Entschuldigung

Eine Entschuldigung fällt deshalb so schwer,
weil sie eine erkannte Schwäche offenbart,

die dann gern vom Machtgefühl des anderen
getreten und lächerlich gemacht
ausgenutzt wird.

© Nico Szaba 

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Manchmal fällt es mir sehr schwer, manchmal leicht. Immer schwebt ein bisschen das Damoklesschwert über mir. Wie lange kann das alles noch gut gehen? Ich wurschtel mich doch grad nur mehr schlecht als recht durch mein Leben! Um Entschuldigung bitten, tue ich mich gerade täglich. Auch und gerade deswegen, weil ich extrem gestresst bin. Mein/unser Leben ist aus den Fugen geraten. Ich fahre mit dem Hochgeschwindigkeitszug auf der Achterbahn, unangeschnallt und ab und zu werden in voller Fahrt die Türen geöffnet.

18:15 Uhr – Ob ich wohl jetzt im Tunnel bin?

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Im Autismus-Spektrum bin ich obendrein und habe Wünsche. In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder. ❤️ | ✨

Kategorien: Gedankenchaos, Gedicht

3 Kommentare

  1. Das ist sehr bildhaft und ich bekomme schon Furcht bei der Vorstellung, ich sässe in dem Wagon.
    Sich selbst um Entschuldigung bitten zu können, ist etwas Wertvolles. (bei anderen dies zu tun, natürlich auch)
    Möge es nach dem Tunnel in gemäßigtem Tempo und vielleicht mit einer extra Portion Absicherung weiter gehen. Langweilig soll es natürlich auch nicht sein.
    Liebe Grüße!

  2. Ja, das erinnert mich an eine Science-Fiction-Geschichte. Aus den offenen Türen werden die Passagiere herausgeschleudert.

  3. Ich nicke leise. Das Bild vom Hochgeschwindigkeitszug – intensiv, aber es beschreibt deine Situation auf eindrückliche „unangeschnallte“ Weise.

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