Gedicht

Regentropfen

Es war einmal ein Regentropfen,
der wollte nur ans Fenster klopfen.
Er litt in seinem kurzen Leben,
denn ihm war nicht viel Zeit gegeben.

“Ich bin so schön, so bunt,
so schillernd.“
Sang er aus den Wolken trillernd.

Klatsch, platsch – bedenklich
der Tropfen in den Eimer springt,
dass es gar hässlich
blechern klingt.

“Ach meine Zeit, wie kurz
ist sie bemessen“,
so jammerte er im Sturz,
doch unterdessen –

Ihr ahnt schon,
ist die Zeit verronnen
es sammeln sich in Wassertonnen
Tropf für Tropf
die Wassermassen.

Jeder einzelne kann es kaum fassen.
Und so ist, wenn sich Wolken lichten
vom Regentropfen
nichts mehr zu berichten!

Gedicht

Atmen

Ich atme tief ein und wieder aus.
Ein die Hoffnung –
Aus die Angst!

Lange habe ich gewartet
und ich bin weiter gegangen
als ich glaubte, gehen zu können.
Und ich suche noch den Weg,
Meinen Weg!

Und ich atme tief ein und wieder aus.
Ein den Glauben –
Aus den Zweifel!

Ich habe sie erfahren,
kurze Momente vollkommenen Glücks,
aufgehoben sein, sich sicher fühlen.
Nur leider – sie bleiben nicht.

Und ich atme tief ein und wieder aus.
Ein die Liebe –
Aus das Alleinsein!

Ich verstehe es noch nicht –
wie weit muss ich noch gehen,
reisen, um endlich anzukommen?
Ist der Weg immer das Ziel?
Braucht man nur viel Geduld und Zeit?

Und ich atme tief ein und wieder aus.
Ein die Zuversicht –
Aus die Erschöpfung!

Gib mir die Kraft, zu atmen!

Wenn ihr wollt, könnt ihr uns gerne etwas in den imaginären Hut werfen! Wir träumen immer noch von einer Reise nach Paris oder an die Ostsee und hoffen auf eine Freizeitbegleitung. Carsten lernt jetzt Ukulele  – auch da hätte er gerne eine “richtig gute”!