Behinderung, Junioren

was tun?

Noch haben wir etwas Zeit bis die Lebenswerkstatt wieder öffnet, aber soll ich in diesen Zeiten die Junioren hinschicken? Carsten hat schon signalisiert, dass er nicht möchte! „Wenn ich denn geimpft wäre, dann wäre das kein Problem. Aber ich habe Angst!“ Das sagt ein mehrfachbehinderter kleinwüchsiger Mann, der auf dem Rollstuhl sitzt und Freunde in der Werkstatt hat, die er schon lange nicht gesehen hat. Wiebke sagt gar nichts, sie zieht sich mehr und mehr zurück.

Die Einrichtung schreibt, sie hätte ein gutes Hygienekonzept – hat sie sicherlich auch, aber die Diskussion über einen weiteren Shutdown geht natürlich an behinderten Menschen nicht spurlos vorbei. Zumal besonders der Kerle zur Hochrisikogruppe gehört, aber dennoch nicht gleich geimpft wird. Hier im Landkreis haben noch nicht einmal die Impfzentren geöffnet. Ich bin unsicher, was ich entscheiden soll! Einerseits ist es gut, wenn die Junioren einen strukturierten Tag haben – so etwas gibt Sicherheit und die Eintönigkeit wird unterbrochen. Andererseits ist es ein Risiko – von dem die Verantwortlichen der Werkstatt sagen, dass es keins ist, weil das Konzept ein gutes sei. Ich weiß es nicht! Meine Tendenz geht dahin, die Junioren daheim zu lassen. 

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Husten ist festverankert und das Gedankenkarussell dreht und dreht und dreht sich munter weiter. Wir haben bislang immer noch einen Weg gefunden … 

Behinderung, Kuddelmuddel

Spamkommentare

Mir scheint, dass eine E-Mail-Adresse auch erfunden sein kann, um Hass- und Spamkommentare zu posten. Für mich ist es richtig, dass ich jeden Kommentar freischalten muss – gerade jetzt, da die Junioren mit Halsweh daheim sind. Die freigeschalteten Kommentare sind kein Spam – nicht, dass da etwas missverstanden wird.

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Total verunsichert – es gehört nicht viel dazu mich zu verunsichern – weiß ich nicht, was ich machen soll. Carsten & Wiebke sind behinderte Menschen, die sich noch dazu nicht selbstständig die Hände am Waschbecken waschen können. Auch nicht wie zweijährige, die man auf einem Schemel davor stellt. Beide können aus verschiedenen Gründen keine MNS-Maske tragen. Zum einen gibt es so kleine nicht – das ist allerdings kein Argument, ich könnte welche nähen – zum anderen toleriert Wiebke etwas im Gesicht nicht. Wir haben Jahre gebraucht, dass sie ihre Brille aufbehält. Carsten würde zwar einen Schutz anbehalten, der wäre aber in kürzester Zeit nass. Abstand halten ist schwierig, da die Rollstühle, auf denen sie sitzen, ja geschoben werden müssen.

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Eine Bitte an die Spammer: tobt euch woanders aus und lasst mich in Ruhe – ich habe schon genug zu tun, da brauche ich nicht noch zusätzliche Hass- oder zynische Kommentare. Danke fürs Verständnis!

Behinderung, Junioren

Leben

Leben ist eben was anderes als Planung, schon gar mit behinderten Menschen!

Heute wäre der dritte Tag gewesen, an dem die Junioren wieder in die Werkstatt hätten gehen können. Hätten können. Sind sie aber nicht. Warum? Krank sind beide nicht. Nur die Nacht war eben schwierig – besonders für Wiebke. Was allerdings war, konnte sie mir auch unter Tränen nicht sagen. Irgendein Alptraum. Jedenfalls war sie völlig aufgelöst und jetzt ist ihre Laune unterirdisch.

Carsten ficht das alles nur in soweit an, als dass er sich zur anderen Seite dreht und weiterschläft.

Leben ist eben immer ein Geduldsspiel.