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Nimmersatt

Buch- Raupe Nimmersatt Wir haben sie geliebt und Wiebke liebt sie immer noch sehr – die kleine Raupe Nimmersatt! Heute wird das gefräßige Wesen 50 Jahre alt. Mir schien, sie war schon immer da: Auch kleine Raupen können großen Hunger haben. Deshalb macht sich die Raupe Nimmersatt auf die Suche nach etwas zu essen – und wird fündig. Sie frisst sich von Montag bis Sonntag Seite für Seite durch einen Berg von Leckereien, bis sie endlich satt ist. Nun ist die Zeit gekommen, sich einen Kokon zu bauen, und nach zwei Wochen des Wartens schlüpft aus ihm ein wunderschöner Schmetterling. Die Kleinsten spielen mit der Kleinen Raupe Nimmersatt und sind fasziniert von den gestanzten Raupenfraßlöchern. Etwas größere Kinder entdecken mit ihr die Wochentage, Früchte, Zahlen und die Metamorphose in der Natur. Und jeder liebt ihre geheime Hoffnungsbotschaft, die ihr Schöpfer Eric Carle so beschreibt: »Ich kann auch groß werden. Ich kann meine Flügel (meine Talente) auch ausbreiten und in die Welt fliegen.«

Ihr kennt sie wahrscheinlich alle. Mein Töchting kann mir das Buch aufsagen und wehe, wenn ich ein Wort auslasse oder falsch sage, dann muss ich vorne wieder anfangen …

 

Blog

Was ist das hier für ein Blog? Über meine behinderten Junioren? Über Bücher? Über meine Trauer? Über mein Alleinsein? Gedichte? Gesprochenes? Sollte ich diese Themen nicht trennen? Passt das überhaupt zusammen? 

Ich werde es nicht trennen können, denn all das macht mich aus. Ich bin es, wir sind es – alles zusammen! Manchmal ist es widersprüchlich, was ich schreibe. Aber wer ist schon immer gleich? Ich bin nicht mehrere Personen, doch leider kann ich meine verschiedenen Talente nicht so ausleben, wie ich es gerne hätte. Schreiben möchte ich  – Gedichte schreiben, denn das kann ich. Auch wenn nur sehr wenige Menschen Gedichte lesen. Und ich schreibe sie nicht nur für mich. Ich hoffe immer, dass es jemanden gibt, der meine Gedichte auch mag, sie gut findet … Vielleicht gibt es auch jemanden, der meine Gedichte professionell betrachtet – das wäre schön!

Dann ist da noch die Seite der Pflege! Wer kann beurteilen was ich leiste. Leiste ich wirklich was, oder mache ich nur meine Aufgabe, in die ich hineingewachsen bin. Mache ich das, weil ich nichts anderes kann und kenne? 

[…] … und wieder höre ich mitten im Beitrag auf zu schreiben, weil mich das Thema stresst.

Gedankensprünge

Als ich am Dienstag vom Treffen der Akademiefrauen nach Hause kam, war mein Kopf eher ein Quadratschädel, denn ein denkendes Gehirn. Es hagelte nur so Buchvorschläge. David Foenkinos Charlotte war darunter und Maja Lunde mit Die Geschichte der Bienen, Robert Seethaler mit Das Feld und Dörte Hansen mit ihrem neuen Roman Mittagsstunde.

Außer Foenkinos Charlotte habe ich (noch) keinen dieser Romane gelesen. Die Bienengeschichte wird es auch nicht auf meinen Stapel schaffen, Seethaler ist anvisiert und wird von der Pastorenfreundin ausgeliehen und Dörte Hansen? Da bin ich so unschlüssig! Das Alte Land hat mir nicht gefallen, aber auch beim Treffen hat wieder eine der Frauen sehr geschwärmt. Eine der Studienfreundinnen will es mir ausleihen – und da kann ich ja nichts falsch machen.

Meinerseits habe ich jetzt schon eine kleine Liste im Kopf von Büchern, die ich gerne ausleihen will. Darunter Lennon von Foenkinos und Aus den Fugen von Alain Claude Sulzer. Oder das Buch, das gerade neben mir liegt, Ich kann dich hören von Katharina Mevissen – ein Debütroman über Musik und mehr.

Nach der Phase über Widerstandskämpfer und Juden im Dritten Reich habe ich es jetzt mit der Musik!

In der Buchhandlung am Platze gibt es einen Menschen, der mir immer wunderbare Vorschläge macht. So liegt Die einzige Geschichte von Julian Barnes auch schon hier und lässt mich kaum über den SuB gucken.

Was Bücher angeht, bin ich schon ein bisschen verrückt. Ich brauche immer ein paar in petto. Könnte ja sein, dass Wochenende ist und ich nichts zu lesen habe!

Leseunlust

Ich habe nicht mal mehr Lust zu lesen!

Ich will nicht mehr lesen. All diese Romane, Geschichten, Märchen, Überflieger, Tragödien und Liebesschnulzen nehmen mir die Luft zum Leben. Zum eigenen Leben. Diese Ersatzleidenschaften, Ersatzliebschaften, Ersatzerlebnisse, Ersatzverbrechen rauben mir den Atem. Sie lassen mich atemlos werden – ich will selber leben.

Vorsicht! Warum lese ich? Vor was laufe ich davon? Weshalb verkrieche ich mich in Fantasiewelten? Welche Leere will ich ausfüllen? Habe ich kein eigenes Leben, dass ich mir eins aus Büchern zusammensuche? Mein Leben ist – weiß Gott – ereignisreich genug, dass ich nicht noch andere, fremde mitleben, mitlesen muss!

Aber es ist zu schön in andere Welten einzutauchen. Ich brauche doch bloß den Buchdeckel zuklappen, dann bin ich wieder bei mir. Manchmal, manchmal möchte ich dann ganz schnell die Seiten wieder aufschlagen. Um dann festzustellen, dass in den Büchern auch nur mit Wasser gekocht wird …

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…übrigens geht die Kotzerei wieder los. Mit Husten und Ängstlichkeit. Schiete!

Wenn ihr wollt, könnt ihr uns gerne etwas in den imaginären Hut werfen! Wiebke hat sich entschieden – sie will blaue Sandalen.

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