Behinderung, Junioren, Kuddelmuddel

freitags

Fünf Uhr fünfundvierzig klingelt mein Wecker, schon früher bin ich hellwach. Dennoch brauche ich einen Kaffee, einen heißen, und stelle erschreckt fest, dass die Bohnen nur für eineinhalb Tassen reichen. 

Der Himmel ist hellblau mit blaßweißen Schleierwölkchen, kein Wind weht. Auch dann nicht, als ich ‚Durchzug‘ mache! Die Junioren jubeln innerlich, das Wochenende kommt, und doch wieder freuen sie sich nicht, weil das Wochenende kommt und Helfer*innen nicht da sind. 

Vorm Haus fahren viel mehr Autos als sonst vorbei – hoffentlich ist die Baustelle im Dorf endlich vorbei, denn es nervt. Carsten macht es Spaß, die Fahrzeuge zu beobachten, zu zählen. Dabei verzählt er sich regelmäßig, und mehr als zwanzig werden es nie …

Veröffentlicht von piri

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Im Autismus-Spektrum bin ich obendrein und habe Wünsche. In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder. ❤️ | ✨

3 Gedanken zu „freitags“

  1. Nanu sagt:

    Wann wachen denn die Junioren auf?

    1. piri sagt:

      Sie sind wach, trödeln aber noch im Bett. Der Bus kommt um zwanzig nach acht!

  2. Trude sagt:

    Oh je – Kaffeenotstand – das darf auf keinen Fall passieren.

    Ich hoffe du bist inzwischen an Nachschub gekommen?

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