Kuddelmuddel

Kräfte bündeln

Es wird Zeit, Kraft zu tanken! Stattdessen schneide ich mir die Haare ab. Heißt es nicht, wem die Haare abgeschnitten werden, verliert damit auch seine Kraft? Es heißt aber auch, dass Veränderungen anstehen!

Meine Frisur sah aus, wie die einer alten Frau. Kurz und betulich. Grau und altbacken ohne Glanz und Pepp. Ca. 10cm lang durchgestuft mit Naturlocken. Nett! Mehr nicht. Auch lila, nicht besonders aufregend.

Meine Frisur jetzt ist 1cm lang. Naturfarben, fast weiß. Am Wirbel etwas länger. Voller Glanz. Sehr kräftig in der Struktur. Alt bin ich immer noch. Man wird auch nicht durch eine jugendlichen Schnitt plötzlich wieder jung und ich muss mich nun auch schminken, um nicht zu streng auszusehen. Aber diese äußerliche Veränderung war nötig, um mir Mut zu machen.

Auch wenn ich keine alten Zöpfe abschneiden konnte – mangels Masse – habe ich dennoch Ballast abgeworfen und so gestärkt, bin ich gerüstet.

Heute Nacht brauchte ich den Kerle nicht auf den Rücken lagern. Er tat es schon. Trotzdem war es gut, dass ich – wie jede Nacht – im Zimmer war, ihm Wichtelworte zuflüstern und seine warme Haut spüren konnte. Auch mein Töchting lag selig schlafend – nicht wie Pipi Langstrumpf – im Bett. Zum Weinen schön, beide friedlich schlafen zu sehen!

Auch solch ein Anblick bündelt Kraft…

Familie, Gedankenchaos, Kuddelmuddel, Musik

von Dankbarkeit

Allüberall lese ich vom Dankbarsein! Sollte ich auch einmal aufschreiben, wofür ich dankbar bin?

Dafür, dass die Sonne scheint, der Himmel mit weißen Schäfchenwolken bevölkert ist oder die Rosen so prächtig blühen? Viel eher bin ich dankbar, dass der Kerle heute 5 Erbsen gegessen hat und statt Fisch lieber Gemüse essen wollte. Dankbar bin ich auch, dass ich nicht Hunger leiden muss und ein Radler vor mir steht, das ich gleich wegzischen werde. Auch bin ich dankbar, dass auf meiner Wiese die Gänseblümchen blühen dürfen und die gelben Butterblumen in der Nachbarschaft leuchten.  Mit Dankbarkeit denke ich an die weite Freundin, die auf ihrer Insel hoffentlich einen schönen Kurzurlaub erlebt. Große Dankbarkeit erfüllt mich, dass ich ihr alles erzählen kann und sie mir nichts – aber auch wirklich nichts – übel nimmt. Dankbar bin ich für das Dach über unserem Kopf, denn wenn gleich das Gewitter kommt – der Donner grollt schon – ist es herrlich das große Himmelsschauspiel durchs Fenster beobachten zu können, statt mittendrin zu sein. 

Im Grunde genommen bin ich sehr dankbar in Deutschland wohnen zu dürfen und nicht auf der Flucht sein zu müssen. Dankbar bin ich auch, keinen Krieg zu kennen – in Bild und Ton sieht er schon bedrohlich genug aus, das brauche ich nicht auch noch real …

… und dann bin ich dankbar, dankbar sein zu können!

Kuddelmuddel

kreativ schneiden

Mit Papier und Schere experimentiere ich – nicht alles gelingt und jetzt, da mich der Ehrgeiz packt, bin ich zunehmend unzufrieden mit meinen Werken. Vermutlich ist es besser, statt mit Schere herumzuschnippeln, ein Skalpell zu nehmen. Momentan bin ich noch autodidaktisch unterwegs, habe mir noch kein – noch so geartetes  – Video angeguckt und bewundere nur von Ferne die wunderbaren Scherenschnitte von Mmandarin. Wenn ich mich denn traue, werde ich beizeiten einmal nachfragen, wie Marie ihre Kunstwerke macht! Es fasziniert mich – ich will das, wenigstens ansatzweise auch können!