Asperger Syndrom, Gedanken, Kuddelmuddel

vergleichen

Vorab – ich schreibe dies ungefiltert und werde vermutlich Kommentare provozieren, die mir schaden wollen. Egal! Ich will auch nicht hören, dass dies hier mein Blog ist und ich hier machen kann, was ich will. Da lasse ich mir sowieso keine Vorschriften machen. Die Gedanken gehen eher dahin, dass keine:r mehr lesen mag, weilˋs als meckern oder jammern ausgelegt werden kann. Mein Selbstbewusstsein ist eh in der Hose.

Schon seit ich denken kann, werde ich verglichen oder vergleiche ich mich mit anderen. Das geht immer schief, weil nichts wirklich gleich ist. Die Voraussetzungen sind anders, die Themen andere und die Menschen dahinter sowieso. Angstbeladene Menschen, wie ich, hegen oft Zweifel überhaupt liebenswert zu sein. Besonders dann, wenn sie auf wohlmeinende Aufmerksamkeiten kratzbürstig reagieren. Mein Bestreben ist es nicht zu polarisieren, aber um meiner selbst Willen, um Authentizität zu wahren, handele ich viel zu oft schroff. Das erschreckt andere, sie deuten meine – für mich Hilferufe – als Forderungen und ziehen sich zurück. Ich fange an zu vergleichen, sehe, dass andere geliebt werden, dass sie glücklich scheinen, ohne Probleme sind und – die Blogs – lieber gelesen werden.

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… neue Seite, da ich unterbrochen wurde.

Asperger Syndrom, Erinnerungen, Gedanken

Berichterstattung & Co

Ich frage mich, ob es für mich überhaupt wichtig und gut ist, Nachrichten, so wie sie aus der Ukraine kommen und die von Corona, zu sehen – oder nicht. Ich bin keine Journalistin, es gibt keinen Grund, tagesaktuell oder gar stündlich über neue Geschehnisse informiert zu sein.

Tatsächlich beeinträchtigen mich die Kriegsberichte mehr, als Corona. Allerdings vermute ich – und das möchte ich dringend abklären – dass meine schwere Krankheit von Anfang 2020 mit der Lungenentzündung und Sepsis, die ich bislang eigentlich nur verdrängt habe, einen Großteil meiner Angst beinhalten und sogar schüren.

Behinderung, Gedanken

Alptraum

Die letzte Nacht verbracht, mit Träumen von Krieg und Tod. Immer wieder war ich wach. Immer wieder kamen diese Bilder. Einmal bin ich aufgewacht von meinem eigenen Schrei. Dieser Konflikt, dieser Krieg in der Ukraine macht mich hilflos. Die Bilder vom Massaker in Butscha kann ich nicht ertragen. Sie machen mich wütend und traurig zugleich.

Warum? Was bringt es Menschen abzuschlachten? Was macht das mit mir? Warum geht mir das so nah? Mir sacken die Beine weg und immer wieder sehe ich meine Kinder auf der Straße liegen. Mit gefesselten Händen, die Räder des Rollstuhls rollen noch …

Gedanken

angreifbar

Keine Ahnung was ich mache, ob ich weiter schreibe oder mich zurückziehe? Auf jedem Fall ist mir anonym signalisiert worden, dass ich mich doch nur zusammenreißen solle und dass Angst keine Krankheit ist. „Es gibt so viele Menschen, die berechtigte Angst haben müssten und keine haben, warum musst du deine so thematisieren?“ Damit wird meine Angst nicht ernst genommen, klein gemacht und mir ein schlechtes Gewissen eingeredet.

Sorry! Aber meine Angst ist nur eine Baustelle von vielen. Wo soll ich denn anfangen? Nebenbei ist da noch die Behinderung meiner Junioren. Und so ganz plötzlich hat sich die Essproblematik von Carsten auch nicht in Luft aufgelöst. Der Druck, dass er verhungern könnte, ist zwar raus, aber dennoch isst der Kerle nicht ausreichend und ich muss aufpassen, dass er genügend Nahrung bekommt. Dem Töchting geht’s gut, aber auch sie hat ständig Hüftschmerzen und wenn ich nicht an die Schmerzlinderung denke, dann tut das niemand. Auch sie isst nur, wenn ich ihr etwas hinstelle. Hunger und Durstgefühl haben beide nicht! Eigentlich bin ich dauernd sprungbereit! Unsere Situation so wiederzugeben, ohne dass es als Jammern und Wehklagen ausgelegt wird, ist verdammt schwierig. Denn es ist nicht nur Arbeit. Arbeit ist sogar das kleinste Problem…

Still werde ich nicht werden, auch wenn ich hier im Blog nicht die nötige Resonanz bekomme, die ich mir erhofft habe. Mein/unser Leben ist ein völlig anderes, als das, was ihr landläufig kennt.

Angst ist trotzdem etwas, was nicht einfach als Undiszipliniertheit angesehen werden kann. Angst kann ein Leben bestimmen und ich kämpfe hart, dass das nicht passiert!