Kuddelmuddel

Der Mond ist aufgegangen

Noch nicht ganz, aber bald geht der Mond auf. Auf ihn ist Verlass. Er lässt uns nicht im Stich. Manchmal kommt er spät, manchmal ist er sogar tagsüber zu sehen, aber in der Nacht leuchtet er doch am schönsten.

Heute ist es hier überhaupt nicht richtig hell geworden. Die Kerze in der Laterne leuchtet schon den ganzen Tag. Mein Adventskranz für dieses Jahr ist fertig. Diesmal klassisch, rot, grün, mit einer einzigen großen dicken roten Kerze. In den Juniorenzimmern leuchtet eine Lichterkette und ich versuche meine Kratzestimme zu zähmen und spreche Geschichten ein:

Behinderung, Kuddelmuddel

was?

Immer und immer wieder. Wenn Knie wegknicken, dann ist die Angst groß! Wenn beide Junioren nicht trinken, dann bekomme ich ein schlechtes Gefühl. Dem Kerle kann ich jetzt zwar die Nahrung direkt in den Bauch spritzen, aber die Gefahr, dass sie fontänenartig wieder rauskommt, ist damit noch lange nicht vom Tisch! Mit der Zeit kommt die Erfahrung. Momentan ist die Verunsicherung groß.

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Theoretisch könnten wir heute zur Boosterimpfung, praktisch wird nichts draus – die Herrschaft mag nicht aufstehen und gegen ihren Willen kann und will ich nicht handeln. Wahrscheinlich wird’s sowieso voll am Impfstandort und Begleitung haben wir leider auch keine…

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10:22 Uhr: Eben kam ein Anruf, die Schwester und die Eltern einer Helferin haben Covid-19. Zu unserem Glück hatten wir schon längere Zeit keinen Kontakt mehr. Schlimm ist es dennoch!

Gedicht, Kuddelmuddel

wann kommt der Stern

Nur ein weiteres Jahr,
in dem nichts in Ordnung ist.
Nichts mehr ist wie es war.
Nachts stehen Sterne am Himmel
leuchtend strahlend und hell.

Schwarze Löcher tun sich auf
fressen, fressen, fressen das Licht.

Wann gebierst du den Stern, wann?

© petra ulbrich 

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Corona ist allgegenwärtig!