Behinderung

kotzen

Mir rutscht jedesmal mein Herz in die Hose, wenn Carsten zu schnell seine Aufbaunahrung trinkt und prompt anfängt zu husten.

Es ist ein Trauma – definitiv! Der Kerle muss doch was essen! Warum lässt man mich so alleine? Den Spruch, dass man so schnell nicht verhungert, diesen Spruch kann ich nicht mehr hören, ohne zu schreien. Ja, ernsthaft – schreien! Denn diese Menschen kennen Carsten nicht. Und glaubt mir, man kann! Carsten hat kein Hungergefühl und sein Magen fasst keinen Eierbecher voll Essen – alles, was darüber hinausgeht, ist zu viel!

Und meine Angst – wenigstens diese Angst – ist sehr real und keinesfalls diffus.

Schonungslos
  • Weil es so ist
  • weil ich nichts beschönigen will
  • weil mich diese Angst auffrisst
  • weil ich so alleine damit bin
  • … und wer damit nicht klarkommt, der soll wegbleiben
  • ich komme auch nicht damit klar – muss aber bleiben
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Gedanken

Druck oder was?

Viel zu oft hat sie sich unter Druck setzen lassen, viel zu oft setzte sie sich selbst unter Druck! Da sind die Sprüche der Kindheit: „Das macht man nicht!“ „Das hätte ich von dir nicht erwartet!“ „Du sollst…, du musst!“ etc. pp. Auch jetzt steht der Kessel unter Dampf.

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Ich bin unruhig, weil mir mein Körper einmal wieder die Schranken gewiesen hat – bin lahmgelegt. Kann noch nicht einmal zur Beerdigung einer guten Bekannten. Stattdessen laufe ich aufgescheucht, wie ein angeschossener Tiger im Haus herum. Ich warte auf ein Paket. Nebenbei lasse ich Fristen verstreichen und sollte endlich die Formulare ausfüllen, einen Antrag und ein Arbeitszeugnis schreiben. Fiebernd (38.5°) sitze ich und habe Gedankenbisse. Denke, was andere wohl über mich denken würden, weil nichts auf die Reihe kommt. Ich gehe nicht zum Arzt. Stecke lieber den Kopf in den Sand und mache es, wie die berühmten drei Affen. – Nichts sehen. Nichts hören. Nichts sagen.

Sollen doch die anderen sehen, was sie davon haben. Ich mache die Augen zu, dann gibt es auch kein Problem! Basta!

es ist nur

….so etwas, wie ein Tagebuch!

Aber es ist ein öffentliches Weblob.  Wie und wann es gelesen wird, wer es liest und wie es verstanden oder nicht verstanden wird, das kann und will ich nicht beeinflussen.

Ein Tagebuch kann ein Fenster zur Seele sein, es ist eine Chance sich selber kennenzulernen – ist aber immer nur eine Momentaufnahme – vergesst das nicht!

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