Die Flügel sind gestutzt
Ich kann nicht mehr fliegen
Stürze ab und bleibe liegen
Damals, als die Zeit noch schön
Niemand hat sie so gesehn
Wie ich
Damals, als die Flügel länger waren
In den bunten jungen Jahren
War ich klein
Mit den großen schweren Zeiten
Und den begrenzten Möglichkeiten
Kam die Schere […]
© petra ulbrich
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16:34 Uhr – ich bin ja berühmt-berüchtigt für meine Nachträge. Aber wenn der Kerle krank im Bett liegt, dreht mein Gedankenkarussell erst recht seine Runden. Zwischen Sorge und Hilflosigkeit schleicht sich eine leise Zukunftsangst ein – dieses ungute Gefühl, dass wir so vieles planen können und doch nicht wissen, was das Leben für uns bereithält.
18. September 2026 14:50 — 14:50
Tragisch schön dein Gedicht
18. September 2026 19:28 — 19:28
Danke Wolfgang! Tragisch? Eher realistisch.
18. September 2026 23:55 — 23:55
Scheisse. Scheisse. Scheisse. Du sagst es. Und immer diese Angst.
19. September 2026 20:53 — 20:53
Ich glaube das Jedem irgendwann Flügel gestutzt werden,
dem einen schon mit 15,
dem Anderen mit 30 und anderen vielleicht erst mit 60 Jahren.
Dem Kerle gute Besserung.
20. September 2026 11:51 — 11:51
Vielleicht ist das Gemeine am Älterwerden gar nicht, dass einem die Flügel gestutzt werden. Sondern dass man irgendwann genau weiß, wie lang sie einmal waren.
Und ausgerechnet dann beginnt man, das Wetter vernünftiger einzuschätzen.
20. September 2026 12:38 — 12:38
Hallo Bock, das finde ich eine sehr interessante Auslegung meines Gedichts. Auch für mich sehr aufschlussreich. Danke, ich hatte ganz andere Gedanken dabei.
20. September 2026 14:12 — 14:12
Hallo liebe piri!
Das geht mir sehr nah. Gerade dieses Bild von den gestutzten Flügeln – von den Möglichkeiten, die einmal größer schienen, und von der Schere, die irgendwann ins Leben kommt. Und trotzdem glaube ich, dass Flügel nicht einfach verschwinden. Manchmal werden sie nur stiller und müssen erst wieder lernen, sich zu öffnen. ❤️
Liebe Grüße
Anne