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Herzfaden

Mein Herzfaden stolpert
an manchen Stellen zu lang
dann wieder so heftig
mit Spannriemen
aus Eisendraht

Wie Schrott liegt’s im Bauch
Faden und Draht
verklumpt

© petra ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Im Autismus-Spektrum bin ich obendrein und habe Wünsche. In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder. ❤️ | ✨

Kategorien: Gedicht

8 Kommentare

  1. Ach, Petra! Dieses Gefühl kenne ich nur zu gut. Ein Leben, größtenteils in ruhigem Fahrwasser, und trotzdem ist da so viel Sehnsucht, so viel Leidenschaft und so viel Unausgefülltes…

  2. Oh nein, bitte nicht … ich mochte schon als Kind dieses Märchen nicht.

  3. Du schreibst mit einer Wucht, die hängen bleibt.
    Ich wünsch dir, dass sich dieser Knoten irgendwann wieder löst. Nicht sofort. Aber irgendwann.

  4. Das klingt wie ein sehr intensives und rohes Stück Poesie – voller Spannung und Schmerz, fast körperlich spürbar. Der Kontrast zwischen dem zarten „Herzfaden“ und den harten Bildern von „Eisendraht“ und „Schrott“ macht dein Gedicht unglaublich eindringlich. Es ist, als würde sich ein innerer Kampf Wort für Wort aufrollen.

  5. Der Gordische Knoten
    mitten im Herzen
    bedarf des
    Fingerspitzenfeingefühls,
    nicht des Alexanders Schwert

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