Hab ich was zu erzählen? Doch nichts Weltbewegendes. Ein ganz normales Leben einer pflegenden Mutter. Nichts, was Influenzer großartig berichten. Und doch möchte ich gesehen werden – aber was soll ich erzählen:
- dass heute Morgen des Töchtings Zimmer total vollgekrümelt war, damit gestaubsaugt wird.
- dass ich im Bad ein Parfüm fallen gelassen habe und nun das Zimmer nicht wirklich duftet.
- dass der Kerle so getrödelt hat und er nichts mehr trinken konnte, weil der Bus vor der Tür stand.
- dass meine Kaffee kalt geworden ist.
- dass vor der Haustür eine Palette mit Holzschnitzeln steht, von der ich nicht weiß, wann ich sie im Garten verteilen soll.
- dass ich keine Ahnung habe, was wir heute Abend essen.
Alles total langweilig. Gleich muss ich zum Doktor und ich bereite mich jetzt schon auf die Wartezimmerzeit vor.
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14:04 Uhr: Wartezeit kann ich wirklich gut überbrücken – ich habe immer ein Buch dabei! Der Doc und ich haben über Geschwisterproblematik gesprochen, er musste lachen als ich sagte: „Unrat vorbei schwimmen lassen!“
Nanu sagt:
Ich warte nicht im Wartezimmer, wenn mehr als zwei Personen darin sitzen. Dann sage ich an der Anmeldung, dass sie meine Handynummer haben und mir Bescheid sagen sollen, wann ich reinkommen soll.
piri sagt:
Dann wartest du halt woanders. Aber warten tust du.
Nanu sagt:
Nein. Ich kaufe dann noch etwas ein oder erledige etwas am Telefon.
Trude sagt:
Überhaupt nicht langweilig – nur normales Alltagszeug halt.