Kuddelmuddel

Lucy van Pelt

Lucy van Pelt gibt sich immer sehr viel Mühe, herrschsüchtig, gemein und egoistisch zu sein. Sie ist laut und brüllt oft herum. Ein Lächeln sieht man fast nie auf ihrem Gesicht. Sie ist eine Besserwisserin, die immer Ratschläge verteilt, egal ob man will oder nicht. Besonders für Charlie Brown ist dies eine große Belastung. Sie ist eine stete Nörglerin, mit nur einem weichen Punkt: der musikbegabte Schröder zieht sie magnetisch an. Doch dieser zieht Beethoven Lucy vor. Die unsinnige Logik ihrer Argumente erweckt den Anschein einer Wahnsinnigen. Wenn es zu Komplimenten kommt, will sie nur empfangen. Wenn sie einmal eines macht, oder sogar lächelt, steckt meistens etwas sehr Gemeines dahinter. Und noch etwas: Sie hasst Hundeküsse – speziell diejenigen von Snoopy.

Ich fühl mich grad wieder wie Lucy. Vor Jahren (manche, die mich länger kennen, werden sich erinnern); vor Jahren also, war sie mein Markenzeichen im Internet. Ich denke, ich sollte zu ihr zurückkehren. Sie war/ist sicherlich auch im Autismus-Spektrum. Nur hat es damals niemand so benannt.

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18:51 Uhr – Nachtrag: Die Zeichnung von Lucy habe ich per Abmahnung entfernen müssen. Bei Weiterverwendung hätte ich 900€uro zahlen müssen. 

Behinderung, Junioren, Kuddelmuddel

Post vom Amtsgericht

Wir können sie ihnen nicht bieten. Die wundersame Heilung der Behinderung meines Töchtings. Sie ist immer noch behindert und braucht immer noch eine Betreuung. Keine freiheitsentziehenden Maßnahmen, aber Hilfe im Alltag und allen entscheidenden Lebenslagen. Gut – jetzt gehen wir wieder einmal den Weg durch die Instanzen, holen uns ein ärztliches Gutachten und danach darf sich meine Tochter amtsärztlich behördlich begutachten und ausfragen lassen. Auf die Wunderheilung warten wir nicht, ganz bestimmt nicht. Wir wüssten gar nichts damit anzufangen!

Gedankenchaos

Befindlichkeiten | Overload

Seit einer Woche bin ich im Overload innerlich am Beben. Menschen im Autismus-Spektrum können mit Stress nur schwerlich umgehen. Die Geburtstage der Junioren sind so etwas. Geschenke kaufen für Menschen, die schon alles haben oder diese mangels kognitiver oder körperlicher Fähigkeiten nicht benutzen können, ist verdammt nicht einfach. Dann kam auch noch der Bandauftritt dazwischen, der mit viel Enthusiasmus gemeistert wurde, aber hundsmiserabel organisiert war.

Mein großes Auto hatte ich total verkeilt auf den engen Hinterhof des Clubs geparkt. Die Rollis ließen sich ausladen, die Junioren auch. Aber ich war fertig. Und dann erzählt mir meine Begleitung, dass ich doch nur so und so und so einschlagen muss, aber vorne bitte aufpassen und hinter dir steht ein fetter Benz!
Des Töchtings Rollstuhlbremsen machten kurz darauf gar nicht mal so leise PLPP und die Führung war entzweigebrochen.
Es ging grad so weiter. Oftmals Kleinigkeiten. Für neurodivergente Menschen kein Kokolores – für mich noch ein bisschen was drauf. Auf jeden Fall bebe ich. Die Anspannung ist gigantisch. Auch mit den Gästen. Ich stand drei Tage in Habachtstellung, angespannt, nur nichts falsch machen. Autisten möchten 100% geben – immer und jedem und es allen recht machen. Allen, auch dann wenn deren Interessen auseinanderdriften…

Jetzt sind alle Gäste weg. Wiebke zieht sich selber aus, so gut sie es eben kann, Carsten sitzt eingekuschelt im Bett, spielt Lego und hat schon ein paarmal nach einem bestimmten Baustein gerufen, der weggeflutscht ist. Die Küche sieht aus, wie… egal, jedenfalls unaufgeräumt. Mein Kopf schwirrt, es bebt! 10 cm überm Boden schweben, langsam auf den Abgrund zu. Da steht hoffentlich mein Bett!

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Manchmal finde ich die Beitragsvorschläge von WordPress doch ganz gut – guckt mal hier, da steht was vom Schalter im Kopf.