Angst. Sie schnürt mir den Magen zu, ballt sich zu einem Klumpen in meinem Bauch zusammen und frisst sich dort fest. Oft denke ich, dass ich keine Angst haben darf, dass ich stark sein muss. Doch im Moment schaffe ich das nicht. Ich fühle mich mal wieder erschöpft und kraftlos und möchte endlich wieder mit den Beinen fest auf dem Boden stehen können statt unsicher 10 cm darüber zu schweben. Aber ich habe Angst davor, dass der Aufprall hart und schmerzhaft sein wird. Dann doch lieber noch eine Weile in der Luft zappeln und mit dieser Ungewissheit leben.
Nur weiß ich nicht, wie lange meine Kraft für dieses in der Luft hängen noch reicht – am seidenen Faden freischwebend über dem Abgrund ohne Netz und doppelten Boden.