Behinderung, Familie, Gedanken

jammern, meckern und hören

Mir wurde gesagt, dass ich zu viel jammere, zu viel meckere und dass mein Glas nur halbvoll für mich erscheint. – Das käme so an. Ich würde negativ erscheinen! Ich habe Menschen, die mir nahe sind, meine Situation geschildert. Meiner Meinung nach ziemlich neutral und laut 4 Ohren-Modell sachlich. Ich habe nicht bedacht, dass meine scheinbare Sachlichkeit ganz anders aufgefasst werden kann, ganz anders gehört wird. Ich habe nicht mit den Menschen geredet, auch jetzt kann ich es nicht.Was passier bei einer Abfuhr …

… ein Dilemma!

 

Gedanken, Junioren

langsam gehen mir die Überschriften aus

Die Welt möchte dich so, wie du bist und nicht, wie du denkst, sein zu müssen.

Ich erfahre gerade sehr viele positive Rückmeldungen. Auch, und vielleicht sogar deswegen, weil ich mich nicht verbiege. Die wenigen Menschen um uns herum zeigen mir, dass sie mich und die Junioren mögen. Es tut gut! Weniger gut ist, dass meine Schmerzen von der angebrochenen Rippe kommend eher schlimmer, denn besser werden. Ausgebremst bin ich, ausgebremst habe ich mich selbst, indem ich blöderweise über einen kleinen Stein gestolpert und auf einer Getränkekiste gelandet bin. „Mama, das hättˋste auch lassen sollen!“ Weiß ich jetzt auch! 

Ich lese. Lese ein Buch mit einem Bandwurmtitel mit blauem Kleid und Fenster im Abendlicht. Der Roman gefällt mir. Dann lese ich vor. Nach wie vor Bücher von kleinen Hexen, aber auch welche von Detektiven und Onkel Einar. 

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Wiebke muss aufs Klo – das wird eine Herausforderung. Aber meistern werde ich auch das …

Asperger Syndrom, Familie, Gedanken, Gedicht

Du-Botschaften

Du musst nur
Du sollst nicht
Du bist – denkt Euch was aus

Du könntest doch
Du darfst nicht
Du kannst – mich mal

Du machst immer
Du machst immer nicht
Du lässt mich – im Stich

Ich bin jetzt
völlig erschlagen
und weiß doch nicht
— was ich davon halten soll

© petra ulbrich

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Heute Abend ist mir, nach einer Mail das 4 Ohren Modell wieder eingefallen. Gerade Asperger-Autistinnen (was für ein doofes Genderwort) hören ganz besonders aufmerksam zu und sind von Zwischentönen dann noch verwirrter, als sonst sowieso schon, wenn sie Du-Botschaften um die Ohren gehauen bekommen!

Fragen, Gedanken

unvollkommen

Als mir gestern die Frage zur Unvollkommenheit in den Kopf kam, dachte ich an den Tod! Nicht mit Grauen – einfach so! Denn, so sehe ich es, nur dann sind wir vollkommen!

Ertragen? Ertragen müssen wir gar nichts und vielleicht doch alles – unser ganzes Leben. Wir leben es selbst, können es nur selbst leben und wenn es anderen nicht passt, dann müssen diese Konsequenzen ziehen. Kein Mensch ist vollkommen im Leben und somit werden wir alle damit leben.

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Meine angeknackste Rippe tut bei Bewegung immer noch verdammt weh. Rollstühle geradeaus schieben geht super, ein paar Stufen hochziehen macht ne Menge Schmerzen. Ich freue mich auf heute Abend, denn dann kommt der junge (!) Freund noch mal zum helfen. Ich möchte ihn wohl knutschen. Aber erstens ist er zu jung für mich und zweitens schon vergeben!