Behinderung, Gedanken, Kuddelmuddel, Musik

Werkstatt frei

Als Überschrift lasse ich das gelten, denn eigentlich ist das schlechtes deutsch!

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Die Flügel sind gestutzt

Ich kann nicht mehr fliegen
Stürze ab und bleibe liegen

Damals, als die Zeit noch schön
Niemand hat sie so gesehn
Wie ich

Damals, als die Flügel länger waren
In den bunten jungen Jahren
War ich klein

Mit den großen schweren Zeiten
Und den begrenzten Möglichkeiten
Kam die Schere […]

© petra ulbrich

… und wieder ist die Fantasie weg. Es geht nicht mehr weiter im Gedicht! Geht es anders weiter? Immer! Es geht immer weiter. Das halte ich mir zugute, ich gebe nicht auf – ich kann kämpfen. Über den gestrigen Tag möchte ich nicht viel schreiben – er war anstrengend und wie es weitergeht, so mit der Entscheidung keine PEG legen zu lassen, kann ich leben, weil die Option ja nicht vom Tisch ist.

Ich bin immer noch kalone, fix und fertig, müde und kaputt. Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht aufgebe, auch wenn ich am Boden liege. Wie sagte meine Oma: Dreh dich um, wenn du am Boden liegst, dann kannst du die Sterne beobachten, bist du die Kraft hast wieder aufzustehen! 

Behinderung, Gedanken

hysterisch

Als es eben wieder anfing sehr stark zu regnen habe ich kurz geschrien, bin in Panik nach draußen gelaufen und wollte die Teppiche reinholen. Das habe ich auch geschafft. Die Musikerkollegin von der Band der Junioren war gerade da und hat geholfen. Dieser Starkregen fiel milde aus – er wurde keiner – aber es regnet immer noch leise vor sich hin. Der eine Wollteppich hängt nun über dem Treppengeländer, der aus Kunstfaser ist schon fast trocken. Im Keller müffelt es, mein Töchting ist in ihr Zimmer geflüchtet, der Kerle ins Bett, ich kaue Fingernägel und schwebe 10 cm übern Boden, weil meine wackligen Knie aus den verschiedensten Gründen mich nicht tragen können. Carsten hat heute mit Mühe und Not eine Handvoll Kekse gegessen, Wiebke isst justament einen Quark. Wenn es blitzt und donnert, etwas heftiger regnet, dann spüre ich eine leichte Ängstlichkeit bei den Junioren. Das Buch übers Wetter, wie Gewitter und Regen entsteht musste ich mit dem Töchting 2einhalb mal angucken – bis es blitze! Dann raste sie ins Zimmer und die Tür war zu. Der Kerle sagte: „Du Mama, das will ich gar nicht so genau wieder wissen. Das, was ich weiß, das reicht mir schon!“

Ich habe gewaschen, ein bisschen umgeräumt, Katzenstreu um die Möbel verteilt und bin hundemüde. Falls heute Nacht die Feuerwehr von Gegenüber wieder ausrückt, dann bin ich die beste und lauteste Sirene!

21:16:19 Nachtrag: