Alltag, Behinderung, Gedankenchaos, Junioren

passt wie ein Horoskop

…. aus einem Buch von Anselm Grün:

[…] Man hat den Eindruck, dass heute die Geduld fehlt, etwas wachsen zu sehen. Man muss sofort Erfolge sehen. Man muss sofort Bedürfnisse erfüllen. Man lässt sich nicht mehr die Zeit, dem Wachsen einer Blume oder Baumes zuzusehen. So wird oft viel Wind fabriziert. Aber es wächst nichts, was Bestand hat. Die gleiche Ungeduld kann man bei der Erziehung der Kinder beobachten. Man kann es kaum aushalten, wenn Kinder einmal eine Krise durchmachen. Man gerät in Panik und meint, man müsse die Krise sofort wieder in Griff bekommen. Unsere Politik ist von Kurzatmigkeit geprägt. Täglich werden neue Lösungsmöglichkeiten angepriesen, die aber schon am gleichen Tag widerrufen werden. Je schneller man Lösungen möchte, desto mehr lähmen sich die verschiedenen Parteien, und es geschieht gar nichts. Die Hektik gebiert leeres Stroh. Der Hektiker arbeitet effektiv weniger als der, der mit Ruhe und Gelassenheit an die Arbeit geht. […]

Notiz an mich: bitte hinter die Ohren schreiben!

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Der Kerle lag wie ein Flitzebogen, das Töchting fast rausgefallen, beide kaum zugedeckt und kalt. Mein nächtlicher Kontrollgang durch die Juniorenzimmer hat mich nachdenklich demütig weinen lassen – so unschuldig liegen sie verkrümmt in ihren Betten. Da braucht es eine liebordnende Hand.  Meine geb‘ ich gerne!

 

Alltag, Kuddelmuddel, Musik

Cat Stevens

Kennt ihr Yussuf? Bestimmt! Ein Idol meiner Jugend wird 75! Ich bin noch nicht ganz wach – hört mal das ZeitZeichen auf WDR!

08:54 Uhr – Manchmal bin ich doch eine träge Socke. Jetzt sind die Junioren unterwegs in die Werkstatt und ich habe Zeit meiner Jugend nachzuhängen. Schon damals – auch das klingt steinalt – war ich viel zu verkopft. Die Mitschüler*innen waren mir zu ungebildet. Ich muss dazu sagen, dass ich von der höheren Schule ganz zurück auf die Hauptschule geschickt wurde (auf Befehl meines Vaters), weil ich zu aufmüpfig war. Hätte man da schon etwas über Asperger-Autisten gewusst, es wäre vermutlich anders gekommen. In meiner Klasse hörten sie Schlager, fragt mich nicht welche, ich weiß es nicht; vielleicht  Freddy Quinn oder Lolita. Mir zieht‘s heute noch die Zehennägel hoch! In dieser Schule stand ich allein mit meinem Musikgeschmack. Cat Stevens kannten sie nicht, dafür Michael Holm. Die Band der Junioren spielt dies berühmt-berüchtigte Lied mit M: Mendocino und ich werde regelmäßig an meine Konfirmation erinnert.  The Beatles: mein Vater mochte sie nicht und als ich Rolling Stones spielte oder Janis Joplin, Frank Zappa, Jimi Hendrix oder The Doors, da flippte er völlig aus … 

… ach, war ich jung! Schön war‘s – auch auf der Hauptschule. Meinen richtigen Abschluss habe ich dann später nachgeholt.