Gedankenchaos, Junioren

ein Nagel, ein Königreich für einen Nagel

Heute Morgen so toll – und am späten Nachmittag Monster!

Am späten Nachmittag waren wir zu einem Umtrunk nach einer standesamtlichen Hochzeit eingeladen. Das Töchting hatte sich kurz vor Feierabend in der Werkstatt übergeben. Der Kerle wollte/konnte nicht mehr sitzen, doch da hatte ich vorgesorgt – seine Bedarfstropfen bei Schmerzen hatte ich dabei. Der Hauptgrund war allerdings wahrscheinlich eher der, dass er keine Lust hatte. Damit hat er seine Schwester angesteckt, und schon im Auto haben sie sich beide wie die Kesselflicker gezofft.

Ich wollte aber unbedingt auf diese Hochzeit, weil die jüngste Tochter meiner Freundin geheiratet hat. In mieser Laune sind die Junioren ausgestiegen, haben sich demonstrativ in den Weg gestellt und ein wahnsinnsmissbilliges Gesicht gemacht. Der Kerle hat gezetert. Wiebke fing auf einmal an zu husten und muss sich wieder übergeben. Meine Laune sank.

Wenigstens durfte ich ein Gläschen Sekt trinken und dem Brautpaar gratulieren – das übrigens haben beide mit fröhlichem Gesicht gemacht.

Dann mussten wir nach Hause und hier suche ich jetzt einen dicken Nagel, ganz weit oben in die Wand zu hauen, um die Junioren dran zu hängen.

Veröffentlicht von piri

✉️ Ihr dürft mir gerne eine E-Mail schreiben. ✉️ Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig! In Momenten, in denen ich an mirund meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder.

4 Gedanken zu „ein Nagel, ein Königreich für einen Nagel“

  1. Margrit sagt:

    Orrr, wie sehr ich das hasse, Unternehmungen die ich unbedingt unternehmen will und dann diese plötzlichen Unpässlichkeiten, die einem in den Weg geschmissen werden. Und du hast auch noch immer dieses 2:1.

  2. Zoé, la Française sagt:

    Sinn für Humor hast du! Ich denke, ohne wäre das Leben viel schwerer.

    1. piri sagt:

      Wenn ich meinen Humor nicht mehr hätte, dann wäre das Leben doch traurig. Willkommen!

  3. Trude sagt:

    Das liest sich so, wie bei meinem Mann.

    Wenn wir was vorhatten, hatte er meist in seinen letzten Lebensjahren eine Asthmaspitze.
    Ganz besonders wenn er kein Bock hatte. Da hatte er sich dann rein gesteigert.

    Nachdem wir seine Diagnose mit dem Asthma und die Info das sowas ganz normal ist, habe ich die Konsequenz daraus gezogen und bin meist alleine los.

    Eine Option die du leider nicht hast …

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