Behinderung, Gedanken, Gedanken, Junioren, Kuddelmuddelgedankenkarussell, pflegende Angehörige, traurig sein

Plebs

Bin ich eigentlich ein Plebs, (oder heißt es Pleb? — seht ihr, daran kann man meine Ungebildetheit auch schon festmachen) wenn ich manch anscheinend wichtige Persönlichkeit aus der Geschichte und deren Geschichte dahinter nicht kenne? Ja, ich weiß nicht alles – ich gebe sogar zu, dass ich nur ein Bruchteil dessen weiß, was manch andere für ihre Allgemeinbildung halten. Jeder weiß etwas anderes und mein Streuobstwiesenwissen kann sich bestimmt sehen lassen. Wenig ist es nicht. Aber auf meiner Wiese blüht halt kaum das Geschichtshintergrundblümchen! Manches interessiert mich auch gar nicht. Wenn mich etwas interessiert, dann lerne ich gerne dazu …

Jeder Mensch kann lernen, dazulernen – auch diejenigen, die zum Beispiel meinen Sohn als doofen ungebildeten behinderten Krüppel bezeichnen. Kotzen möchte ich – der jungen Mutter direkt vor die Füße, die zu ihrem Vorschulmädchen gesagt hat, dass der Zwerg im Rollstuhl ja sowieso dumm ist: „Man kann ihn ja noch nicht mal verstehen und daran siehst du,“ so sagte sie dem Kind, „wer nicht richtig sprechen kann, der bringt es zu nichts!“ Ich hab nichts getan, noch nicht mal reagiert, hab mir nur meinen Teil gedacht…

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Himmelsende

Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, Aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont. | Konrad Adenauer

Manch jemand weiß nicht einmal was ein Horizont ist! Ich werde ’nen Teufel tun und den jungen Schnösel dessen zu bezeichnen. Es kann sehr gut sein, dass er ein Einserabitur hingelegt hat und nun erst einmal seine Ruhe haben will. Eins weiß ich aber gewiss, dass seine Mama die Wohnung bezahlt und der Papa fürs Essen sorgt. Nur grüßen kann er nicht, deswegen die nicht sehr nette Bezeichnung für den stets braungebrannten durchtrainierten, besonders schick angezogenen (ich mag seine Klamotten sehr) jungen Mann. Die Freundin sieht ein bisschen billiger aus. Sie trägt zumindest nicht das Logo eines Markenherstellers stolzgeschwellt auf ihrer Brust. Ihre T-Shirts sind zuweilen ein wenig labberig und meistens ungebügelt. Seit sie im Nachbarhaus wohnt, ändert sich allerdings ihr Kleidungsstil.

Eins möchte ich dennoch schreiben, denn, auch wenn sie total Maulfaul sind, so sind doch meine zwei schweren Wasserkisten heute wie durch Geisterhand vor meine Haustür geflogen. – Aus dem Augenwinkel sah ich noch ein weißes Guccihemd um die Ecke biegen …

… und was hat das mit dem obigen Zitat zu tun? Die jungen Leute nichts, aber andere Personen, über die ich hier nichts schreiben werde, weil man mir daraus – eher den Junioren – einen Strick drehen kann und das will ich weiß Gott nicht – gibt eh schon genug Querelen!