Behinderung, Familie, Junioren

wir machen erst mal Zukunft, egal wie klein die Chancen sind

Warum klein denken, wenn Schwarzwald geht?

Zwei erwachsene Junioren mit Behinderung, ihre Mutter, eine wunderbare tolle Helferin, drei Tage Auszeit – und eine Hängebrücke, die wir selbstverständlich mit den Rollstühlen erobern. Drei Tage raus aus dem Alltag, rein in die Natur – frische Luft, schöne Aussichten und vermutlich mit der einen oder anderen Diskussion, welcher Weg wirklich rollstuhltauglich ist. Wir finden es heraus – wahrscheinlich mit diversen Umwegen, aber immer mit Humor. Barrieren werden eingeplant, umfahren oder gemeinsam gelöst. Ohne großes Drama, aber mit viel Lust auf Schwarzwald, Abenteuer, gutes Essen und ein bisschen Chaos inklusive.
Wir fahren los, weil wir das Leben genießen wollen. Ganz einfach!

Behinderung, Gedankenchaos, Junioren

Angst und Körper

Mein Körper hat gelernt, Angst zu haben. Nicht vor dem Leben. Vor dem, was immer wieder passiert. Es ist verrückt, wie der Körper irgendwann Dinge erkennt, bevor der Kopf überhaupt hinterherkommt.

Eine bestimmte Absenderadresse. Ein Anruf. Ein Schreiben. Ein Termin.

Und innerhalb von Sekunden ist dieses Gefühl wieder da. Nicht, weil genau in diesem Moment etwas Schlimmes passiert. Sondern weil es in den vergangenen Jahren einfach oft genug passiert ist. Wenn Hilfen plötzlich wegbrechen. Wenn Zuständigkeiten hin- und hergeschoben werden. Wenn Entscheidungen über deine Junioren getroffen werden und du weißt, dass du die Konsequenzen auffangen musst. Wenn du immer wieder kämpfen musst für Dinge, die eigentlich längst geklärt sein sollten.

Irgendwann ist das nicht mehr „nur Bürokratie“. Es macht etwas mit einem.

Mit dem Schlaf. Mit der Konzentration. Mit dem Magen. Mit der Anspannung. Mit dem Gefühl von Sicherheit.

Und vielleicht ist genau das etwas, worüber wir viel zu selten sprechen: Was kostet es einen Menschen körperlich, jahrelang funktionieren und kämpfen zu müssen?

Behinderung, Junioren

Nein

Ich kenne niemanden sonst, der/die so charmant: „Nein!“ sagen kann, wie mein Töchting. Sie strahlt einen an, grinst und dann kommt, wie aus der Pistole geschossen ein kicherndes „Nein“!😛