Schlagwort: pflegende Angehörige

Steine wegräumen

Kann mir mal bitte jemand die Steine wegräumen?

Nein, muss ich wohl schon selber machen. Wiebke sagte letztens: „Die Steine sehen schön aus!“ Ja, das tun sie und ich kann mich erinnern, dass mein Vater extra, als er unseren Familiengarten angelegt hat, große Findlinge (wirklich große) zusammengesucht hat und schön drapiert hat. Ich habe die Möglichkeit hier nicht, denn hier in der Gegend gibts nur Feldsteine und bescheuerte Steinvorgärten.  Aus diesen wird jegliches Grün entfernt. Möglichst steril und Bienenunfreundlich. Sowieso sind die Bienen manchen Nachbarn suspekt. Er wedelt mit den Händen sobald er nur ein kleines Fliegetier sieht. Steine hat er dennoch nicht im Garten – nur englischen Rasen!

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weiter gehts …

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nachts

Manchmal, nachts, in der großen Stille, wache ich auf, lausche und flüstere dann wie lautlos ins Dunkle: „Bist Du da?“

Ich sollte mal etwas Kluges schreiben, nicht nur immer wehmütig an das denken, was nicht geht. Das sehen, was machbar ist, und stolz darauf sein.

Stolz? Warum denn ausgerechnet stolz auf etwas sein, das ich für selbstverständlich halte? Somit komme ich zum Zitat: Oftmals greife ich, nach so vielen Jahren – inzwischen habe ich sogar ein anderes Bett – links neben mich und fasse ins Leere. Oder ich taste Bücher, die ich lesen möchte und nicht lesen will. Nicht lesen kann, weil ich entweder dazu zu müde bin oder mich momentan kognitiv überfordert. Seichte Literatur – was auch immer man sich darunter vorstellt –, meist hochgeschätzte Jugendliteratur – verschlinge ich, es bleibt aber nichts hängen. Ich vermisse MamS – und jetzt bin ich wieder dort gelandet, wo ich immer lande – ich vermisse ein Gegenüber, mit dem ich mich auch mal streiten kann.

Ich vermisse ihn aber nicht nur deswegen. Vor Jahren wären wir an einem Pfingstsonntag wie diesem weggefahren und hätten etwas erlebt. Wären vielleicht sogar an den Gardasee gefahren, in irgendeine Pension, denn die Unterkunft war nicht so wichtig, Hauptsache weg aus dem Alltag, woandershin …

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Ist das jetzt etwas Kluges? Garantiert nicht! Aber ich mag gerade nicht über Politik schreiben. Weder um die im eigenen Land noch weltweit. Es liegt so viel im Argen. Meine kleinen eigenen (politischen) Differenzen mit den örtlichen Behörden und die Kämpfe um Teilhabe reichen mir vollkommen im Moment.

Nase juckt

Meine Nase juckt. „Entweder gibt es Geld oder Ärger.“, sagte meine Oma und meine Oma hatte immer recht. Ich meine allerdings, dass meine schnupfengeplagte Nase endlich heilt – dank einer bekannten Heilsalbe und Antihistaminika. Es ist schön, wenn’s draußen grünt und blüht. Ich mag besonders diesen Frühling sehen, die tausend verschiedenen Grüntöne faszinieren. Hier und dort ein Farbtupfer in allen Gottesfarben. Die Wildkräuter sprießen. 

Wiebke bekommt zwei Hochbeete mit Tomaten und Erdbeeren und noch ne Menge anderes Zeug – ich muss zur Balkongärtnerin mutieren. Aber was tut man nicht alles für das Seelenheil der Kinder?

So, Nase putzen, eincremen und auf in den Tag. 

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10:54 Uhr – “Sie sind so mutig und durchorganisiert, ich bewundere Sie.“, sagt die Frau von der Telefonseelsorge, die ich aus lauter Verzweiflung angerufen habe, weil mich gerade eine Panikwelle überrollt hat. Der Junioren ihre Ersatzbrillen sind nirgends zu finden, die Milch für die Ovomaltine ist sauer und meine juckende Nase ist krebsrot. Ja, ich bin mutig, diszipliniert und straff durchorganisiert und ich trage alle Verantwortung selbst – dabei möchte ich mich gerne einmal fallen lassen! Geht aus den verschiedensten Gründen nicht – so, jetzt: 👑aufstehen, Krönchen richten und weitermachen.

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