Familie, Kuddelmuddel, Musik

ausgemistet

… und sehen tut man nix!

3 Kisten Glas weggeschafft. Alte Marmeladengläser etc. pp. Vier Säcke Textilien aussortiert und teilweise zum Container oder zum Sozialkaufhaus gebracht – auch davon merke ich nichts. Die Schränke sind voll, zwar nicht mehr gestopft, aber immer noch habe ich keine freien Fächer. Marie Kondo kann mich mal besuchen, dann werde ich ihr zu jedem Stück Geschichten erzählen…

Trotzdem will ich weiter entrümpeln und peu à peu Abschied nehmen!

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Manche Dinge haben wir nicht, deswegen dürft ihr uns gerne etwas in den omminösen Hut werfen! Wiebke möchte sich ein Paar Schuhe kaufen und diese kosten mehr, als ein Paar normale, denn sie hat besondere Füße.

 

Behinderung, Familie, Junioren, Kuddelmuddel

Quasselstrippe

Carsten kaut mir ein Ohr ab. Von der Sekunde an, als er wach war, redete er heute Morgen ohne Punkt und Komma. Von Weltraumabenteuern, die er nächstens bewältigen konnte, bis zu der ungeliebten Betreuerin, die noch mindestens eine Woche krank geschrieben ist und dass ihm das einerseits freut, andererseits aber auch nicht, weil die Gruppe unterbesetzt ist und keine guten kognitiven Angebote stattfinden. Er redet davon, dass es langweilig ist und er sich auf die Physiotherapie freut. – Ich nicht, denn mir tun noch immer sämtliche Gelenke weh!

Wiebke hat sich gestern Abend noch geschminkt und ist so schick ins Bett gegangen. Da sie sich selber ausziehen kann und ich um 22:00Uhr nur kurz gucke, ob sie auch zugedeckt ist, habe ich die Kriegsbemalung nicht gesehen. Baden, Bett waschen, Teppich putzen – denn der wurde kurzerhand mitgeschminkt. „Ich will aber heute nicht turnen!“ Mein Töchting ist gerade auf Oppositionskurs. Gestern wollte sie schon nicht zur Bandprobe, weil‘s ihr da zu laut ist. Als ich zum abholen kam, war sie noch feste am trommeln…

Wenn ich Kommentare bekomme, dann freu ich mich sehr. Wenn ihr wollt, könnt ihr uns auch gerne etwas in den imaginären Hut werfen!

Kuddelmuddel

Alexandra


Das ist ein Lied meines Lebens. Alexandras Stimme hat mich damals fasziniert – und tut es heute noch. Ich konnte alle ihre Lieder auswendig – und kann sie jetzt noch mitsingen. 

Mein Freund, der später mein Mann werden sollte, hat mich gnadenlos ausgelacht. Er fand diese Musik schnulzig. Seine Musik war rockiger – Rolling Stones und Johnny Cash. Wann war Patty Smith eigentlich? Die mochte er auch. Ich Milchbaby war mit ihm in Hamburg bei Otto Walkes und in der Fabrik. Später war ich in Gorleben demonstrieren – da habe ich dann meinen Freund mitgenommen. Gemeinsam sind wir nach Whyl gefahren, nur weggetragen hat uns die Polizei nicht.

Immer haben mich die Lieder von Alexandra begleitet. In Whyl war es: Mein Freund der Baum! 

… und heute höre ich Alexandra rauf und runter. Ich will mir die Erinnerungen holen, hervorkramen aus der Versenkung. Habt ihr auch vergrabene? Erzählt ihr mir davon?

Wenn ihr wollt, könnt ihr uns gerne etwas in den imaginären Hut werfen!