Alltag, Behinderung, Gedankenchaos

Kunstbanausen

Wenn man mit Kunstbanausen vereist, dann ist es kaum möglich, eigentlich gar nicht, das Otto Dix Museum zu besuchen: „Mit dieser Art Kunst kann ich nichts anfangen!“ Zwei Frauen – eine alte und eine mittelaltjunge – ziehen Schnute, da hilft auch des Kerles Erklärung nicht, dass er nicht mehr wuppa macht. Die Damen haben keine Lust. Die kleine Gruppe teilen, ist leider auch nicht möglich – das Töchting bleibt nicht bei der anderen Frau. Na ja, dann ist dem eben so!

Darf ich deswegen traurig sein? Mir entgeht vieles, was ich machen möchte. Mir entgeht es freiwillig – traurig bin ich dennoch um die verpassten Chancen. Was wäre die Alternative? Den Mitreisenden etwas aufzwingen? Alleine bleiben können sie nicht, ergo kann ich nicht alleine ins Museum.

Manchmal möchte ich noch rabiater meinen/unseren Alltag schildern – aber ob das tatsächlich geglaubt wird? Oder ob mir Effekthascherei vorgeworfen wird? Ansatzweise nachvollziehen, kann das tatsächlich nur jemand, der in einer ähnlichen Lage steckt …

Veröffentlicht von piri

✉️ Ihr dürft mir gerne eine E-Mail schreiben. ✉️ Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig! In Momenten, in denen ich an mirund meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder.

4 Gedanken zu „Kunstbanausen“

  1. Nanu sagt:

    Kannst du keinen Handel machen?

    1. piri sagt:

      Was fürn Handel?
      Ich dachte, ich hatte erklärt, dass es nicht geht. Was soll ich denn handeln? Dass Menschen, die keine Lust auf Kunst haben, muffig dabei sind und mir die Lust an den Bildern verderben? Alles schon ausprobiert – das macht keinen Spaß und ist in der Regel ein Gehetze durch die Ausstellung!

      1. Nanu sagt:

        Sie verstehen doch, dass man etwas für sie macht und dass sie auch etwas nur für sich machen können.
        War ja nur eine Idee.

      2. piri sagt:

        Theorie und Praxis sind manchmal meilenweit voneinander entfernt. Besonders (und jetzt nimm es mir nicht übel) wenn der Vorschlag von Betriebsfremden kommt!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.