Behinderung

gefreut, geärgert, gelacht und so weiter

… und manchmal das Auge mit dem großen Augenflecken verflucht!  Mich nervt das – besonders bei Licht!

∙∙∙∙∙·▫▫▫▫ᵒᵒᵒᴼᴼ ᴼᴼᵒᵒᵒ▫▫▫▫∙∙∙∙∙·

Heute kommen die Junioren von einer kleinen Freizeit wieder heim. Sie wissen noch nicht, dass wir bald gemeinsam aufbrechen. Ende August dürfen wir nach langem warten (!) zur Kur fahren. Dort gibt es einige Einschränkungen – aber immerhin dürfen wir nun endlich wegfahren. Dafür habe ich jetzt dreimal Kuranträge gestellt. Zweimal ist heftig etwas dazwischen gekommen und der dritte Antrag stand auch auf der Kippe. Schlussendlich geht’s jetzt bald los! Wie es wird? Keine Ahnung, aber ich möchte das beste draus machen und gehe davon aus, dass alles gut wird!

Die Fragebögen – es gibt im Vorfeld noch den einen oder anderen Bürokratismus – die Fragebögen sind merkwürdig. Ich mag kein Multiple Choice, das heißt bei mir Bleistiftfallmethode und ist so aussagekräftig, wie die Kinderzeichnung einer Dreijährigen, die einen Kreis malt und sagt, dass das ein Auto ist. Dennoch habe ich es gewissenhaft ausgefüllt und abgeschickt. Wichtige Dinge, wie, ob es eine Kaffeeküche für die Mütter gibt, oder ob ich für Carsten möglicherweise auch einmal etwas selbst kochen kann, darüber gibt es keine Auskunft. „Warten Sie es ab, dann werden Sie es schon erfahren! Machen Sie sich nicht schon im Vorfeld zu viele Gedanken!“ Danke für das Gespräch – aber die Coronavorschriften waren fett gedruckt! Alles ist gut. Alles wird gut. Alles im roten Bereich. Aber das ist mein Problem und vielleicht kriege ich das auch noch in griff!

Behinderung

reingefallen

Die Junioren sind weg, gestern gefahren und gestern Abend war ich mit einer Freundin essen. Schön war es. Sehr ungewohnt, aber sehr schön! Heute Morgen war ich laufen …

Jetzt bin ich müde, einfach hundemüde, kaputt, erschossen, erschöpft und völlig ausgepowert. All das, was ich möchte, geht nicht – ich kann nicht alles in sechs Tage packen! Eigentlich wollte ich unbedingt einkaufen gehen. Klamotten für mich. Nee, heute nicht! Gleich kommt eine junge Frau und holt Dinge ab, die sie statt meiner verschicken möchte und ich bin froh darüber, das nicht selbst machen zu müssen. Wenn sie weg ist, werde ich die Rollläden herunterlassen und schlafen. All den Schlaf, den ich nicht hatte, kann ich nicht nachholen und vorschlafen geht schon dreimal nicht und eigentlich (da ist es wieder eines meiner Lieblingsworte) sollte ich so viel Leben in diese Woche packen, wie nur irgendwie möglich. Nur die Power fehlt. Ich werde es dennoch versuchen, morgen früh frühstücken gehen, am Abend noch mal Essen, Donnerstag Physiotherapie und zu einem Geburtstag, Freitag ein wichtiger Termin am Vormittag und nachmittags in den Garten eines älteren Ehepaars. Zwischendurch noch dies und das und Brillengläser ändern lassen. Nicht auf die Uhr gucken zu müssen und zu bestimmten Zeiten daheim sein zu müssen, oder auch nur im Bett bleiben zu können – das ist schon Freiheit genug.

Kann keiner verstehen, oder nur ganz wenige! Aber ich will nicht in die Aktivitätenfalle fallen, dann habe ich eben wenig Zeit – ist auch egal, Hauptsache ist, dass ich mich ein bisschen erhole!