Behinderung, Familie, Gedanken

langweilig war das nicht

Ein besseres Kompliment hätte mir mein Sohn nicht machen können: „Die Ferien waren gut, wir haben doch ne ganze Menge gemacht!“ Seine Schwester bestätigt das und lacht zufrieden. Zumindest habe ich mit meinen Kindern nichts falsch gemacht, denen geht’s gut. Sie haben zwar auch mal gemeckert, aber nicht weil sie Langeweile hatten. Ich stand unter Druck, stehe immer noch und ich habe ein schlechtes Gewissen. Ich hätte gerne mehr Gesellschaft gehabt. Ist es das Los der aufopferungsvollen Menschen? Sind dieses nie zufrieden, weil sie zu hohe Ansprüche haben? An sich und auch an andere?

Meine Kinder sind toll, ich glaube, dass ich einen Großteil dazu beigetragen habe. Und jetzt sollte ich mein schlechtes Gewissen an die Garderobe hängen und mir den letzten Dominostein in den Mund schieben!

Eine Freundin und die anderen Helfer – ich bin ihnen sehr dankbar – sie sagen, dass ich gut organisiert bin. Ja, stimmt! Nichts haben die Junioren vermisst. Was es nicht gab, gab es eben nicht.

… nur gestern Abend ist der Kaffee ausgegangen, dabei ist heute Sonntag!

Allgemein, Behinderung

Sternsinger

C+M+B, Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus

Sie standen einfach vor der Tür, die Sternsinger und haben gesungen! Völlig unerwartet und nicht bestellt, dennoch erwünscht und willkommen. Man sah ihnen an, dass sie viel Spaß hatten.

Das Wetter war ähbäh, die Junioren hatten zu nichts Lust. Wir sind trotzdem weg, wollten schwimmen gehen. Diese Idee hatten aber auch andere, das kleine Schwimmbad war wegen Überfüllung geschlossen. Wir hätten warten können, bis jemand rauskommt, aber drei Familien standen schon in der Schlange – das hätte gut und gerne über eine Stunde gedauert. Zum Glück sind der Kerle und das Töchting verständnisvoll. Wir haben noch eine Spaziergangsrunde gedreht und werden einfach in den nächsten Tagen schwimmen gehen.

Behinderung, Gedanken

empfindlich sein

Wenn das Thema Pflege in irgendeiner Form angesprochen wird, dann bin ich extrem empfindlich. Was aber dennoch heißt, dass ich verstehen kann, wen jemand sagt, dass sie/er nicht pflegen möchte. Ganz ehrlich, ich möchte es manchmal auch nicht. Es ist eine Mordsverantwortung und oft wächst sie mir über den Kopf. Nur gibt es keine Wahlmöglichkeit. Entweder pflegt man oder nicht! Ich tue es seit ich Kinder habe und ich tue es mit Liebe. Dieses Thema ist emotional besetzt bei mir und ich kann mich diesem nicht rational stellen. Was ich allerdings nicht mag, dass pflegenden Angehörigen nachgesagt wird, dass sie, weil sie pflegen, sich ausnützen lassen und nicht anderes mit sich anzufangen wissen, fremdbestimmt se..

Ich höre auf. Mich wühlt es zu sehr auf, weil mir die Wertschätzung fehlt!