Asperger Syndrom, Gedanken, Kuddelmuddel

vergleichen

Vorab – ich schreibe dies ungefiltert und werde vermutlich Kommentare provozieren, die mir schaden wollen. Egal! Ich will auch nicht hören, dass dies hier mein Blog ist und ich hier machen kann, was ich will. Da lasse ich mir sowieso keine Vorschriften machen. Die Gedanken gehen eher dahin, dass keine:r mehr lesen mag, weilˋs als meckern oder jammern ausgelegt werden kann. Mein Selbstbewusstsein ist eh in der Hose.

Schon seit ich denken kann, werde ich verglichen oder vergleiche ich mich mit anderen. Das geht immer schief, weil nichts wirklich gleich ist. Die Voraussetzungen sind anders, die Themen andere und die Menschen dahinter sowieso. Angstbeladene Menschen, wie ich, hegen oft Zweifel überhaupt liebenswert zu sein. Besonders dann, wenn sie auf wohlmeinende Aufmerksamkeiten kratzbürstig reagieren. Mein Bestreben ist es nicht zu polarisieren, aber um meiner selbst Willen, um Authentizität zu wahren, handele ich viel zu oft schroff. Das erschreckt andere, sie deuten meine – für mich Hilferufe – als Forderungen und ziehen sich zurück. Ich fange an zu vergleichen, sehe, dass andere geliebt werden, dass sie glücklich scheinen, ohne Probleme sind und – die Blogs – lieber gelesen werden.

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… neue Seite, da ich unterbrochen wurde.

Kuddelmuddel

wie ist das eigentlich mit gar nicht?

Gelernt habe ich: gar nicht, wird gar nie zusammengeschrieben!  Ich gebrauche das sowieso selten, weil es Garnichts bei mir nicht gibt. Es ist schon verrückt, das eine Wort wird auseinandergeschrieben und wenn ich es zusammenschreibe, kreidet es mir die Rechtschreibkorrektur von WortPress nicht an und beim Substantiv zeigt es einen Fehler. Versteh einer die Welt!

Die Welt – hat nicht jede*r seine/ihre andere? Aber ich sehe, dass nicht nur meine aus den Fugen geraten ist. Der Frühling ist da, wir sitzen  mit älteren Helfern auf der Terrasse – ein vorgezogener Osterkaffeenachmittag. Es wird nicht über den Krieg gesprochen und gar nicht über Corona. Sie sitzen im Sonnenschein, essen Kuchen und reden. Die Junioren sitzen dabei und hören zu. Sie reden übers Wetter, ihre Krankheiten, darüber, dass es schön ist, endlich wieder draußen sein zu können und wann und wie oft sie zum Arzt gehen. Ich bin froh, Gastgeberin zu sein – so kann ich mich nicht richtig am Gespräch beteiligen. Die Menschen am Tisch sind zufrieden. Denen geht’s gut. Das freut mich. Auch der Kerle ist glücklich, zwar müde, aber er hält sich tapfer auf dem Rollstuhl. Das Töchting strahlt den älteren Mann an, beim MenschÄrgereDichNicht-Spiel gewinnt sie haushoch.

Mir geht’s gar nicht mal so schlecht… 

Behinderung, Familie, Junioren, Kuddelmuddel, Kuddelmuddel

umentschieden

Ich gebe nicht auf – ich entscheide mich nur um.
Damaris Wieser

Eigentlich war geplant, dass wir heute einen faulen Tag machen. Aber eine Freundin von Carsten aus guten Zeiten hatte die Junioren eingeladen mit ihr Bahn zu fahren. Ja, das geht natürlich nicht, dass sich der Kerle das entgehen lässt. Ich wollte mich in die Wanne legen, meine Bronchien pflegen und dann einen kleinen Spaziergang durch die Weinberge machen schleichen. Gucken, wo befreundete Winzer einen neuen Weinberg angelegt haben – aber der ist in der Nähe und ob die Juniorenfreundin noch mal Lust  hat mit uns Zug zu fahren, ist nach dem Stress und der ruckelnden Fahrt mit der ollen S-Bahn ein bisschen fraglich.

… unser neues Familienmitglied Rudi durfte übrigens nicht mit …

Behinderung, Bücher, Bücher, Gedanken, Junioren, Kuddelmuddel, Kuddelmuddel, pflegende Angehörige

Erst und jetzt

Es hat quer geregnet, nix war es mit Spaziergang. Noch nicht mal mit zum Einkaufen konnten die Junioren kommen. Hab ich dann allein gemacht. Aber gekocht wurde mit der Helferfreundin, gegessen auch. Der Kerle hat gut zugeschlagen und das Töchting sowieso. 

Jetzt lese ich und niemand soll mich stören, geredet habe ich genug heute. Gelaufen bin ich auch und wir sind alle satt und morgen wird gewählt. Ob unser Ländle grünschwarz bleibt? Grün ist eine schöne Farbe und die Komplementärfarbe würde mir persönlich dazu lieber sein!