Gedicht

nichts wissen

als dreijährige auf dem Weg nach München

Als Kind

Als Kind wusste ich nichts.
Als Teeny hatte ich keine Ahnung.
Als junge Erwachsene kannte ich nur schwarz-weiß.

So war ich viele Jahre ein Klugsch…

Dabei wusste ich immer weniger.
Dann war ich verunsichert.
Jetzt dämmert mir eine Ahnung.

Morgen will ich es
Weisheit nennen
können.

© petra ulbrich

Veröffentlicht von piri

✉️ Ihr dürft mir gerne eine E-Mail schreiben. ✉️ Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig! In Momenten, in denen ich an mirund meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder.

14 Gedanken zu „nichts wissen“

  1. Nanu sagt:

    Ich weiß genau, welches Gefühl du in deinem Poem beschreibst.
    Übrigens ist das ein ganz niedliches Foto.

    1. piri sagt:

      Danke – ich war damals das erste Mal allein auf weiter Fahrt. Wirklich ganz allein, von Hannover nach München.

      1. Nanu sagt:

        Wow…. Du wirkst gar nicht eingeschüchtert , eher rundum glücklich.
        Das ist ja so ziemlich die größt mögliche Distanz in Deutschland.

      2. christahartwig sagt:

        Aber jemand hat Dich fotografiert.

      3. piri sagt:

        Bei der Abfahrt!

      4. christahartwig sagt:

        Ich war 10. als ich zum ersten mal allein verreist bin (d.h. natürlich mit einer Kindergruppe und einer Betreuerin der Arbeiterwohlfahrt). Ich kam mir schrecklich allein vor. Dazu noch unfotografiert!

      5. piri sagt:

        Ja, ich hatte schon früh große Verantwortung und heutzutage wäre das gar nicht mehr möglich.

  2. Sonja sagt:

    Eine kurze, komprimierte Entwicklungsgeschichte…

    1. piri sagt:

      Joa, that‘s life!

  3. m.mama sagt:

    So geht es im Leben. Ich finde das Bild auch entzückend!!!

    1. piri sagt:

      Danke – wenn man mich heute anguckt, entdeckt man schon noch Ähnlichkeiten.

  4. Margrit sagt:

    Was die damals gemacht haben – eine Dreijährige ganz allein im Zug fahren lassen. Finde ich krass.

    Und das mit dem Enden in Weisheit, das wär‘s doch!

    1. Margrit sagt:

      Danke, das ist schön zu lesen.

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