Behinderung, Familie, Kuddelmuddel

Alltagsgeschichten

Samstagvormittag oder norddeutsch: Sonnabendvormittag – alles geht ein bisschen gemächlicher. Der Kerle trinkt seine Aufbaunahrung im Bett und legt sich gleich wieder seinen Elch auf den Kopf. Das Töchting will nicht nicht aufstehen und auch nicht nicht baden. Sie planscht in der Wanne während ich auf dem Rattanstühlchen hocke und ihr zugucke, zugucken soll, damit sie nicht alleine ist und einsam. Zwischendurch singe ich Quatschlieder, die wenig goutiert werden. Stattdessen mokiert sie, dass ihr Pony viel zu lang ist, ich aber von der Hauptlänge keinen Millimeter abschneiden darf. Aus dem Kerlezimmer krächzt es inzwischen und der Rennsportzirkus ist eröffnet. Auf dem Tablet wird auch um jeden Millimeter gekämpft. Hamilton & Co rasen immerfort ihre Runden. Wiebkes Wasser plätschert – frisches warmes Wasser wird nachgefüllt. Meine Kaffeetasse ist auch leer! 

Manch einer mag unser Leben langweilig nennen – ich empfinde es teilweise ebenso. Zu gerne täte ich einen Ausflug machen – irgendwohin, wo man was erleben kann. In einen Zoo vielleicht. Mal schauen, möglicherweise irgendwann einmal …

Guten Morgen und einen Tag nach euren Vorstellungen wünsche ich euch allen!

Familie, Gedanken, Kuddelmuddel

faule Socke, oder was?

Es passt nicht, irgendwas passt nicht – seit Tagen huste ich wieder. „Mama, geh schlafen wenn wir in der Werkstatt sind!“ Carsten ist fürsorglich. Wiebke hat heute Morgen allerdings eine andere Meinung, als ich in Schlamperhose und weißem T-Shirt zum Anziehen erschien: „Mama, du bist doch eine faule Socke, kannst du dich nicht mal richtig anziehen?“

Heute Nachmittag war sie sehr mit mir zufrieden – weiße Bluse und Jeans sehen eben doch immer angezogen aus.