Kuddelmuddel

sechstausenddreihundertfünfzehn

Das sind meine Schritte heute, bis jetzt und sechs mal bin ich die Treppe rauf und runter gelaufen. Ich fühle mich träge, die Luft ist schwül und warm. Ein Gewitter hängt drin und meine Anspannung dem Regen gegenüber ist greifbar. Hoffentlich bleibt er moderat! 

Meine andere Baustelle – essenstechnisch gesehen – schwebt ja auch im Raum. Wenigstens trinken die Junioren, wenn auch fast ausschließlich Cola. Der Kerle debattiert mit mir um jedes Salzstängelchen. Noch gewinne ich die Streitgespräche, aber zunehmend schwindet meine Überzeugungskraft. 

Heute Nachmittag war eine Helferinfreundin da und wir haben vorgelesen. Ich mache so etwas gerne und sicherlich auch gut. Das Töchting kennt das Krankenhausbuch auswendig und wehe, wehe, wenn ich ein Wort austausche, dann berichtigt sie mich vehement konsequent.  Schummeln geht nicht – auch nicht beim Schrittzähler. Ich brauche noch ein paar Hundert, so werde ich, wenn die Junioren denn endlich im Bett sind – was noch etwas dauern wird – zum See und zurück laufen und hoffentlich die innere Unruhe loswerden.  

Behinderung, Familie, Junioren, Kuddelmuddel

Absage

Kurz vor knapp bekomme ich eine Absage! Gerade will ich meine Junioren zusammenpacken, da kommt eine knappe Nachricht: Heute leider kein Treff! Die Enttäuschung meiner Kinder war grenzenlos. Meine aber auch. Denn donnerstags ist auch Quasseltag für mich, da bringe ich den Kerle und das Töchting ins Nachbardorf und fahre selbst noch ein Eckchen weiter und sitze ein gutes Stündchen bei der Freundin, mit der der Redestoff nie ausgeht. Alle waren wir etwas traurig! Und meine Junioren sind tatsächlich ein bisschen unflexibel, wollten sie nicht mit mir zusammen ins übernächste Dörfchen zur Freundin fahren …

Kuddelmuddel

Alltag

Was ist schon Alltag?  Alle Tage? Immer wiederkehrend?  Wikipedia sagt dazu: Der Alltag ist durch sich wiederholende Muster von Arbeit und Arbeitswegen, Konsum (Einkauf, Essen und Trinken), Freizeit, Körperpflege, sozialer sowie kultureller Betätigung, Arztbesuche, Schlaf u. v. m. geprägt. Der Alltag wird unter anderem als Gegensatz zum Feiertag oder Festtag bzw. zum Urlaub gesehen.  Hmm – so ganz bin ich damit nicht einverstanden, denn unser Alltag unterscheidet sich doch extrem von anderen. Aber es ist ein Alltag! Ergo, hat jeder seinen eigenen und man kann nicht vergleichen. Überhaupt ist vergleichen nicht gut! Geht doch jeder anders mit Krisen und schönen Ereignissen um. Was den einen aus der Bahn wirft, ist für den anderen Peanuts. […]

So und jetzt wurde ich wieder unterbrochen, weil  das Leben eben nicht nach Schema F passiert. Bei niemandem, denn das wäre viel zu einfach! Wir sehnen uns alle nach Normalität und Alltag – einem abwechslungsreichen Alltag! Nur Krisen und Katastrophen sollten tunlichst nicht darin vorkommen. In diesem Sinn wünsche ich euch einen guten Donnerstag.