Behinderung, Erinnerungen, Gedanken, Kuddelmuddel, Kuddelmuddel, Kuddelmuddelgedankenkarussell

Lucia

Am 13. 12 ist in Schweden Luciafest

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Selbst könnte ich Licht gebrauchen, Licht, das mein Chaos ordnet. Es ist mir klar geworden, dass die Sepsis (Link geändert), die ich vor ca. 1 dreiviertel Jahren hatte, mir immer noch im Körper und vor allem im Kopf hängt. Corona tut mir nicht gut – so habe ich noch mehr Angst, auch um meine Junioren, weil ich Intensivstationerfahren bin und weiß was dort abgeht. Maschinen piepen und man ist so ausgeliefert! Meine Lunge muckt und auch die Nieren melden sich. Vermutlich ist alles nicht körperlich. Ich bin heilfroh, dass ich das überstanden habe und hatte nicht damit gerechnet, dass es mich noch einmal einholt. Genau deswegen, weil es wie ein Blitz kam – dieses einholen – deswegen bin ich total verunsichert …

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krank sein

Die Möglichkeit richtig krank zu sein habe ich nicht, kann mir das gar nicht erlauben! Ob ich nur hart im nehmen bin oder wirklich nicht krank werde, kann ich nicht mehr sagen. Es geht einfach nicht – Punkt! Ich funktioniere! Es ist okay, ich hinterfrage es nur soweit, indem ich das Erzählen anderer um ihre Krankheiten fast ein bisschen beneide. Wenn, zum Beispiel, kaum fängt sie an zu reden,  eine Bekannte seit Monaten nur über ihre Beschwerden spricht, dann werde ich zornig mit mir und widerspreche ihr dennoch nicht.  Ich bin auf sie angewiesen, ich brauche ihre Hilfe und so nehme ich ihr Gejammer hin. Wenn ich allerdings anfange über meine Ängste über das Essverhalten, besonders das von Carsten, zu reden, dreht und wendet sie sich, bis sie wieder auf ihr tränendes Auge,  ihre Hüfte, der lang andauernden Sehnenscheidenentzündung, dem krummen Rücken und daraus resultierenden Schmerzen kommt. Und schon ist sie wieder da, wo sie hin will – bei sich.

Aber auch, wenn jemand anderes über Krankheiten berichtet, dann höre ich zu und halte ansonsten meinen Mund. Denn meine Erfahrung sagt mir, dass, wenn ich sage, dass ich Kopfschmerzen habe, ich sofort einen guten Rat bekomme. Meist den, dass ich mehr an mich selbst denken soll! Schon bin ich wieder in der Schiene der pflegenden Angehörigen und meine eigentliche Krankheit spielt eine Nebenrolle. Es ist so, ich bin selten richtig krank. Natürlich habe ich altersbedingte Zipperlein und es zwickt auch schon mal in der Schulter. Das ist für mich kein Grund zu klagen. Solange ich mich bewegen kann, ist das okay – hilft ja nichts, da muss ich durch, die Junioren müssen versorgt werden. Eine Freundin hat Rückenschmerzen, darf und kann nicht heben. Sie ist in der glücklichen Lage, dass sie jemanden hat, der das für sie übernimmt. Das freut mich für sie. Eigentlich wollte sie etwas mit uns unternehmen – sie möchte immer noch, nur leider kann sie nicht zupacken und so ist ihre Hilfe leider keine …

Habe ich mich verständlich ausgedrückt? Wenn jemand krank ist, ist man krank. Aber manche Menschen können sich Krankheiten nicht leisten! Bleibt gesund!

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Wochenende

Schon wieder Wochenende. Schon wieder ohne große Änderungen und die Frage, was machen wir… Ich spüre, wie mir alles zu eng und zu viel wird. Lösungen habe ich keine. Wir müssen, wie alle weiter durchhalten. Ich versuche mir ein paar Momente zum Durchatmen zu schaffen – also ihr ahnt es. Es wird eigentlich mal wieder gar nichts passieren.

Gestern haben wir Kerzen gegossen, das ist wirklich nicht nichts – aber ich hätte lieber einen großen Ausflug mit den Junioren gemacht. In den Schwarzwald oder so! Der Kerle hat Rückenschmerzen und mag nicht aufstehen und des Töchting linke Hüfte tut erbärmlich weh. Sitzen ist nicht gut und liegen auch nicht. Sie liegt gekrümmt sehr schief im Bett. Ihre ganze Körperhaltung ist schlecht und mir tuts in der Seele weh – wie gerne würde ich den beiden ihre Schmerzen abnehmen!

Meiner linken Niere gehts besser, meine Lunge ist gut, heute Nachmittag, so denke ich, wird die Pastorenfreundin kommen und dann ist auch bald wieder Wochenbeginn. Die Sonne traut sich verhalten hinter dem grau heraus – vielleicht können wir etwas spazieren gehen.

Kuddelmuddel, Kuddelmuddel

Sch…, Sch…, Schei..

Ach nee, heute war ich wieder beim Doc: „Du musst aber nicht gleich übertreiben und sofort eine Nierenbeckenentzündung bekommen. Ein einfacher Harnwegsinfekt hätte doch auch gereicht!“

Ich neige halt dazu alles sehr gründlich zu machen…