Im Südwesten herrscht Hitzewarnung. Kein Lüftchen weht. Lethargisch liegen die Junioren auf ihren Betten und wollen nicht aufstehen. Für mich bedeutet das, dass ich ständig von hier nach dort renne und im Grunde keine eigene Zeit habe.
Ich schaffe es nicht, mich zu konzentrieren, da jederzeit jemand nach mir rufen könnte. Dabei sollte ich den Fotoapparat endlich besser kennenlernen – er bietet so viele Möglichkeiten, und ich beherrsche nur einen Bruchteil davon.
Bianka mit k sagt:
Hast du von dem Begriff „Unterbrechungserwartung“ mal gelesen? Das erinnert mich so daran und kommt mir total bekannt vor.
piri sagt:
Nö, davon habe ich noch nichts gehört; was ist das?
Bianka mit k sagt:
Da bin ich auch erst über die Neurodiversitäts-Blase drauf gestoßen: Viele haben ja Schwierigkeiten mit Unterbrechungen und wenn sie wissen, dass sie in Aktivitäten unterbrochen werden könnten, fangen sie oft nicht an – um den aufkommenden Frust zu umgehen.
piri sagt:
Das kenne ich sehr gut. Wenn ich jemanden erwarte und dieser Mensch verspätet sich, fange ich nicht vorher an und ärgere mich über die vertane Zeit.
Violine sagt:
Die vielen Funktionen des Fotoapparats:
Bei irgendeinem sehr bekannten Fotografen (könnte David duChemin gewesen sein) habe ich mal gelesen, dass er nur die Funktionen kennt, die er braucht. Die restlichen kenne er nicht.
anneeulia sagt:
Na, da stehe ich ja wenigstens nicht alleine da mit meiner Handtaschenkamera.
piri sagt:
Ich will ja auch nur das wissen, was ich brauche. Aber dazu muss ich wissen, was ich überhaupt brauche.
Berndt Baumgart sagt:
In sieben Tagen wird es allmählich kühler werden, so heißt es…
Trude sagt:
Ich hoffe ihr habt den Tag bis jetzt einigermaßen gut überstanden und du hattest wenigstens ein paar Minuten Zeit für dich.