wintertag ohne Schnee
Kalt ist es. Den Junioren viel zu kalt und mir auch. Sehr gerne würde ich mich einfach in mein Bett legen, mir die Decke über den Kopf ziehen und schlafen. Nebenbei Podcast hören, eventuell Minna bitten, mir etwas zum Trinken zu bringen und nur aufstehen, wenn es unbedingt nötig ist.
Stattdessen bin ich um halb sechs aus den Federn geschlüpft und hab mein Tagwerk begonnen. Morgenroutine, mit Junioren anziehen etc. pp. Wiebke habe ich gerade noch vor dem Ertrinken gerettet – wäre ich zwei Minuten später gekommen, das Bett wäre pitschnass gewesen.
„Winter ist blöd. Da muss man so viel anziehen!“, greint Carsten und das Töchting weigert sich eine Mütze aufzusetzen. Zum einen hat sie Angst, dass ihr schöner Zopf verwuschelt und zum andern kratzt – meint sie – ihre feine Angoramütze. Es bewahrheitet sich einmal wieder der Spruch: Wer schön sein will, muss leiden!
Die Straßen sind glatt. Ich lasse das Auto stehen, gehe zu Fuß zum Zahnarzt und zeig ihm meine schmerzende Zunge. „Sie haben eine klassische Landkartenzunge, machen kann man da wenig.“ Wusste ich schon, hat mir mal ein Zahnarzt gesagt, da war ich sechzehn, er fand es interessant, ich nur lästig. Momentan schmerzt die Zungenspitze, es brennt höllisch. Hat wohl auch was mit der juckenden Nase und dem Kopf zu tun.
∙∙∙∙∙
Halb zwölf Uhr Mittag: Rechts neben mir liegt ein Buch und links vor mir ein Berg Wäsche, der zusammengelegt werden muss, mein Magen knurrt und Durst habe ich auch. Ich kann/will mich nicht entscheiden und mache die Augen zu, greife mir die alte Kuscheldecke und penne eine Runde …