Alltag, Familie

unterwegs und wieder Daheim

Meine kleine Schwester habe ich besucht und kaum geschlafen, dafür Waldspaziergänge im Matsch gemacht, mir ein paar neue Wanderschuhe gekauft und gelacht, geredet und Geld ausgegeben. Jetzt bin ich müde, aber in zwei Stunden kommen die Junioren und dann geht‘s erst mal rund!

Behinderung, Gedanken

Nebel | ganz kurz

Der Engelsnebel heute Morgen von Weltraumbild des Tages hat mir den Tag gerettet! Die Nacht war weitestgehend ruhig, das Töchting ist emotional durch den Wind, der Kerle schlapp, ich bin müde und draußen ist grauer Nebel. Wir gehen gleich zum Hausdoc – ich hoffe, alles weitere wird sich finden!

Alltag, Behinderung, Familie, Gedanken

Du Mama

Nachdem wir ein StarWars-Raumschiff zusammengebaut und eine Geschichte zum drölfundachzigsten Mal vorgelesen haben, der Kerle sich geweigert hat zu essen und das Töchting wieder einmal kaum aus ihrer Kemenate herausgekommen ist – nachdem und noch viel mehr seltsamen Dingen, fragt der Kerle: „Du Mama, warum sind eigentlich komische Menschen nur mit komischen Menschen befreundet? Es wäre doch gut, wenn wenigsten einige normal wären.“ „Wenigstens (mit akzentuierter Betonung)“, so sagt das Töchting, „sind wir wieder fast gesund.“

Draußen regnet es, aber die Feuerwehr ist noch nicht ausgerückt. Der Fluss hat Hochwasser, ich verziehe mich für eine halbe Stunde in die Badewanne und werde in Ruhe gelassen. Kaum bin ich wieder präsent, bekomme ich von zwei Seiten was auf die Ohren. Und ganz nebenbei geschieht eine Menge unverblogbares…

Phänomen

Die Junioren sind ein Phänomen, sie können – besonders der Kerle – stundenlang über ein und dasselbe Thema reden und damit nerven ohne Ende! Er quatscht über Bahnlinien, darüber wo er hinfahren möchte, wo er schon mal war, mit welcher Bahn er reisen will, dass wir das unbedingt mal machen müssen, dass es sehr weit ist… Alles mit einer Ausdauer, die mir gehörig auf den Geist geht!

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Gedanken, Gedicht

Im hohen Himmelsraum

Im hohen Himmelsraum dort zieht der Sterne Reigen,
der Bäume Wipfel neigen sich leise wie im Traum.
Die Blumen auf der Flur, sie sind so sonnenmüde,
ein heiliger Wonnefriede durchzittert die Natur.
Wenn manch ein Sturm – getost,
den Blumen feindlich wilde,
nun lächelt Nachtluft milde
und lispelt ihnen Trost.

Rainer Maria Rilke

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Ehe ich heute gar nichts schreibe – ein Gedicht von Rilke. Ansonsten ist der Tag unverblogbar.