Alltag, Behinderung, Gedankenchaos, Gedicht, Junioren

weil die Sonne heute (noch) nicht scheint

Es ist einfach so wärmend und verbindend, wenn Menschen durch die Welt gehen und gucken, ob jemand Hilfe brauchen könnte!

Gestern war Dorfhandball. Auch wenn ich mir verloren vorkam – allein unter Menschen war – so hatten wir dennoch eine Begleitung. Das tat dann doch gut!
Die Handballer haben hoch verloren. Die Junioren haben eine tolle Mitstreiterin gewonnen.
Ich mag sie auch. Sie ist so komplett anders – ich hoffe sehr, dass ich mich auf sie einlassen kann.

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Der Schnupfen

Ein Schnupfen hockt auf der Terrasse,
auf dass er sich ein Opfer fasse
– und stürzt alsbald mit großem Grimm
auf einen Menschen namens Schrimm.
Paul Schrimm erwidert prompt: „Pitschü!“
und hat ihn drauf bis Montag früh.

Christian Morgenstern

Behinderung, Familie, Gedankenchaos, Junioren

niemals genügt

Man soll niemals sagen, dass alles aus ist; es genügt ein klein wenig Glück, und alles kommt wieder. | Émile Zola

Eine unerwartete Anerkennung, die mich sehr gefreut hat, habe ich nach einem gemeinsamen Mittagessen mit zwei befreundeten Frauen bekommen. Die Junioren waren dabei und hatten Spaß. Eine schrieb mir im Nachklapp diese Zeilen auf WhatsApp:
Es wurde mir jedoch dabei wieder deutlich, wie sehr du selbst bei einer sogenannten „einfachen Aktion“ ständig gefordert bist – mit Aufmerksamkeit und Engagement deinen Junioren gegenüber – großen Respekt !! ♥️

Ich selbst habe das nicht wahrgenommen, es ist für mich selbstverständlich und totale Normalität. Es hat mich gefreut, dass diese Frau das gesehen hat. 

Gedankenchaos

eng

Heute musste ich an einer Kasse anstehen. Die Schlange war lang. Die Kundin am Tresen hatte die Ruhe weg und die Kassiererin eine Engelsgeduld. Hinter mir, der dicke Mann hatte leichten Körpergeruch. Ich trat, so weit es mir möglich war, einen Schritt nach vorne. Der Mann rückte auf. Ich trat einen Schritt zur Seite, der Mann rückte noch mehr auf. Mein Herz schlug im Hals. Ich hörte den Mann hinter mir atmen. Ich fühlte mich bedrängt.

„Sagen Sie mal, wollen Sie noch näher rücken?“ „Ich hab‘s eilig!“, war die Antwort. Aber immerhin ist er einen halben Schritt zurückgegangen.

Mir pocht jetzt, nach fast einer Stunde, immer noch das Herz viel zu aufgeregt! Dieser Mann war mir suspekt – ich hab schon seine Hand irgendwo gefühlt und mir ist kotzübel…