Gedanken, Kuddelmuddel

Wie nur?

Wie bekomme ich hier die Schwere raus? Es sind nicht alles Steine, es gibt ebenso schöne Momente. Zum Beispiel wenn Wiebke ungefragt ihre Trinkflasche in die Spüle stellt und bei Carsten vorbeirollt und sich sein Glas geben lässt, um dies dann auch in die Küche zu bringen. Oder, ich laufe in die Weinberge, finde dort ein Wengerterhäuschen mit Schatten und sitze dort sinnierten. Die Winzerfreundin (ich nenn sie jetzt mal so) kommt vorbei und reicht mir eine Flasche Wasser: „Hier trink was, du hast schon einen roten Kopf!“ Das hatte ich nämlich völlig vergessen.

Meine Sorgen kann ich leider nicht abstellen – es ist einfach viel zu viel für eine allein! Die Junioren sind bei der Bandprobe und heizen den ohnehin warmen Probenraum kräftig ein.

Veröffentlicht von piri

✨ In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder. ✨

4 Gedanken zu „Wie nur?“

  1. C Stern sagt:

    Ich kenne familiäre Sorgen, wenn auch, wie Du weißt, in einer etwas anderen Art. Mir wurde die Klopftechnik von Dr. Bohne erklärt. Ich wende sie täglich an – was soll ich sagen? Ich bin dankbar, mir hilft das tatsächlich weiter. Danach bin ich ruhiger, bekomme den Kopf frei.
    Und natürlich ist es ein Geschenk, mich mit Menschen austauschen zu können, die die eigene Situation sehr gut selbst kennen. Ich freue mich auf meine Runde am Donnerstag!
    Ich wünsche Dir, dass Du etwas findest, das Dir hilft, den Kopf wenigstens phasenweise frei zu bekommen.
    Herzliche Grüße, C Stern

    1. piri sagt:

      Autogenes Training und/oder Feldenkrais bringt mich zur Ruhe. Natürlich hätte ich auch gerne eine Peergruppe – gibt es leider nicht. Ich freue mich für dich, dass du so nette Menschen um dich hast.

  2. Daniela Köhrer sagt:

    Liebe Petra,
    leider kenne ich Deine Situation nicht genügend um sie wirklich verstehen zu können. Aber Deine Worte haben mich soeben sehr berührt. Wie bekomme ich die Schwere aus meinem Leben? Ja, das frage ich mich auch sehr oft und genau diese Frage ist es wohl mit der ich es mir selbst noch schwerer mache. Manche Dinge sind einfach schwer, das kann man drehen und wenden wie man möchte und ich glaube, dass der einzige Weg tatsächlich der ist zu sehen, dass es trotz allem immer wieder viele kleine, glückliche Momente gibt.
    Ich wünsche Dir auf jeden Fall ganz viele von diesen glücklichen Momenten und alles Liebe für Dich
    Daniela

    1. piri sagt:

      Danke Daniela. Es gibt den Spruch, dass man nicht das sehen sollte, was man nicht hat. Sondern das, was man hat. Es geht zum Glück immer weiter und manches Schlimme löst sich auch wieder.
      Liebe Grüße zurück

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