Das Dorf schläft noch.
Gestern Abend, nach dem glücklichen Sieg der Fußballer gab es sogar einen kleinen Autokorso durchs Dorf – das Töchting hat mordmäßig gemeckert: „ICH WILL SCHLAFEN!“
Ich wollte es auch. Doch wer bewacht das kühlende Haus? Alles ist hier (fast) ebenerdig zu erreichen, und meine Angst vor Einbrechern, die uns rauben (so Wiebke) ist gigantisch. Nacht der offenen Tür!
An Pause ist nicht zu denken. Überhaupt machen meine Gedanken keine Pause. Nebenbei ein bisschen waschen – verschwitzte Bettwäsche, T-Shirt, kleine, mittelgroße und große kurze Hosen. Rufe ich meine Freundin an, oder warte bis sie ausgeschmollt hat?
∙∙∙∙∙
Momentan sitze ich bei beginnender großen Hitze in der Wohnung und fühle mich überfordert und total allein. Das Wochenende habe ich bisher gut gemeistert. Dass ich das kann, wusste ich und doch hatte und habe ich große Bauchschmerzen.
Freunde werden heute an den Seen fahren und Spaß haben. Wir könnten auch, aber da niemand ins Wasser zum Schwimmen gehen will (zu kalt das Wasser) bringt es nichts in der Wärme auf der Wiese zu schmoren. Wir sind für Freunde in dem Fall eine Belastung. Ich bin neidisch und gönne doch jedem das, was sie machen. Mit zwei Menschen im Rollstuhl bin ich schon sehr gebunden.
Ich werde es versuchen zu Hause schön zu machen, meinen Junioren wird es an nichts fehlen und ich werde zwei Tage keine Erwachsenengespräche geführt haben!
Smalltalk liegt mir nicht, ich möchte gute tiefe Gespräche – aber wenn …
21. Juni 2026 09:01 — 9:01
Ich finde mich immer in deinen Gedanken wieder. Und das schenkt mir ein Stück Verbundenheit in meinem Erleben.
21. Juni 2026 12:58 — 12:58
Danke für die Verbundenheit – sie trägt.