Gedicht

Weltraumkarussell

Nachts
öffnet sich das Tor
ich fliege in die Zeit
Licht
wird mein Schatten sein
an Sterne werde ich mich
schmiegen
wie an einen schönen
Körper
und in Galaxien
Karussell fahren

©️petra ulbrich

Veröffentlicht von piri

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Im Autismus-Spektrum bin ich obendrein und habe Wünsche. In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder. ❤️ | ✨

8 Gedanken zu „Weltraumkarussell“

    1. piri sagt:

      Schön – danke für deine Rückmeldung.

  1. Anne Seltmann sagt:

    Einfach nur schön!!!

    Das Gedicht öffnet einen Raum, in dem Traum und Wirklichkeit ineinanderlaufen, ohne große Erklärungspflicht. Besonders stark wirkt für mich dieses Bild von Licht als Schatten – ein schöner Widerspruch, fast wie ein Trick der Wahrnehmung. Und dass Sterne und Galaxien plötzlich körperlich werden, macht den Text warm trotz des großen Themas.
    Ich mag, wie hier das Kosmische ganz leise neben dem Intimen steht. Es ist kein schweres Weltraum-Gedicht, eher ein Schweben: man fliegt nicht davon, man breitet sich aus. Und der Schluss mit dem Karussellfahren hat etwas von kindlicher Freiheit – dieses Sich-Hingeben, ohne zu wissen, wohin es geht.
    Ein Gedicht, das nicht versucht zu erklären, sondern einzuladen. Es macht die Nacht nicht dunkel, sondern weit.

    1. piri sagt:

      So schön dein Kommentar. Er berührt mich sehr und deine Gedanken beflügeln mich, liebe Anne! Herzlichen Dank

  2. Margrit sagt:

    Ich habe das wunderschöne Gedicht gestern Nacht gelesen und genossen und gelesen und wieder gelesen … wollte etwas dazu schreiben und wusste nicht was.

    Jetzt lese ich Annes einfühlende Gedanken dazu und bin schwer beeindruckt. Ja genau, das alles steckt in diesen Zeilen!

    Danke euch allen beiden.

    1. piri sagt:

      Dankeschön – jetzt bin ich wieder knallrot!

  3. Sonja sagt:

    Das Schmiegen an den schönen Körper, eine wunderbare Vorstellung!
    Überhaupt ist das Gedicht überaus beeindruckend!

  4. IMT sagt:

    Starke ungezähmte Energie.

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