Gedanken, Kuddelmuddel

nörgeln

Und dieser Spruch hat sich einmal wieder bewahrheitet: „Lächle, es hätte schlimmer kommen können. Ich lächelte – und es kam schlimmer!“

Ein Freund hat eine beschissene Diagnose bekommen. Der OP-Termin steht. Wir hoffen sehr, dass die Ärzte im Kopf alles erwischen. Angefangen hat es mit Sehstörungen, eigentlich sollte nur eine neue Brille her und dann kam der Hammer. Ich habe eine Scheißangst. Wenn ich nicht schon beten könnte, ich würde es jetzt lernen…

Die Junioren sind weg. Zum ersten Tag in die Werkstatt gefahren und von mir fällt eine Last. Ich will nicht jammern, aber es war anstrengend – sicherlich nicht nur für mich, auch für den Kerle und das Töchting. Seit vor Weihnachten habe ich gereizte Augen und knittrige Seidenpapierhaut drumherum. Es wird Zeit, dass ich damit zum Arzt gehe – nur ist so viel zu tun. Es ist so viel liegen geblieben. Einkaufen ist nötig. Das Eisenband um die Brust ist angezogen. Eigentlich bräuchte ich Urlaub.

Unser Freund – dem geht’s anders doof. Ach, warum ist das Leben nur so unfair? Entschuldigt bitte meine Nörgelbeiträge. Glaubt mir, ich würde auch lieber etwas anderes schreiben.

Veröffentlicht von piri ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein. ❤️ -*-*-*-*-*-*-*-*-  In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

7 Gedanken zu „nörgeln“

  1. fata morgana sagt:

    …ob es dir hilft, ich weiß es nicht –
    aber ich kann dir das alles gut nach und mitfühlen…

    1. piri ulbrich sagt:

      Danke. Doch, es hilft ein bisschen.

  2. Ulli sagt:

    Ich lese deins nicht als nörgeln, es ist das, was ist und das ist wahrlich nicht einfach!

  3. kat. sagt:

    Ich stimme ulli zu. Nörgeln ist was anderes. So was was du beschreibst rüttelt in den eigenen Festen und macht einfach Angst. Um den anderen, um sich selber…. Alles gute.

  4. christine b sagt:

    alle guten wünsche für deinen freund…und viel kraft!
    schrecklich für ihn, so eine schlimme diagnose zu bekommen. bedrückend und angstvoll aber auch für familie und freunde.

    für dich gute besserung, ich hoffe, deine gesundheit kommt bald wieder zurück und die bronchien erholen sich.

  5. Der Emil sagt:

    Neeeeneeeee. Nörgeln ist ja ganz anders.

    Ich lese hier von Deinen Sorgen. Und denke so oft: Warum kann ich da nicht wirklich helfen …

  6. Paula sagt:

    Solche Sorgen, oh je, auch andere haben es nicht leicht. Ich hoffe das Beste für den Freund. Gehirntumoren sind nur so schrecklich tückisch…
    Ich glaube dass Urlaub neuen Stress mit sich bringt. Lieber die Stunden, die Du frei hast für Dich nutzen und auch die Erledigungen so angenehm wie möglich machen, mit Pausen im Café, oder gar im Kino? Komme gerade aus “Der Junge muss an die frische Luft”, ein wunderbarer Film!

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