Was gäbe ich drum, wenn ich hätte lange schlafen können, aus dem Bett bin ich gefallen. Nicht wirklich, aber irgendwie schon – morgens um kurz nach fünf! Fit fühle ich mich nicht. Schon gar nicht, wenn das Töchting um vier Minuten nach sechs meint aufstehen zu wollen. Natürlich durfte sie und baden auch – lange und ausgiebig. Diese Wochen waren hart, nicht nur die letzte. Schon lange wechseln sich emotionale und physische Erschöpfung ab und die nächtlichen Eskapaden fordern Tribut. Aber es geht immer mehr, als man gemeinhin denkt. Wutlos und mutvoll versuche ich meinen Körper auszutricksen. Versuche Grenzen auszuweiten und Schmerzen zu ignorieren – der Kerle braucht mich und das Töchting auch, da kann und darf ich nicht schlapp machen. Meine kleinen Auszeiten im abgedunkelten Spielzimmer mit Stift in der Hand und Wärmekissen im Nacken sind gestohlen, immer mit dem Ohr in den Nachbarzimmern.
*gelöscht* – gehört zusammen mit dem zu heiß gewaschenen Pullover auf den Haufen, der weggeworfen werden kann!