Behinderung, Gedankenchaos, Junioren

Eigenwerbung

Ich bin von Claudia nominiert worden – für den Goldenen Blogger. Damit hatte ich nicht gerechnet. Freuen tut mich das sehr. Jetzt habe ich eine Bitte an euch: Könnt ihr vielleicht auch werben? Ich finde nämlich, dass die Junioren es verdient haben, gesehen zu werden. Selber bin ich schrecklich schlecht in Werbung – stinkt das nicht? Helft ihr mir?

Behinderung, Gedankenchaos, Gedicht

Nimm dir Zeit

Nimm dir Zeit, für die Liebe
sie gibt dir Kraft.

Nimm dir Zeit, um auszuruhen
so schöpft du Kraft für den neuen Tag.

Nimm dir Zeit, für Freunde
mit ihnen kommt Freude und Spaß.

Nimm dir Zeit, für dich
nur so bleibst du bei dir.

Nimm dir Zeit, und lass was liegen
es zu tun kommt später die Zeit.

Nimm dir Zeit, für die Alten
sie haben so viel zu erzählen.

Nimm dir Zeit, um zu lachen
es ist ein wahrer Lebensquell.

Nimm dir Zeit, für die Kinder
sie sind die Zukunft der Welt.

Nimm dir Zeit, um zu weinen
denn Tränen lösen den Schmerz.

Nimm dir Zeit zu schweigen
jedes Wort zuviel, kann zerstören.

© petra ulbrich

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Wenn mein Töchting im Bett ist mich lässt, werde ich das Gedicht einsprechen – jetzt funkt sie mir zu oft dazwischen. Das, was ich bislang versucht habe klang viel zu pathetisch. Draußen ist es eklig windig. Der Kerle möchte spazieren gehen, wir wollen alle raus und ich habe ein permanent schlechtes Gewissen, weil ich immer wieder sagen muss: „Geht nicht!“ Es ist niemand da zum begleiten. Und dann höre ich von einer älteren Dame, dass sie am Morgen einen wunderschönen Spaziergang gemacht hat. Leben ist schon kompliziert.

Alltag, Behinderung, Gedankenchaos

mach was

Alleine kann ich mit den Junioren, gerade jetzt im Winter, nicht spazieren gehen. Aber auch mein Hilferuf deswegen verpufft genauso wie die allgemeine Suchanfrage – hier und auf WhatsApp. Stattdessen bekomme ich gesagt: „Mach was! Kümmere dich!“ Ich weiß nicht, was ich noch machen soll?

Bin ich so ein Biest, wenn ich nicht alles hinnehme, wenn ich keine Ratschläge möchte, dafür lieber Hilfe und Verständnis und eine möglichst rasche Auffassungsgabe, damit ich nicht alles fünf oder sechsmal erklären muss, wie die Junioren behandelt – das ist nicht das richtige Wort, denn behandelt werden brauchen sie gar nicht, sie sollen nur so genommen werden, wie sie sind, mit allen Macken. Sie haben nicht umsonst den Behindertenstatus! – also ich möchte nicht immer und immer wieder um Verständnis um unsere Situation werben. Es wird sie doch geben, die Menschen, die zu uns passen! Ich bin bereit Kompromisse zu machen, aber aufgeben mag ich mich nicht. Ich möchte nicht nur Sprüche hören. Ich wünschte mir, dass jemand auch was tut!

P.S.: das schreibe ich mit Tränen in den Augen.

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07:46Uhr – Nachtrag: Wisst ihr, was mich traurig macht? Wir sind da kein Einzelfall, es geht so vielen anderen Familien mit behinderten Angehörigen ähnlich oder genau so!

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Noch ein Nachtrag um 10:51Uhr und ein verzagtes Ende: Was erwarte ich eigentlich vom Blog? Auch hier ein bisschen Verständnis und ab und zu etwas Resonanz – aber wahrscheinlich überfordere ich damit die meisten Leser*innen. Aber so ist nun mal meine Realität.