Behinderung, Familie, Gedanken, Kuddelmuddel

kein politischer Beitrag

Lockdown, Shutdown und so weiter – so langsam steige ich nicht mehr durch! Die Zahlen gehen hoch: 22657 Neuinfektionen. Erschreckend! Unermesslich, ich kann sie mir nicht vorstellen – es sind Menschen, die sich angesteckt haben! Hinter jeder Zahl steht ein Schicksal. Manchmal dramatisch und manchmal sehr glimpflich, aber immer ist es eine neue schreckliche Krankheit, die uns vermutlich ab jetzt immer begleiten wird. Es wird Zeit, dass es langsam normal wird, dass wir alle damit normal umgehen und dass Menschen nicht von Menschen getrennt werden, denn das ist ebenso schrecklich, wie die eigentliche Pandemie!

Seit meiner Kindheit wache ich morgens mit Bauchschmerzen auf – mal mehr, mal weniger schlimm. Ich kenne es eigentlich nicht anders, als mit Magenbrummeln. Es ist ein Gefühl wie, wenn man seine Hausaufgaben nicht gemacht hat. Etwas nicht gemacht zu haben, das Empfinden habe ich heute noch. Unzulänglich zu sein, nichts richtig gemacht zu haben oder wenigstens nicht vollständig! Es ist nichts somatisches, es ist reine Psyche! Aber genau das macht mir neuerliches Bauchweh. Schon vor dem Aufstehen gehe ich den Tag durch und denke, dass ich es kaum schaffen kann – ich schaffe es dann doch und eigentlich weiß ich das ja auch. Nur sitzt mein Vater am Bett und sagt mir ins Ohr: “Du musst besser sein, als alle anderen!” Meine Mutter sitzt auf dem Stuhl und flüstert: “Du kannst das sowieso nicht!” Ja – und dann macht mal!

Jeden Tag versuche ich es – immer noch – meinen Eltern zu beweisen. Jeden Morgen sage ich mir, dass das nicht nötig ist, weil ich längst erwachsen bin! Wenn überhaupt, dann beweise ich es mir selbst! Auf, los, hopp – ran an den Tag!

Gedanken, Musik

Musik am Sonntagmorgen


Lady d’Arbanville von Cat Stevens – ich liebe dieses Lied, dabei ist es so traurig! Aber wer kann so schön traurig singen, wenn nicht Cat Stevens alias Yusuf? Ich war gerade 14 Jahre alt, da spielten sie das Lied im Radio genau die Zeit wie Child in Time von Deep Purple. Ich war hin und weg! Meine Eltern haben die Hände über den Kopf zusammengeschlagen, meine Mutter mich wahrhaftig! Und meine Oma hat gesagt: “Lass doch das Kind ihre Musik hören, gefällt mir zwar nicht, aber eure Musik mag ich auch nicht!”