Behinderung, Bücher, Kuddelmuddel, Kuddelmuddel

vorlesen

In der Adventszeit lesen wir Krimi! Jeden Tag vier Seiten. Ich lese vor und habe mal wieder Zuhörer, denen ich das Ohr abknabbern könnte. So gebannt sitzen sie und lauschen. 

„Du Mama, warum immer nur vier Seiten? Wenn’s spannend wird, ist’s zu Ende!“ „Lass uns abstimmen, wir lesen einfach weiter!“ Nee, machen wir nicht. Auch wenn der Kerle noch so bittet und das Töchting richtig gute Vorschläge hat: „Wenn wir fertig sind, haben wir doch noch andere Bücher!“ Nee, nee, ich lass mich nicht erweichen. Ich lese lieber zeitgleich noch andere Bücher vor…

Behinderung, Bücher

Räuberbücher

Wir sind auf dem Otfried Preußler Trip – erst war es die kleine Hexe, die uns verzaubert hat. Dann die Theateraufführung vom Räuber Hotzenplotz, jetzt sind es die Bücher mit den Geschichten vom Räuber, Kasperl und Seppel. Krabat steht noch hier, aber erst einmal sind wir bei Band zwei …

Ich lese gerne vor und man sagt mir, dass ich das auch gut mache. Meine Junioren sind es seit jeher gewohnt, abends Geschichten zu hören. Für den Kerle darf es auch ein wenig anspruchsvoller sein – für Tipps bin ich immer offen – aber die Bücher meiner Kindheit ziehen, von Zeit zu Zeit, auch meine eigenen Kinder in ihren Bann!

Bücher

In einem fernen Land

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. | Seneca

Ich habe da noch einen Buchtipp:  In einem fernen Land – ein Bilderbuch mit einer Geschichte über den Mut und die Kraft, die in uns steckt!

Gefährlich soll es sein, das Novemberland. Sagen die Großen. Seine Aufstiege riskant, seine Berghänge eisig und seine Täler finster. Was danach kommt, weiß niemand. Vielleicht ein schönes Land, ein besseres als das, in dem sie leben. Überlegen die Kinder. Eines Tages fassen sie einen Entschluss: Sie wollen die neue Welt sehen, mit ihren eigenen Augen, und wagen den ersten Schritt …

Meine Junioren lieben es, vorgelesen zu bekommen! Und, ich gebe es unumwunden zu, da mir gerade ein bisschen selbst der Mut fehlt – aus den verschiedensten Gründen – habe ich dieses Bilderbuch gekauft. Sie wollten es anfangs nicht. „Nee, Mama, das ist keine schöne Geschichte. Das will ich nicht hören. Lieber was mit Spaß und lustig darf es auch sein!“ Lustig ist es sicherlich nicht. Aber inzwischen mögen beide das Buch immer wieder gerne anschauen und vorgelesen darf ich auch.

Bücher

meine Leseliste

Ein besonderes Buch möchte ich heute zeigen. Allein die Gestaltung fasziniert mich schon und die Tatsache, dass es ein Mädchen vor fast 100 Jahren geschrieben hat.

Die junge Eepersip möchte nicht in einem Haus mit Türen, Fenstern und einem Dach leben. Ihr Herz verlangt nach dem Duft von Erde, nach dem Wind, der durch Baumkronen bläst, nach dem beständigen Summen und Brummen von Insekten. Sie läuft davon, um in der Wildnis zu leben – zuerst auf einer Waldwiese, dann am Meer, und schließlich in den Bergen. Ihre Eltern sind zutiefst betrübt. Sie folgen ihr, bringen sie zurück in die vermeintliche Sicherheit und sperren sie in der erdrückenden Stille des Hauses ein. Doch Eepersip lässt sich nicht aufhalten: Sie entkommt ein zweites Mal und folgt ihrem wilden Herzen nach draußen, ganz weit weg.

Einsperren lassen, möchte ich mich auch nicht und bin es gewissermaßen dennoch und auch deswegen ist dieses Buch etwas für mich. Barbara Newhall Folett hat eine sehr poetische Geschichte geschaffen, voller Fantasie, mit allen Sinnen. Ein bisschen schräg, aber das mag ich sehr. Dieses Buch ist auch noch wundervoll illustriert von Jackie Morris – die Zeichnungen lassen mich versinken.

Aber warum verschwand die Autorin so plötzlich? So ein Geheimnis macht mich nur noch neugieriger auf ihre Bücher!