Banksy

… oder: Ist das Recherche oder kann das weg? Ganz arg schade ist, dass vermutlich die Identität von Banksy aufgedeckt ist. Was haben sich die Journalisten dabei gedacht? Nichts! Sie haben nur Träume genommen. Zerstört. Desillusioniert. Vielleicht sogar eine Künstlerkarriere kaputt gemacht. 

Ohne dieses Rätselraten, wann wieder wo ein Werk von Banksy erscheint, ist die Welt ein bisschen ärmer geworden. Der Finger beziehungsweise, der Zeichenstift wird nicht so schnell wieder in eine Wunde gelegt (so sehe ich es und ganz viele andere auch). 

Sehr, sehr schade!

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Im Autismus-Spektrum bin ich obendrein. In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder. ❤️ | ✨ Bitte kommentiert! ✉️

Kategorien: Gedanken

8 Kommentare

  1. das ist das Oberletzte! Von wegen öffentliches Interesse. Da wurde unnötig eine Tabu gebrochen. Möge es den Dreien ordentlich auf die Füße fallen.
    Wäre zu schön, wenn sich diese Nachricht als fake herausstellen würde.

  2. Das ist sehr schade. Das Recht auf Anonymität und Privatsphäre scheint immer weniger zu zählen.

  3. Ich habe das schon bei der Schriftstellerin Elena Ferrante (sie wird auch im Artikel erwähnt) nicht verstanden und bei Banksy auch nicht.
    Wieso soll man alles und jedes ergründen und zerlegen wollen? Erstens kann man seine Mitmenschen in Frieden lassen und zweitens fällt auf diese Art ein Zauber weg. Spricht doch nichts dagegen, sich von Kunst verzaubern zu lassen, oder?

  4. Diese Enthüllung raubt einen Zauber, wie als Kind, als man erfuhr, dass es das Christkind und Co. gar nicht gibt.

  5. Ein Mythos wurde nicht aufgeklärt, nicht entzaubert. Er wurde zerstört.

  6. Nicht das, was ich unter „Journalismus“ verstehe, denn die Welt hat wichtigere Themen als einen Künstler bloßzustellen, dessen Anonymität die Grundlage zur Erschaffung seiner Kunst bildet.
    Diese von aller Umsicht befreite Sensationslust macht mich fuchsteufelswild, denn ich bin ein großer Banksy-Fan.

  7. Hallo liebe piri!

    Hier nochmal mein Text, den ich dir bei WhatsApp hinterlassen hatte:

    Ich finde es ehrlich gesagt schade, dass man immer wieder versucht, Banksy zu enttarnen.
    Gerade dieses Nicht-Wissen gehört doch zu seiner Kunst. Die Bilder tauchen plötzlich auf, irgendwo an einer Wand, und stehen einfach da – ohne Erklärung, ohne Vorstellung, ohne Namen, der sich davorstellt. Man schaut genauer hin, weil niemand sagt: „Das ist wichtig.“ Es ist einfach da und wirkt.
    Vielleicht geht es bei Banksy genau darum. Dass nicht der Mensch im Mittelpunkt steht, sondern das, was er zeigt. Die Idee. Der Moment. Der kleine Gedanke, der einem im Vorbeigehen hängen bleibt.
    Sobald man anfängt, jemanden unbedingt erkennen zu wollen, geht ein Teil davon verloren. Dann wird aus einem geheimnisvollen Künstler plötzlich nur noch eine Person, über die man diskutiert, anstatt über die Bilder selbst.
    Ich mag diesen Gedanken, dass Kunst auch einmal ohne Gesicht auskommen darf. Dass sie einfach auftaucht, etwas sagt und wieder verschwindet. Und vielleicht ist genau das der Grund, warum sie so lange im Kopf bleibt.

    Schön, dass andere hier das auch so sehen!

    Liebe Grüße

    Anne

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